Europarat stimmt für "Recht auf Abtreibung"

16. April 2008, 18:15

Bericht der SPÖ-Abgeordneten Wurm angenommen: Abbruch soll in allen Mitgliedsstaaten straffrei werden

Straßburg - Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat sich mehrheitlich für ein "Recht von Frauen auf Abtreibung" in allen 47 Mitgliedsländern ausgesprochen. Die ParlamentarierInnen forderten laut Kathpress am Mittwoch in Straßburg, der Schwangerschaftsabbruch müsse in allen Mitgliedsstaaten straffrei gestellt werden - auch in jenen, wo dies bisher nicht der Fall war.

Die Parlamentarische Versammlung billigte mit 102 Ja-Stimmen, 69-Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen den Antrag der österreichischen sozialdemokratischen Parlamentarierin Gisela Wurm. Änderungsanträge wurden durchgängig mit einer Zweidrittelmehrheit abgelehnt.

Autonomie respektieren

Die Europarats-ParlamentarierInnen plädierten dafür, Frauen eine effektive Ausübung ihres "Rechts auf risikofreie und legale Abtreibung innerhalb angemessener Fristen" der Schwangerschaft zu ermöglichen und die "Autonomie" der Wahl der Frauen zu respektieren. Sie verlangen Sexualaufklärung und unbeschränkten Zugang zu Verhütungsmitteln, um die Zahl unerwünschter Schwangerschaften zu reduzieren.

Dass in vielen Ländern "zahlreiche Einschränkungen" den Zugang zu "risikofreien, erschwinglichen und angemessenen Schwangerschaftsabbrüchen" erschweren, löse "Besorgnis" aus, hieß es in der Resolution der Mehrheit. Auch in Staaten, in denen Abtreibung legal sei, seien die Bedingungen nicht immer erfüllt, um Frauen Zugang zu ihrem "Recht auf Schwangerschaftsabbruch" zu gewährleisten.

KritikerInnen missen Rechte ungeborener Kinder

Vor allem RednerInnen aus Irland, Polen und Malta wandten sich gegen den Bericht. Sie machten unter anderem geltend, das Lebensrecht ungeborener Kinder komme in dem Bericht überhaupt nicht vor. Unterschiedliche Traditionen der Europarats-Staaten würden nicht in Betracht gezogen.

Kontra

Die BefürworterInnen meinten dagegen, Abtreibungsverbote verhinderten nicht Schwangerschaftsabbrüche, sondern führten nur zu riskanteren Abtreibungen. Mehrere RednerInnen warfen der katholischen Kirche und anderen Religionsgemeinschaften vor, neue Einschränkungen beim Schwangerschaftsabbruch durchsetzen zu wollen. (APA)

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Katholik
00
Traurig

Lichtfreak
21
24.4.2008, 17:45
Liebe Katholiken und Lebens"schützer"

MEIN Glaube sagt, dass der Gottesfunke nicht bei der zeugung in den Körper kommt.

Da wir Glaubensfreiheit haben, möchte ich nicht, dass ihr mir euren Glauben mittels gesetz aufzwingen könnt.

Wenn IHR weder verhüten noch abtreiben wollt, dann ist das euer Ding und euer gutes Recht!

Sollte ich mit meinem Glauben falsch sein, dann wird mich Gott oder Jesus richten - also werd ich meine Strafe erhalten.

Was wollt ihr also den anderen Menschen euren Glauben aufzwingen?

pman
 
00
11.6.2008, 22:57
Glaube?

Wie immer wird ein wichtiger Player in diesem Spiel vergessen: das Kind!
Wer fragt das Kind, ob es nicht vielleicht doch leben will?
Allein aus diesem Grund kann man doch nicht auf ein "Recht" auf Abtreibung sprechen!

