Adoption soll bis 45 möglich werden

7. April 2008, 15:49

Gesetz "nicht mehr zeitgemäß": Kdolsky strebt Vereinheitlichung der Länder-Regelungen an

Wien - Familienministerin Andrea Kdolsky (V) strebt im Adoptionsrecht einheitliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern an. So will die Ressortchefin unter anderem die Höchstaltersgrenze auf 45 Jahre anheben. Dass man über 40 Jahren kein Kind mehr adoptieren könne, sei "nicht mehr zeitgemäß", sagte sie dem "Kurier" (Dienstag-Ausgabe).

Denn Frauen bekämen immer später Kinder, "etwa weil sie eine längere Ausbildung absolvieren", argumentiert Kdolsky. Abgesehen davon schade es einem Kind nicht, zu einem Paar zu kommen, das ein "gewisses Alter" habe. Dies bringe eine gefestigte Situation, so die Ministerin. Sie möchte den Ländern ein Signal geben, die Altersgrenze - aber auch die übrigen Kriterien - zu vereinheitlichen.

Von einem eigenen Auslandsadoptionsgesetz hält Kdolsky aber nichts. Vorstellen kann sie sich aber ein Adoptionswirkungsgesetz wie in Deutschland. Ziel wäre "die Prüfung des rechtmäßigen Zustandekommens von Adoptionen, die von ausländischen Behörden abgewickelt wurden". Besondere Bedeutung komme der Bekämpfung von Kinderhandel zu, so Kdolsky. Diese Auslandsadoptionen könnte man im Rahmen der für Anfang Sommer geplanten Jugendwohlfahrtsgesetz-Novelle bzw. im ABGB neu regeln, meinte die Ministerin. Möglich wäre etwa eine "zentrale Vermittlungsstelle".

Keine Einigung mit Berger

Zu einer Neuordnung der Adoption zeigt sich Justizministerin Maria Berger (SPÖ) skeptisch. Sie stellt in Frage, ob die Vorschläge der Familienministerin tatsächlich nötig seien. (APA)

 

 

 

Kommentar posten
20 Postings
Raimund Manzarek
20
26.1.2008, 19:35
super is das

Abgesehen davon schade es einem Kind nicht, zu einem Paar zu kommen, das ein "gewisses Alter" habe.

genau, wenns die matura macht, sind die eltern schon im altersheim

higher
01

viele Kinder aus wirklich schlechten Verhältnissen (z.B. Mutter drogenabhängig und HIV positiv, Vater Vergewaltiger; solche gibt es genug, die aus den Krankenhäusern vermittelt werden sollen) würden es vorziehen, bei einem gut meinenden, geduldigen, älterern Paar aufzuwachsen, als sonst wo

Miklaus Röchlinger
13
22.1.2008, 08:42

Ja ja...kinderfreundliche Gesellschaft...selbst bei der Adoption ist die Decke an allen Enden zu kurz. Trotzdem läßt die "kinderfreundliche" ÖVP lieber Kinder in Heimen oder erwägt eine Großelternadoption, als sie von homosexuellen Paaren adoptieren zu lassen, die ihnen mindestens genauso liebende Eltern sein können wie ein Heteropaar.

Und das alles zum "Wohl des Kindes" - ich könnt mich bei dieser bigotten Partie echt anspeiben!

Curd Hombre
00
21.1.2008, 22:56
außerdem geht das eh auch mit 48 Jahren...

...ein Kind zu adptieren, wenn man in der enstprcehden "Behörde" sitzt!

Soi geshene in NÖ - dahet eine Mitarbeiter der BH -zuständig eben für adoption usw mit 48 Jahren ein Kind adoptiert - Wartezeit: 6 Monate

Irgendeine grüne PÜolitikerin ist da dran, wird aber eh wieder im sand verlaufen!

Chien de Pique
11
21.1.2008, 19:34
Erstaunlich, einmal Vernünftiges und Ernsthaftes von

Kdolsky.

Raimund Manzarek
10
26.1.2008, 19:36

ja, das mit rauchen, da ist sie sehr vernünftig, hier allerdings....

-12122
00
lol

hast wohl nix mehr zum line.ziehn weil du hier so rum-mokkst?!

Saskia Fabian
 
00
22.1.2008, 22:28
Wartens nur, gleich schießt sie das övp-bauernschmauskochbuch nach...

seelenklempnerin
13
21.1.2008, 18:20
Diese Altersgrenzensind überhaupt lebensfern, werden doch immer mehr Kinder de facto von den LEIBLICHEN GROSSELTERN aufgezogen, die häufig älter als 45 sind.

Da dürfte ja überhaupt keiner Großmutter/keinem Großvater mehr die Obsorge für Enkel zugesprochen werden, wenn die Argumentation betreffend Altersgrenzen für Adoptionswerber stichhaltig wären.

Die statistisch kürzere Lebenserwartung ist angesichts der JUNGEN alkoholisierten Autoraser, Extremsportler, Sandalen-Bergwanderer etc., welche jährlich durch selbstverschuldete Unfälle zu Tode kiommen, m.E. auch kein Argument.

Dass schlecht erzogene Schulkollegen über das Alter der obsorgeberechtigten Personen eines anderen Kindes LÄSTERN könnten, ist schon überhaupt kein Thema,- es sei denn, wenn es darum geht, SOLCHE Kinder, welche bar aller Manieren loszüngeln wie gewisse WahlkampfwerberInnen, zwecks Ermahnung der Schulleitung zu melden.


Rosa Stahl
11
21.1.2008, 20:26

jein.
so angenehm ist das wohl auch nicht, wenn man grad mal 15 ist und Mami bereits 65.

higher
00

Und?

Towanda
00
22.1.2008, 17:11

Dann ist die Mami aber erst 60. Und das ist heute definitiv jünger als vor ein oder zwei Generationen. Ausserden genieren sich mit 15 sowieso fast alle Kids für ihre "Oldies".

pluppblubb
11
22.1.2008, 07:49

Hier ist von 45 die rede und nicht von 65!!!

Rosa Stahl
00
22.1.2008, 11:30

Wenn jemand mit 45 einen Säugling adoptiert, ist man 60, wenn das Kind 15 ist. Und wenn die Omi die Mami ist, dann ist die Mami 65 oder mehr, wenn das Kind in der schönsten Pubertät ist.
Jetzt kapiert?

(k)eine Österreicherin
00
22.1.2008, 15:54

ja und was glauben sie wieviele männer mit 60 überhaupt erst vater werden?

higher
00

beim eigenen Kind fragt ja keiner

Rosa Stahl
00
23.1.2008, 09:29

wieviele genau?

Ist genauso nett, wenn der 15jährige zu seinem 75jährigen Papa Opa sagt.

higher
00

genug und das hat nicht nur Nachteile

adisch
01
22.1.2008, 21:40

das poese patriarchat macht auch das moeglich?

higher
00

Kinder über 60?

Ist auch eine wahnsinnige Herausforderung für Männer, oder?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.