Feindbild sind die dummen Männer

14. März 2008, 12:17
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Thea Dorn befragte Frauen zu Feminismus, Geschlechter- Verhältnissen und anderen nach wie vor gegenwärtigen Problemen

"Alle Texte und Gespräche in diesem Buch haben gezeigt: Der F-Klassenfeind weltweit sind nicht die Männer. Es sind die dummen Männer, wie Marie von Ebner-Eschenbach bereits vor hundertfünfzig Jahren erkannte", schreibt Thea Dorn als Resumée ihres Buches "Die neue F-Klasse. Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird". Allerdings gäbe es einen zweiten mächtigen F-Klassenfeind: Die dumme Frau.

Zu diesem Ergebnis kam die Autorin aufgrund von ausführlichen Interviews mit elf erfolgreichen und bewussten Frauen über Gesellschaft und Politik im Allgemeinen, über den Spagat Beruf und Kind(er) sowie über Geschlechterverhältnisse im Besonderen und welche Strukturen für die Zukunft wünschenswert wären.

Dabei hat sich vor allem gezeigt, dass der Begriff Feminismus bestenfalls zu einem Modewort und schlimmstenfalls zu einem Schimpfwort verkommen ist. Seine inflationäre und folglich seiner ursprünglichen Bedeutung entleerte Verwendung lässt ihn beispielsweise in Konnotationen wie der Frage "Ist Feminismus noch sexy?" oder in Suggestionen des gesellschaftlich Irrelevanten, Unappetlichen und Obsoleten in Erscheinung treten.

Ein Dilemma, in dessen Folge auch so manche unabhängige und intelligente Frau davor zurückschreckt, diese Bezeichnung für sich selbst anzuwenden. "Was aber bleibt, wenn 'Feministin' einen unerwünschten Überbau mit sich herum schleppt und 'Karrierefrau' ein Wort ist, bei dem Frau sofort den Revolverziehen möchte?", fragt Thea Dorn in Erörterung eines in ihrer Ideologie passableren Begriffs, den sie im Terminus "Klasse-Frauen" gefunden zu haben glaubt: "Frauen, die neue Wege zwischen Feminismus und Karriere gehen".

Obwohl dieser Diskurs seit zehn oder sogar schon zwanzig Jahren geführt wird und daher alles andere als neu ist, und gleichzeitig die Gefahr besteht, feministische Politiken weiter auszuhöhlen und so zu tun, als wären sie nicht mehr von Nöten - wobei erwiesenermaßen das Gegenteil der Fall ist - erweist sich das vorgestellte Buch als durchaus interessanter Beitrag zur Diskussion, wo Frauen heute stehen. (dabu/dieStandard.at, 13.02.2008)

 

Thea Dorn:
Die neue F-Klasse
Wie die Zukunft von Frauen gemacht wird
Piper Verlag 2007
ISBN-10: 3492049036
Euro 14,90

 

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Roland S.
14.02.2008 03:40
Wer Feindbilder hat, der hat mehr Probleme als bloß ein Feindbild.

presonic
14.02.2008 19:46

wer sich angesprochen fühlt, fühlt sich angesprochen. die frage ist warum.

Mac Smith
22.02.2008 12:22
Sie haben wohl Recht.

Nur: warum fühlen Sie sich von Rolands Post genötigt zu antworten...

presonic
23.02.2008 12:25

es hat mich so in den fingern gejuckt. ;-)))

adisch
15.02.2008 10:35

wer staendig fragt, darf sich ueber (entsprechende) antworten nicht wundern.

Alfonso Donalonso
19.02.2008 18:37

Da habens aber viel über dich geschrieben in dem Artikel?:)

Antimonetarier 
13.02.2008 21:49
genau!

alle die nicht meiner meinung sind, halte ich ab sofort für dumm!
und, die zukunft sollte doch nicht den dummen menschen geschenkt sein!
am besten wärs, wenn dumme leute auch gleich vom wahlrecht ausgeschlossen werden, oder?

presonic
14.02.2008 19:48
die demokratie ist halt nur die beste aller schlechten regierungsformen.

oft eine herrschaft des pöbels.

allerdings: wer die gleichberechtigung der geschlechter nicht für gut hält, ist in meinen augen mehr als nur dumm.

Antimonetarier 
14.02.2008 20:46
ich halte gleichberechtigung

für weder gut noch böse, sonderen für selbstverständlich!

presonic
19.02.2008 16:46
und was halten sie dann von menschen, die die gleichberechtigung nicht für selbstverständlich erachten?

Antimonetarier 
20.02.2008 22:10
ganz einfach,

die sind mir unsympathisch -
aber damit will ich nicht sagen dass ich es nicht auf eine diskussion anlegen würde, in der sie mir besser eine begründung für ihre denkweise liefern sollten..

menschen mit außergewöhnlichen, fragwürdigen, radikalen denkmustern finde ich prinzipiell interessant -
wer seine meinung allerdings nicht argumentieren kann, den ignoriert die welt.

