
Schon viele Werbungen haben sich an der weiblichen Sexualität versucht, wollten sie beschreiben, einfangen, zähmen, abschaffen oder gar für ihre Verkaufsinteressen missbrauchen!? Die Werbeagentur Demner, Merlicek und Bergmann wildert besonders gern in diesem Themenpark, wie der TV-Spot für die österreichische Volksbank aktuell wieder einmal beweist.
Kennen Sie das Logo derselben? Mit Sicherheit, denn es prägt seit Jahrzehnten das Bild vom österreichischen Dorf. Das V-Logo müsste aber vielmehr sein heutzutage, dachten sich Geldgeber und Kreative, es könnte ja auch wie ein Schmetterling fliegen, mit den V-Flügeln schlagen und die Message der Volksbank durchs Land tragen ... ein viel schöneres Bild.
Völlig frei dürften sie aber auch nicht fliegen, denn der "Starterkredit", den es hier zu bewerben gilt, ist sicher nicht für jeden Start zu haben. Um also keine falschen Hoffnungen aufkommen zu lassen, haben sich die Kreativen gleich um den geregelten Flügelschlag der V-Schmetterlinge gekümmert: Sie entweichen einer Frau aus der Hand, die auf ihrem Bett liegt, über ihr ein Mann (das nur der Vollständigkeit halber ...), flattern ins Esszimmer, wo sie sich kurz zu einem Kinderhochstuhl formieren und dann weiter in den Garten, wo sogleich eine Kinderschaukel samt Kind aus dem Schmetterlingsschwarm entsteht.
Da kann frau ja getrost kommen. Was sich in einer Frau abspielt, wenn sie einen Orgasmus hat, ist mit Sicherheit nicht leicht darzustellen. Fix ist nur, dass diese abgeschmackte Inszenierung eines Schmetterlingsballetts besonders wenig damit zu tun hat. Die Zitrone gebührt dem biologistischen Untersatz! (Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 18.3.2008)
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Öh. Ich kann ja viele Zitronen nachvollziehen, diese aber beim besten Willen nicht. Hab den Werbespot eigentlich immer so aufgefasst, dass besagtes Pärchen einen Kinderwunsch hat, sich diesen erfüllt (oder halt hofft, dass er sich grad erfüllt) und dann bei der Volksbank einen Kredit aufnimmt, um sich Kinderzimmer, -möbel und Spielzeug leisten zu können :) Na ernsthaft, da gibt's Werbespots, die nerven mehr bzw. hätten eine Zitrone eher verdient. Aber spannend, wo man überall was reininterpretieren kann :)
Ein Paar beim Sex, offenkundig beidseits Kinderwunsch, der geht dann in Erfüllung und Schluss. Kitschig meinetwegen, vielleicht zu intim, dazu natürlich die ewige Kommerzialisierung des Privaten, aber das war´s auch schon.
http://www.youtube.com/watch?v=dFQx94taqbs
Und das kann man also keinem gönnen, dass er/sie gerne Kinder kriegt? Dass er/sie, wenn also nicht verhütet wird, beim Sex vielleicht auch mal einen Moment lang gerne daran denkt, dass sie vielleicht gerade ein Kind zeugen?
Niemals! Da muss fleißig diffamiert werden ("biologistisch", "abgeschmackt", wäh), weil man sich das selber nicht vorstellen kann und der feministische Meinungstotalitarismus für alle gelten muss.
Ihr tut´s mir echt schon leid.
"This video has been removed due to terms of use violation."
Diese Werbung ist meiner Ansicht nach auch nicht sexistisch: da gebe ich Ihnen, als eine, die sich oft genug über sexistische Werbung, ärgert, recht. Nicht Ihrer Meinung bin ich darin, dass Feminismus Meinungstotalitarismus ist. Im Gegenteil, die eine Feministin findet diese werbung sexistisch, die andere (ich z.b.) nicht... (schlecht finde ich sie schon, aber das gehört nicht hierher)
ma wie langweilig.
ich mach hier mal einen vorschlag.
ein liebes, nettes, kleines firefox-addon:
"binnen-i be gone"
https://addons.mozilla.org/de/firefo... addon/6822
filtert alle *Innen und co aus dem text, damit sowas wie "BenutzerInnenOberfläche" nicht mehr gelesen werden muss. absolut zitronenwürdig. wär allerdings auch ne super werbung dafür... ;)
Ich weiß nicht ob es dem Sinn der "Zitrone" zuträglich ist wenn man immer wieder derart konstruierte Geschichten hier reinstellt, während viel offensichtlicher sexistische Kampagnen nicht erwähnt werden (Die Sache mit den Putzfrauen für die Mundhygiene ab ich schon bei der letzten Zitrone mal erwähnt).
Dass mit einem Kinderwunsch eine Frau mitassoziert wird mag vielleicht biologistisch sein, ist aber aufgrund gewisser biologischer Zwänge für den Betrachter leichter zu erfassen als wenn die Vs aus den Unterlagen für eine Adoption herausflattern würden.
Derzeit gibt es Werbung von - ich glaube - KIKA, wo die Frau davon träumt die Wohnung neu einzurichten und alle Möbel aus dem Fenster wirft. Zum Schluss wirft sie noch den Mann auf den Möbelschrotthaufen.
Stellen wir uns diese Werbung mal mit vertauschten Rollen vor.
Werbung arbeitet mit Klischees, manchmal funktioniert das, meistens nicht. Aber die Zitronen, die auf einem Auge blind sind, erweisen Frauen, die ernsthaft an Gleichstellung arbeiten, einen Bärendienst.
stimmt - wobei zitronen in jeder richtung m.m. nach peinlich sind - da gehts oft um ironie, witz, satiere - und da ist halt mehr erlaubt.
ich glaub frau atzinger sprach kürzlich die situation in zürich an - wenn man sich die stellungnahmen der kommission dort durchliest - ich finds letztlich lächerlich.
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