Kenianerin wegen "Hexerei" ermordet

Redaktion, 08. November 2002 13:24
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    foto: APA/Bernhard Hans
    Hexenglaube ist in weiten Teilen Afrikas noch nicht ausgestorben.

Freund der 15 Täter nach "Zauberspruch" erkrankt - Begleiterinnen der Frau wurden vergewaltigt

Nairobi - 15 junge Männer haben in Zentralkenia eine Frau wegen angeblicher Hexerei ermordet. Die unter Drogen stehenden Täter vergewaltigten und misshandelten auch die vier Begleiterinnen ihres Opfers, wie die kenianische Tageszeitung "Daily Nation" am Freitag meldete.

Die jungen Männer hatten der angeblichen Hexe vorgeworfen, einen Freund mit einem Zauberspruch belegt zu haben. Er war kurz darauf erkrankt.

Die mit Macheten bewaffneten Angreifer überfielen die Farm, auf der die Frauen arbeiteten, rund 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nairobi. Sie schleiften die Opfer zum Haus der vermeintlichen Zauberin. Dort wollten sie nach Hexenutensilien suchen. Die Jugendlichen töteten die Frau und vergewaltigten und folterten ihre vier Begleiterinnen. "Wir hoffen, ihr habt eine Lektion gelernt. Ihr solltet euch nicht mehr mit Hexen abgeben", zitierte die Tageszeitung die Verbrecher.

Der Glaube an Hexerei ist in Afrika noch immer weit verbreitet. Jährlich werden dort zahlreiche Menschen, insbesondere Frauen, getötet, weil ihnen Zauberkräfte nachgesagt werden. (APA/dpa)

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