Dr. B
00
25.4.2008, 09:38

Diese Argumentation läßt sich leider auf alles anwenden.
Z.B.: Ich glaube, dass Menschen sich nicht von Tieren unterscheiden und dass ich sie deshalb töten darf um sie zu essen.
Sollte ich falsch liegen, wird Gott mich strafen. Warum wollt ihr mir deshalb euren Glauben aufzwingen.

Dieses Beispiel habe ich gewählt, da es durchaus kannibalisch lebende Menschengruppen gab und wahrscheinlich noch gibt. Sollten wir hier in Österreich deshalb jedem die Möglichkeit geben, alles zu tun (inklusive andere Menschen töten und essen)?

Laut Ihrer Argumentation lautet die Antwort: JA

emanze c
01

Die beiden Fälle lassen sich nicht vergleichen.
Tötung eines Menschen aus was auch immer für einem Grund - Verweigerung des aktiven Beitrags, einen Menschen im eigenen Körper heranwachsen zu lassen, mit damit verbundenen Risken, Beschwerden, Opfern.
Allein der Punkt "im eigenen Körper" zeigt, dass es eben nicht um 2 sich gleichberechtigt gegenüberstehende menschliche Wesen geht, sondern hier die Entscheidung das *eigene* Leben, den eigenen Körper betrifft - eine Aufoktroyierung durch die Gesamtgesellschaft hieße, einen Menschen zum Austragen eines Anderen zu instrumentalisieren, unvereinber mit der Würde jedes Menschen.
Einen Kannibalen instrumentalisieren Sie in keinster Weise, wenn Sie ihm nicht erlauben, andere Menschen zu verspeisen.

Dr. B
00
14.5.2008, 10:46

Ich bin hier auch nicht auf die Frage der Vergleichbarkeit eingegangen (obwohl ich persoenlich gegen Abtreibung bin), sondern lediglich auf die Argumentation von Lichtfreak. Diese Argumentation ist eine Entschuldigung jedweden Verhaltens, da lediglich mein "Glaube" der Richtwert ist. Dementsprechend sind alle Menschen freizusprechen die jemanden anderen umbringen, da sie ja glauben, dass dieser Mensch es verdient hat zu sterben.

Black Widdow
10
25.4.2008, 23:13
Kannibalismus ist aber keine Glaubenssache - oder hab ich da im Religionsunterricht was versäumt?

Dr. B
00
28.4.2008, 11:38

In vielen Fällen durchaus. Ein Beispiel dafür wäre der Glaube, dass dadurch die Kraft des geopferten auf den Essenden übergeht. Es handelt sich dabei nicht um die institutionelle Religion auf die sich beziehen, aber sehr wohl um einen Glauben.

Ausserdem ist Kannibalismus natürlich nur ein Beispiel. Die Gläubigkeit in eine (entartete) Naturwissenschaft (Stichwort Rassenlehre) bildet die Grundlage für den Tod oder die Zwangssterilisation von Millionen Menschen.

Es gäbe viele Beispiele, aber in allen Fällen würde die obige Argumentation die Täter schuldfrei stellen, da lediglich die eigene Ansicht (der eigene Glaube) den Richtwert darstellt.

Black Widdow
00
Genau deshalb haben religiöse Vorstellungen bei der Gesetzgebung nichts verloren.

Dr. B
00
14.5.2008, 10:54

Es geht hier nicht um Religion, sondern um Glauben. Und ein solcher ist inherent in unserer Gesetzgebung enthalten.

Zur Illustration: Warum ist es falsch einen Menschen zu toeten? Biologisch betrachtet sterben wir alle einmal und es macht keinen Unterschied fuer diese Welt ob jetzt oder in 70 Jahren. Laut Evolutionstheorie sind wir ein Zufallsprodukt und es wuerde fuer das Universum kein Schaden sein, wenn keine Menschen mehr existierten. Allein die Ethik (die in Europa massgeblich von der christlichen Religion gepraegt ist) gibt einem Leben einen extra Stellenwert.

