Ein Drittel der Hysterektomien unnötig

7. März 2008, 14:22
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    Ökonomische Gründe desöfteren noch immer im Vordergrund

ExpertInnen-Kritik: Methode der Embolisation wäre schonender, wird jedoch selten angeboten

Wien - Ein offenbar veritables Versagen des Gesundheitssystems stellt die Häufigkeit der Entfernung des Uterus durch die GynäkologInnen bei Frauen dar, die an Myomen - also gutartigen Tumoren der Gebärmutter - leiden. Verschiedenste Symptome und schwerste Blutungen können die Folge sein. Victoria Norton, die eine Selbsthilfegruppe (forum myome) aufgebaut hat, bei der ECR-Pressekonferenz: "Solche Myome sind sehr häufig. Sie können einen furchtbaren Effekt auf die Lebensqualität der Patientinnen haben. Jeden Tag wird hier Tausenden von Frauen in Europa mit der Hysterektomie deshalb der Uterus entfernt. Es gäbe die schonendere Methode der Embolisation. In Deutschland wurden im Jahr 2005 rund 99.000 Hysterektomien wegen Myomen durchgeführt. Aber nur 3.000 bis 4.000 Frauen erhielten die Embolisation."

Tumore schrumpfen, Symptome verschwinden

Mit der bereits 1989 entwickelten schonenderen Methode werden über einen Katheter in die Arterien, welche die Myome mit Blut versorgen, Kunststoffpartikel eingebracht, welche die Blutgefäße verstopfen. Daraufhin schrumpfen diese gutartigen Tumoren, die Symptome verschwinden." Der Grund, warum offenbar zu wenigen Betroffenen diese Methode angeboten wird, liegt offenbar darin, dass die Patientinnen zumeist zunächst zu GynäkologInnen kommen. Und die setzen zumeist traditionellerweise auf die Mittel ihres Fachgebietes, welche nicht jene der modernen Radiologie sind. Victoria Norton: "Das ganze ist auch ein ökonomischer Faktor."

Nur für ein Drittel notwendig

Jean-Pierre Pelage, Radiologe an einem gynäkologischen Zentrum in Boulogne in Frankreich, wendet die Embolisation routinemäßig für geeignete Patientinnen an: "Ich schätze, dass von hundert Betroffenen (mit Notwendigkeit eines Eingriffs, Anm.) für ein Drittel die Hysterektomie, für ein Drittel laparoskopische ("Schlüsselloch-Technik", Anm.) Methoden mit Erhaltung des Uterus und für ein Drittel für die Embolisation die beste Methode wäre. Aber wir sind noch weit davon entfernt." Laut dem Präsidenten der Österreichischen Röntgengesellschaft, Gerhard Mostbeck, dürfte die Situation in der Alpenrepublik jener in Deutschland weitgehend entsprechen: Zu viele Hysterektomien auf der Gynäkologie, weil die RadiologInnen nicht zurate gezogen werden. (APA)

Ines Armand
00
10.3.2008, 14:22

Also ich wär froh, wenn ich das Ding los wär. Auch ohne Myom

Lectrice
01
11.3.2008, 21:40

Sie wissen nicht, was Sie sich da wünschen!

siliconvalley
04
Mit der bereits 1989 entwickelten schonenderen Methode

und noch immer weiss man in der Gynakologie nicht genuegend Bescheid um den Frauen diese wenig invasive Methode anzubieten?
Besser grosse OP und 1 Woche Krankenhausaufenthalt, nicht zu vergessen die Schmerzen, das OP/Narkoserisiko... von den Kosten (und Folgekosten) fuer die GKK ganz zu schweigen.

Eigentlich ein Wahnsinn.

hexe caracas
00
ich will niemandem was unterstellen

aber nur "Übung macht Meister" und wir wollen ja alle gut operiert werden

Black Widdow
04
Nu freilich

die Anzahl der Hysterektomien ist noch immer!!!! ein Qualitätskriterium bei Bewerbungen von Gynäkologen für höhere Posten.

Kathi1609
 
05
versteh ihr argument nicht!

was ändert eine "gute" UNNÖTIGE op daran, dass frau ohne gm dasteht???? vielleicht den kinderwunsch begraben kann. die psychischen probleme, hormon-veränderungen, die das risiko von herz-kreislauf-erkrankungen, osteoporose ... erhöhen.
das nötige drittel soll die beste chirurgische versorgung haben, natürlich. aber wir reden hier von zwei dritteln, die verfrüht ein organ hergeben müssen, weil bei ärztInnen erst jetzt ein umdenken einsetzt, dass der uterus (auch nach kindern) kein überflüssiges organ ist.
dieselbe problematik existiert bei endometriose, auch hier wird oft zu früh zu viel entfernt, auch eierstöcke. eine gute op behandelt die krankheit, und schneidet nicht nur organe raus! frauen brauchen bessere infos und ärzte, nicht nur ops

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