Eine "Frauen ausmerzende Sprache"

9. März 2008, 17:00
jon hrusa
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Susan Sontag
amerikanische Schriftstellerin


"Die Grammatikregeln wollen, dass das Männliche stärker ist als das Weibliche und der homme (Mann) repräsentiert die gesamte Menschheit: les hommes (im Frz. 'Männer' und 'Menschheit')".
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was müssen diese armen frauen nicht alles erlebt haben, um so zu werden ... niemand wird paranoid geboren.
die forderung nach einer "feminisierung" der sprache beruht meist auf einer profunden unkenntnis der sprache; und von allem, was man nicht versteht, fühlt man sich angegriffen (das gilt natürlich nicht nur für frauen, sondern auch gür männer). ein ausweg aus dem "gender-dilemma" wäre es, das bildungssystem zu verbessern, um solche angstbeißreflexe bildungsferner frauen zu vermeiden.

Sexus =/= Genus

Die reaktionen der männer beweisen mir einmal mehr, wie ungern sie auch heute noch frauen in der sprache sichtbar machen wollen.
Dafür beschäftigen sich einige umso lieber mit dem äußeren erscheinungsbild von frauen und meinen, dieses hämisch bewerten zu müssen. Einfach ekelig und frauenverachtend.
"Fragen sie ihren arzt oder apotheker" - ein standardsatz i.d.fernsehwerbung - deutlicher kann mann die sprachliche `ausmerzung von frauen` nicht betonen.
Daß die `gerechte` sprache längst nicht überall gehandhabt wird, zeigt mir z.b. `amazon-online-buchhandel`in deutschland, hier werden alle schriftstellerinnen aus `autor` bezeichnet. Scheint bislang i.d. übersetzung niemanden aufgefallen zu sein, daß es auch autorinnen gibt

http://www.ulrichdevries.de/frauensprache.html

Interessanterweise wird auf die Argumente in diesem Artikel (in dem Frau Pusch nicht sehr gut wegkommt) in keiner Weise eingegangen. Ich würde mir wünschen, daß Sie, werte Standard-Redaktion, die alten Argumente nicht immer stur und gebetsmühlenartig wiederholen, sonder darauf einmal eingehen!

zu Bild 5

"Die Sprache, die wir von unseren Vätern gelernt haben, ist eine Frauen ausmerzende Sprache".

Nur: warum heißt sie dann die MUTTERSPRACHE ???

Also auf Bild 2 habe ich gemient

auf's erste einmal den Hermes Phettberg zu erkennen. Hab' dann aber gelesen, dass er jetzt Susanne Sonntag heißt. Auch ned unoriginell...

Ich dachte an Winnetou.

danke für die illustration eines klischees!

wenn männer inhaltlich nichts drauf haben, unternehmen sie den lächerlichen versuch, frauen über äußerlichkeiten herabzuwürdigen.

armseligst!

Min frouwe ist ein ungenedic wib

(W.v.d.Vogelweide)

Früher war NIGGER auch ein Okay Ausdruck

heute nicht mehr
heut sagt man nicht einmal mehr Neger - sondern Schwarze, oder Afroamerikaner, oder Schwarzafrikaner

weil diese Bevölkerungsgruppe so angesprochen werden will.

Und ich möchte als Bürgerin, Technikerin, Eigentümerin, Fahrerin, Kollegin, Freundin etc. angesprochen werden.

Und ich werde weiter drauf bestehen - auch wenn mir noch hunderte Leute mit Brühlmeier daherkommen.
Wenn ich sage Feuerwehrmann sage entsteht im Kopf ein anderes Bild als wenn ich sage Feuerwehrfrau.

"... wenn ich sage Feuerwehrfrau"

Dann denkt man daran, dass man neben jede Feuerwehrfrau einen Feuerwehrmann als Assistenten stellen muss. http://tinyurl.com/3al3t5

Sie denken?



Auweh...müder schmäh.

Und da heißt es Mädchen wären sprachlich besonders wendig...

Sie haben Recht - war ein müder Schmäh

da sehen Sie mal wie bescheiden Klischees sein können.

Sie haben recht, ist hier völlig unnötig.

vor allem für Sie

Geschätzte Bürgerin, Technikerin, Eigentümerin, Fahrerin, Kollegin, Freundin etc., sonst alles dufte?

Nein, gar nicht

aber das sind andere Themen - hier geht es um Sprache.

oiso der grünwald sagt immer "schwoaze afroafrikaner afrikanischer herkunft" ;-)

Zum Teil "Arbeitsplatzbeschaffung" für Wirre

Wären Feministinnen Männer; zu einem großen Teil wären sie unbekannt und unbedeutend. In vielen Fällen würden sie wohl aufgrund anderer wirrer Ideen und Meinungen belächelt werden.

Aber da sie Frauen sind, sind sie so wenigstens nicht völlig arbeitslos.

Die Ansichtssache ist ein gutes Beispiel. Neben durchaus richtigen Aussagen finden sich auch einige ausgeprägte intellektuelle Schwachheiten.

In aller Bescheidenheit mein Standpunkt zur leidigen Sprachdebatte:

Um Himmels willen, redts und schreibts wie ihr wollt. Aber BITTE keine weiteren Schritte in Richtung Unleserlichkeit a la Binnen-I, Schrägstriche und Klammern!

Warum nicht einfach einmal die weibliche, einmal die männliche Form verwenden, z.b. kapitelweise? Beispiel: Eine Wohnbroschüre der Hochschülerschaft. Im ersten Teil mit dem Thema Mietwohnungen ist es eben "der Mieter". Im zweiten Teil über Eigentumswohnungen ist es eben "die Bewohnerin". Das funktioniert hervorragend. Beispielsweise ist das Regelwerk zur vierten Edition des deutschen Rollenspielssystems "Das Schwarze Auge" so verfasst. Entspannend zu lesen, gleichberechtigt bis zum A****!

Ich fände die verwendung diehauptsächliche verwendung

des übersehenen geschlechts spannend.
die politikerinnen
die wissenschaftlerinnen
die hausmänner
die hebammer
....
je nachdem!

Lieber Helge,

wenns bloss so wäre, dass Männer das abwechselnd beherrschen wuerden, aber die prinzipielle Weigerung mit dem abstrusesten Argumenten macht diese Sache erst so richtig heiss.

Ansonsten wäre abwechselnd nicht blöd, aber abwechselnd heisst dann dennoch in den meisten Fällen die männliche Form und einmal halt pro forma die weibliche. Das ist einfach zu wenig.

v.a. das diskriminiert je nach satz wen anderen.
der feminismus will aber das die diskriminierung in jeder richtung aufhört. (deshalb mag ich auch die beamtInnen nicht, weil ich kein weiblicher macho bin und die männer genausowenig diskriminieren will.)

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