"Meine Kindheit endete, als ich fünf war"

23. April 2008, 07:00
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    mario anzuoni
    Shirley Temple bei ihrer Auszeichnung beim "12th annual Screen Actors Guild Awards in Los Angeles" im Jahr 2006.
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    a9999 db
    Und auf einem Foto aus den 1930er-Jahren

Shirley Temple, Kinderstar der 30er-Jahre, feiert am 23. April ihren 80er- In späteren Jahren war sie politisch aktiv - ein Porträt zur Erinnerung

Blondgelockt, pausbäckig, schmollmundig süß eroberte Shirley Temple als vierjähriger Filmstar die Herzen. Die Tochter einer Näherin und eines Bankangestellten war in einer Tanzschule entdeckt und innerhalb eines Jahres zum Star gemacht worden. Kassenschlager wie "Armes, kleines reiches Mädchen", "Die kleine Prinzessin", "Heidi" und "Rekrut Willie Winkie" brachten ihr noch vor dem Besuch der Volksschule einen Ehren-Oskar ein: "In dankbarer Anerkennung für ihren herausragenden Beitrag zur Filmunterhaltung während des Jahres 1934".

Bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr hatte Shirley Temple an die vierzig Filme gedreht. Im Alter von neun Jahren hatte sie bereits ein höheres Jahreseinkommen als der Präsident von General Motors bezogen. Dann aber ging es mit ihrer Karriere genauso schnell bergab wie es aufwärts gegangen war.

Ihre letzten Versuche, im Filmgeschäft weiter Fuß zu fassen - 1946 mit dem Streifen "So einfach ist die Liebe nicht" und 1948 mit "Fort Apache - Bis zum letzten Mann" - scheiterten. Genauso wie ihre Ehe mit dem Schauspieler John Agar. Mit ihrem zweiten Ehegespons, dem Geschäftsmann Charles A. Block, ist sie heute noch zusammen.

Nach einer kurzen Phase der Reduktion aufs Mutter- und Hausfrauen-Dasein begann Shirley Temple sich sozial zu engagieren und kanditierte darüberhinaus 1967 für einen Sitz im Kongress, den sie knapp verfehlte. Dafür wurde die Republikanerin von Präsident Nixon zur UN-Delegierten ernannt, von Gerald Ford zur Botschafterin von Ghana und von George Bush sen. 1989 zur US-Botschafterin in der ehemaligen Tschechoslowakei.

Rückblickend meinte sie zwar etwas melancholisch: "Meine Kindheit endete, als ich fünf war", um bald darauf anzumerken, dass sie vielleicht trotzdem "eines der glücklichsten Kinder der Welt" gewesen ist. (dabu/dieStandard.at 23.04.2008)

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Posting 1 bis 25 von 56
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Hardtruthsoldier
00
24.4.2008, 11:25
na?

was sagt ihr zum gestrigen club2?

baby jane hudson
04
23.4.2008, 20:57
ich bin in der früh zensiert worden

weil sich die redakteurin wahrscheinlich angegriffen gefühlt hat.
ich bleib aber trotzdem dabei - kindererziehung mit dem wort reduktion in verbindung zu bringen ist eine frechheit.
was shirley temple betrifft, die hat ihre kindheit reduziert bzw. nicht ausgelebt - in dem fall ein starker charakter - jackson und spears haben das nicht geschafft.

@Diona007 - was dein posting betrifft: **zustimm**

Bluesman25
 
00
24.4.2008, 11:26

heftiger nickname in dem zusammenhang ^^

Rosa Stahl
01
23.4.2008, 18:32

Es gibt sogar Frauen, die sich freiwillig so "reduzieren". Manchmal ist weniger halt mehr...

... und die vielen Nicht-Stars, die ich in meiner Umgebung so habe, die gleichzeitig arbeiten und Mütter sind, die kommen allesamt nicht so happy-peppi daher, wie sie gefällist zu sein hätten. Ich kenne keine Vollzeitberufstätige mit Kindern, die nicht klagt, sie würde liebend gerne die Arbeitszeit reduzieren, wenn es nur irgendwie ginge.

