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Beim Begriff "gender housing" geht es darum, öffentliche und private Räume für Frauen und Männer gleichermaßen zugänglich und gestaltbar zu machen. Dabei soll vor allem für Frauen eine verbesserte Wohnsituation erreicht werden, wozu das Reflektieren und Überwinden traditioneller Rollenbilder von Nöten ist.
Drei Ebenen sind dabei wesentlich. Erstens ein kritischer Blick auf geschlechterspezifische Rahmenbedingungen und gesellschaftlich geschaffene Rollen. Zweitens die Auseinandersetzung mit diesem Dilemma und eine Umorientierung die Raumverteilung und hierarchiefreie Grundrisse betreffend. Und drittens die gleichberechtigte Mitwirkung von Architektinnen, Planerinnen, Ziviltechnikerinnen, Bauträgerinnen und Bauunternehmerinnen im Wohnbau.
Der Sammelband "gender housing" umfasst Beiträge von 19 AutorInnen aus den Bereichen Architektur, Wohnbau(politik) und Geschlechterforschung, in denen bereits realisierte "frauen- und geschlechtergerechte" Wohnbauprojekte und Möglichkeiten ihrer Weiterentwicklung mit den vielfältigen historischen und theoretischen Dimensionen von Architektur, Wohnbau(politik) und Geschlecht kontextualisiert werden. Die sich daraus ergebende Ambivalenz von geschlechtergerechtem Anspruch und politischer Realisierung reflektieren künstlerische Projekte, deren Darstellungen den Band abschließen. (red)
Christina Altenstraßer, Gabriella Hauch, Hermann Kepplinger (Hg):
gender housing
geschlechtergerechtes bauen, wohnen, leben
Studien zur Frauen- und Geschlechterforschung, Band 5
Studienverlag Innsbruck - Wien - München - Bozen 2007
ISBN: 3-7065-4382-6
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