Alfonso Donalonso
19.02.2008 18:38

Man kann nur was gleich berechtigen, wenn es dafür einen Grund gibt. Da aber das Gegenteil gar nicht vorhanden wäre, würde man es nicht akzeptieren, manifestiert ja der Kampf um die Gleichberechtigung genau das Gegenteil vom Erwünschten.

presonic
20.02.2008 09:23

und sklaverei war ihrer meinung nach auch richtig und natürlich?

Alfonso Donalonso
21.02.2008 14:04

Es müssen auch Sklaven nicht zum Arzt, weil sie von anderen unterdrückt werden und daher sind nicht die Sklaven als Phänomen zu behandeln, sondern die echten Symptome des Phänomens der Unterdrückung, aber das verstehen Sie ja nicht.

presonic
21.02.2008 14:59

warum sollte ich das nicht verstehen.
was sind für sie die echten symptome des phänomens unterdrückung und wie wollen sie die beseitigen?

Alfonso Donalonso
21.02.2008 15:13

Wenigstens sollte man nicht dauernd Slaven und Frauen zum Thema machen, sondern die Ursachen und Erscheinungsformen, Lösungsansätze, Projekte zur Verbesserung der Situation. Aber was red ich mit einem, der alles tun würde, egal wie unmoralisch oder nicht, dass er seine Ziele erreicht.

presonic
21.02.2008 15:43

manchmal kann ich nicht nachvollziehen was sie meinen. z.b. mit dem letzten satz.
übrigens: ich bin eine. nicht einer.

ich bitte nun um die beantwortung meiner vorigen frage. mich interessiert wirklich, wie sie das machen würden.

sklaven und frauen bei dem thema in einen topf zu werfen, passt allerdings, denn beide wurden jahrhundertelang zu unrecht aufgrund ihrer hautfarbe oder ihres geschlechtes unterdrückt (und werden es heute noch)

Alfonso Donalonso
23.02.2008 07:52

Oft sogar einer Minderheit über eine Mehrheit.

Alfonso Donalonso
22.02.2008 10:44

Liebe FrauIN Presonic,
Machtausübung einer Mehrheit zu Ungunsten einer Minderheit ist wirklich ein interessantes Phänomen, das man gar nicht genug erforschen kann. Es gibt ja auch wissenschaftlich Ansätze, was man dagegen tun kann, aber ein wichtiger Aspekt daran scheint auch der destruktive Gehorsam zu sein. Wieso organisieren sich die unterdrückten Minderheiten nicht rascher und besser? Lehnen sich nicht genug auf? Nehmen alles über so lange Zeit hin? Wieso verhalten sich Menschen überhaupt so destruktiv? Auch wenn es wer nahe legt?

presonic
23.02.2008 12:24
was bitte ist eine frauIN?

frauen wehren sich seit den 70er jahren massiv gegen die unterdrückung. auch sklaven haben sich teils jahrzehntelang wehren müssen.
wir frauen sind nur auf dem papier gleichberechtigt, genau wie die schwarzen in amerika (und daran wird nicht mal obama was ändern können, sollte er präsident werden, oder hilary)

jumpingjack flash
23.02.2008 17:48

stimmt, denn wenn clinton gewinnt sind heisst das das die schwarzen weiterhin so unterjocht sind dass sie keine chance auf ein präsidentenamt haben. wenn obama gewinnt zeigt das dass die frauen so unterdrückt sind dass sie keine chance haben präsidentin zu werden - der vorteil - sie behalten in jedem falle recht: alle sind unterdrückt.

Pflichten, Pflichten, Pflichten
24.02.2008 18:04

Aber beide vertreten die Gruppen, die sicher am meisten unterdrückt werden und ich denke, Obama vertritt schon diejenigen, die am meisten unterbuttert werden von der bisherigen Regierung. Auch das erklärt aber absolut nicht das Phänomen, dass schwarze Frauen in den USA nichts gegen ihren Zustand tun können /nicht auf einzelne Personen bezogen, sondern als Kategorie betrachtet. Soziale Ungerechtigkeit ist wirklich einen ernsthaften Gedanken wert.

presonic
24.02.2008 17:31

haha. das haben sie jetzt aber schön erklärt! ;-)

Pflichten, Pflichten, Pflichten
25.02.2008 16:54

Haha, aber Sie interessiert auch das nicht, geschweige denn, dass Sie es auch nur in Ansätzen verstehen würden. Wie gesagt, Sie sind der Protoyp von Mensch, von dem Fromm spricht. Vielleicht lesen Sie da mal nach.

presonic
25.02.2008 16:56

was mich wirklich nicht interessiert, sind sinnlose postings von irgendwelchen gscheithaferln, denen die grundlagen für eine diskussion fehlt.

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