Diona007
26
23.4.2008, 08:12
Was ist damit gemeint"...Reduktion aufs Mutter- und Hausfrauen-Dasein..."

ich bin Mutter und Hausfrau und fühle mich nicht reduziert; eher herausgefordert.
Wobei ich zugeben muss, dass ich mich manchmal an meine alte Arbeitsstelle zurücksehen - nicht nur weil ich gut verdient hatte, sondern weil ich einen Feierabend hatte, wo ich abschalten konnte.
Als Hausfrau und Mutter bin ich: Lehrerin, Krankenschwester, Köchin, Taxifahrerin, Managerin, lerne Mitarbeitermotivation und -führung (schon mal versucht einem 15monatigen Baby beizubringen freiwillig aufzuräumen?) und das alles ohne geregelte Arbeitszeiten oder entsprechende Bezahlung.
Wer auch immer von einer Reduktion spricht hat, hat echt keine Ahnung.

Hardtruthsoldier
04
23.4.2008, 17:33
leider

nur-mütter sind heute die deppen bzw. depinnen. hoffnungslos out, ständig im geruch, sich freiwillig der katholischen kirche oder dem patriarchat unterzuordnen, verweigern sie sich den segnungen des modernen frauenlebens, das selbstgewählt zwischen superjob, kindern und diversen lebensabschnittspartnern zur krone der schöpfung emporjapst.
wahrhaft bemitleidenswerte kreaturen, diese nur-mütter.

Dagmar Rehak
 
10
23.4.2008, 18:53

Aber wenn ein Mann genau das gleiche macht, ist es über alle Maßen kuhl.

Hardtruthsoldier
11
23.4.2008, 19:56
was macht?

sich fe.mini.stisch korrekt zerspragelt oder zu hause bleibt?

Lectrice
02
24.4.2008, 21:05
Wegen ein paar Jahren, die mit Kindern anstrengender sind zerspragelt man sich eine Zeit lang, aber nicht ewig. Die Vorteile überwiegen längerfristig die Nachteile. Und logisch wird man "Nur-Hausfrauen"

nicht mehr Prestige einräumen wie Frauen, die sich zusätzlich auch noch eine solide, berufliche Basis aufbauen. Ein Hausmeister hat im allgemeinen zwar ein lockereres Leben, aber auch weniger Prestige als z.B. ein Techniker. Abgesehen davon, dass F, die finanziell unabhängig sind jedem Mann der seine Machoseiten raushängen lässt Adieu sagen können u. sich seine Allüren nicht über Gebühr gefallen lassen müssen ohne gleich Gefahr zu laufen i. d. Armutsfalle zu sitzen.

Es zerspragelt sich keine Frau wegen feministischer Ansichten - intelligente Menschen, die Systeme erkennen und sich bestmöglich darin bewegen haben immer Vorteile anderen gegenüber. Dazu braucht es keinen Feminismus, das sagt einem im allgemeinen der Hausverstand.

Hardtruthsoldier
02
25.4.2008, 00:36
sehe ich anders

ihre standesdünkel teile ich nicht. auch wenn sies nicht glauben, finde ich den job eines hausmeisters oder - noch weiter unten im sozialen status - müllmannes nicht weniger wichtig als den eines universitätsprofessors. auf prstige kann getrost gepfifen werden.
wirklich lustig ist aber, daß sie in ihrer meldung damit schließen, daß man den fe.mini.smus eh nicht brauche, der hausverstand genüge ja und gleichzeitig bemühen sie wüste fe.mini.stische uraltklischees. wie zb. das vom mann, der ja nur ein macho sein kann und seine frau schlecht behandelt. anders kommt das ja nicht vor.
hatten sie wirklich gerade nichts weniger abgedroschenes zur hand?

Lectrice
00
25.4.2008, 17:57
Das von Ihnen als feministisches "Ultraklischee" Machotum wird alleine durch die hohen Scheidungszahlen

(bzw. d. d. Tatsache, dass i.d. Hauptsache Frauen, seit sie durch wirtschaftliche Unabhängigkeit u. Gesetzeslage die Wahl u. Möglichkeit haben) unterstrichen. Also ist es kein Klischee sondern eine Tatsache, dass F früher keine andere Wahl hatten und heute eben genau diesen Typen grossteils was pfeifen.

Und jede/r der mehr leistet, sich mehr bildet oder was auch immer als ein anderer ist eben angesehener, was ja nicht bedeutet, dass nicht alle Jobs wichtig sind. Vielleicht war das Beispiel schlecht gewählt und ist ihnen e. anderes genehmer: in Firmen verdienen i.d. Regel die mehr, die sich mehr einsetzen u. leisten und nicht die, die es sich gemütlich machen.
Anders funktioniert es maximal im Beamtentum.

Hardtruthsoldier
21
26.4.2008, 00:01
ist das ihr ernst?

die tatsache, daß es mehr scheidungen als früher gibt, beweist, daß die männer dran schuld sind? hab ich sie da richtig verstanden? ich denke ja, kanns aber nicht glauben.