Abschaffung des Glaubensinhaltes bedeutet ebenfalls Abschaffung der Ethik, da diese gleichfalls ein Glaube ist (und keine Wissenschaft).

Kuldip K.
 
31
22.4.2008, 11:34
Umbenennungs-Vorschlag:

anstatt EUROPARAT
nunmehr EUROPAHOCHVERRAT

nina yankow
00
23.4.2008, 00:51

wer von "strengen kammern" und "gottpriestern" schreibt, sollte sich besser einen therapeuten suchen, statt über längst fällige beschlüsse zum selbstbestimmungsrecht der frau meckern.

Kuldip K.
 
00
ABER:

wer jahrzehntelaaang "strenge kammern" und "gottes schweinepriester" verschweigt, sollte sich besser eine therapeutIn suchen, statt längst fällige beschlüsse zum selbstbestimmungsrecht des KINDES aufzuhalten .

Black Widdow
00
22.4.2008, 13:32
Diese Platte hatten wir doch schon mal.

Katholik
144
18.4.2008, 18:08
Abtreibung ist ein

Brandopfer für den Satan. Er reibt scih die Hände und tanzt vor Freude.
Und unserem Herrn Jesus Christus schmerzt es wie bei seinem Tod am Kreuz und leidet jedes Mal, wenn ein ungeborenes, unschuldiges Kind zu Tode gemartert wird.

little tiny farts
 
11
20.4.2008, 22:38
nein.


zu tode gemartert? ein kind? (also man unterstellt uns da dinge...)
apropos: vielleicht die ru 486? über die (apo)theke?

presonic
25
20.4.2008, 18:57

no, dich hams aber schön indoktriniert.... wennst a therapie brauchst, meldest dich, gell?

emanze c
00

Sind Sie TherapeutIn?

A.B. Artig
 
22
20.4.2008, 14:02

Es gibt gute Behandlungsmethoden, im Notfall gibts sogar Seelsorger, die ein wenig die Not lindern können.

wipogei
12
19.4.2008, 21:40
trollig

a.jones
22
19.4.2008, 20:01

oh mann - sie glauben echt noch an den teufel? und sie dürfen wählen? mindboggling.

T.K.S.
32
21.4.2008, 19:40
wenn sie nicht an die existenz des teufels glauben,

tun sie mir leid.
dann sind sie ihm (dem teufel) nämlich auf den leim gegangen.
das ist ja sein schmäh - so zu tun, als gäbe es ihn gar nicht.

Black Widdow
11
27.4.2008, 16:27
Und was für Konsequenzen hätte das für mich?

Wo kommt das Teufelchen mit dem Bratspiess?

Verdammt Coole Schreckschrauwe
35
19.4.2008, 13:19
und schon wieder eine Mitteilung von HLI und Co

Ihr Armen im Geiste, es reicht wohl nicht, dass ihr täglich vor den Abtreibungskliniken exorziert, wie die leibhaftige Inquisition.
Schade nur, dass ihr eure Scheiterhaufen noch nicht ungehindert aufschichten könnt für alle, die nicht mit euch sind, was?

die rote baronin
47
18.4.2008, 19:36

Der Vater von Jesus (bzw. er selbst nach dem Dreifaltigkeitsverständnis) hat damals in Ägypten Kinder getötet (u. a.) obwohl gerade er z. B. die Möglichkeit hatte, die Ägypter einfach unfruchtbar zu machen. Eines von vielen Beispiel, wo der biblische bzw. christliche Gott am Tod andere Schuld hat (hier in der Fiktion, bei anderen sein Konstrukt im Realen). Selbst seinen Sohn hat er ans Kreuz nageln lassen (nach der Lehre) - also bitte. Hören Sie nicht darauf, was die Pfaffen oder irgendwelche Leute vor hunderten/tausenden Jahren sagen/sagten, sondern denken Sie selbst.

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