Tod nach HPV-Impfung: Bisher keine eindeutige Todesursache

31. Jänner 2008, 22:23

Untersuchungen bei Staatsanwaltschaft und Bundesministerium laufen weiter - FGZ: MedizinerInnen sollen unerwünschte Nebenwirkungen verlässlich melden

Graz - Nach dem Tod einer 19-jährigen Oberösterreicherin drei Wochen nach ihrer HPV-Erstimpfung zur Verhütung von Gebärmutterhalskrebs hat sowohl eine sanitätspolizeiliche als auch eine gerichtsmedizinische Obduktion keinerlei klare Todesursache hervorgebracht. Wie aus einem der APA vorliegenden Schreiben hervorgeht, werden sowohl auf Ebene der Staatsanwaltschaft Wien via Gerichtsmedizin als auch nach Arzneimittelrecht im Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend weitere Untersuchungen durchgeführt.

Kein Grund für Maßnahmen

Der Impfstoff gegen Human-Papilloma-Viren (HPV, Gebärmutterhalskrebs, Anm.) sei zentral zugelassen, hieß es in dem Schreiben. Der Fall des Mädchens sei auch bei der europäischen Arzneimittelagentur EMEA diskutiert worden, eine Notwendigkeit für etwaige Sicherheitsmaßnahmen sei nicht gegeben.

Die 19-jährige Studentin, sie stammte aus der Region Mondsee in Oberösterreich, starb offenbar in der Nacht auf 12. Oktober plötzlich in ihrer Wiener Wohnung. Drei Wochen vorher hatte sie die erste Teilimpfung gegen HPV-Infektionen zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs erhalten.

MedizinerInnen sollen unerwünschte Wirkungen melden

Für das Frauengesundheitszentrum Graz bestätigt der Fall die Notwendigkeit, dass ÄrztInnen, ApotherkerInnen und Hebammen gewissenhaft alle unerwünschten Wirkungen von Impfungen und Medikamenten an die in Österreich mit der Zulassung von Arzneimitteln betraute Behörde "ages pharmmed" melden. Vorschnell zu behaupten, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Impfung und Todesfall, sei nicht angebracht, so Sylvia Groth. In den USA wurden bereits mehrere Todesfälle bekannt, die nach einer HPV-Imfpung eintraten. Eine Studie von "Judicial Watch", der Daten der US-Food and Drug Administration zugrunde lagen, verweist darauf. (APA/red)

 

rondo13
11
19.12.2007, 08:19
Äußerst unseriöse Berichterstattung

Ich finde es äußerst unseriös, wie in diesem speziellen Fall medial Schlagzeile gemacht wird.
Den Tod dieser Frau ( dessen Ursache noch nicht einmal bekannt ist ) in einem Atemzug mit der HPV-Impfung zu nennen - und zwar 3 Wochen!!!!! danach - mein lieber Schwan, das nenn ich Boulevardjournalismus vom Feinsten!
Eine derartig wichtige Impfung (als Betroffene seh ich das etwas anders, als diverse Männer hier, denen eine Sterberate von 500 Frauen im Jahr unbedeutend niedrig erscheint) mit einem Schlag derartig negativ zu behaften, das grenzt schon an Fahrlässigkeit.
Solche Impfungen sind wichtig und helfen dabei, gewissen Krankheiten auszurotten...sonst gäbs heute noch die Pest uvm...
Geschäftemacherei von Seite der PharmaI.- andere Geschichte

Hannes .
00
17.12.2007, 23:13
Wenn man bedenkt

dass diese Impfung nur gegen einen relativ kleinen Anteil der Gebärmutterhalsauslöser wirkt, massiv aber Werbung gemacht wird kann man erahnen, dass das alles nur Geschäftemacherei ist, der Gesundheit aber nicht wirklich förderlich ist.

presonic
00
18.12.2007, 12:16
der hersteller

weist im beipacktext 8% der nebenwirkungen als schwerwiegend aus.
aber in österreich ist es nicht modern, beipacktexte zu giftspritzen zu lesen.

rocky 1717
11
18.12.2007, 09:32
typische männersache

klar das hier nur männer posten. sie sind ja auch die überträger, somit verantwortlich für die verbreitung des virus.

trotzdem zur info: die "high risk" variante des HPV virus wird bei 99,7% der fälle von gebärmutterhalskrebs nachgewiesen.

presonic
10
18.12.2007, 12:14
die hohe prozentzahl kommt daher

dass fast jeder mit dem virus infiziert ist. trotzdem erkrankt nur eine sehr geringe prozentzahl der infizierten an gebärmutterhalskrebs. einen wirklichen zusammenhang zwischen virus und krebs kann man daraus also nicht schließen. (auch wenns im namen des geldes gemacht wird)

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