Lectrice
00
27.4.2008, 14:25

Ich sage nicht, dass alle Männer schuld sind, aber dass es ein Machotumg gab u. gibt und Frau sich jetzt dagegen "wehren" und aussteigen kann, indem sie sich das nicht mehr gefallen lässt u. alleine ihr Leben gestaltet.

Und das ist SEHR GUT so, auch wenn manche Männer der Zeit nachweinen, wo es noch reichte Mann zu sein. Heute müssen sie sich wesentlich mehr anstrengen um e. Partnerin zu bekommen u. halten. Und Ehen mit "netten" Männern, waren und sind kein Thema, die funktionierten früher u. liefen unter "sehr gute bis gute Ehe" und laufen heute auch noch so.

Lectrice
00
27.4.2008, 14:30

PS: Wodurch natürlich auch Männer, die eine unleidliche Frau heirateten sich heute leichter tun auszusteigen. Nur hatte früher der Mann e. unleidlichen Frau noch immer mehr Möglichkeiten die ungünstige Ehe durch sein öffentliches Leben zu "kompensieren", als eine Frau, die d.d. Haushalt u. d. Kinder "alleine am Hals hatte" u. in armen Schichten noch um ein Butterbrot schwer arbeiten musste.

Hardtruthsoldier
10
28.4.2008, 16:17
ihre abschwächungen

ändern nichts am sexismus ihrer darstellung. mit so einer einstellung werden wir sicher nicht zu einem besseren miteinander der geschlechter kommen.

Lectrice
00
28.4.2008, 23:25

Abr zu einer besseren Auswahl bezüglich des anderen Geschlechts allemal.

Hardtruthsoldier
00
29.4.2008, 10:58
"besseren auswahl"?

eher gar keiner auswahl. der schluß kann für sie ja nur das sein, was die ärzte schon gesungen haben.

Hardtruthsoldier
01
25.4.2008, 00:37
ich reiche ein E und ein F nach

jana_einsteinova
00
23.4.2008, 17:29

Und einem 15 monatigen Baby das aufräumen beizubringen ist doch sicher schöner als wenn Ihr Sprössling stundenlang nett in die Kamera lächeln muss , und wenn es das nicht "zammbringt" ev noch dafür geschlagen wird ... Sowas passiert leider viel zu häufig.. Sein´s froh wenn Sie "nur Hausfrau und Mutter sein dürfen!! Das ist nicht abwertetend gemeint - ganz im Gegenteil. Auch, dass Sie Ihre hl. Ruhe haben und nicht jeder Erziehungs - Faux pas gleich in den Medien breit getreten wird wie bei der armen Britney! Leider für mich ein bemitleidendes Bsp was aus einem Kinderstar geworden ist. Aber ich bin mir sicher, dass keiner hier so eine Kindheit unbeschadet überlebt hätte!!!!!

jana_einsteinova
00
23.4.2008, 17:23

Aber ich nehme mal an, Sie hatten eine normale Kindheit und waren nicht ständig in den Medien vertreten. Vllt sind Sie ja eine besser Mutter Als Sh. Temple´s Eltern, die nur mir ihrer Tochter Profit herausgeschlagenhaben um sich ein schönes Leben zu machen. Auf Kosten Ihrer Tochter!! Leider passiert das nur zu oft und ich kann auch ein Lied davon singen. Dafür sind Ihre Kinder Ihnen einmal dankbar für eine normale Kindheit und besuchen Sie dann wenigstens zu Weihnachten und es ist jm für Sie da, wenn sie alt sind. ich bin froh, wenn ich mit meinen geldgierigen Eltern nichts mehr zu tun hab. Und um das gehts .. Mir tut sh. Temple leid. Schöne Kindheit.. HAHA!

presonic
00
23.4.2008, 16:20

haha, krankenschwester, motivator, putzfrau, maler, tischler, organisator...etc.... erinnert mich stark an den lehrerberuf....
zum glück gibts dort eine klingel! ;-)

Rote Zecke
15
23.4.2008, 14:48
Dass Sie jetzt keine Feierabend mehr haben,

liegt nicht am Hausfrau-Sein, sondern daran, dass Sie jetzt ein Kind haben.
Das geht allen Müttern gleich, egal ob berufstätig oder nicht.

Lost Espandrillo
 
12
23.4.2008, 12:47
Warum den so angerührt

Das heisst doch nur, dass sie - im Gegensatz zu vorher und nachher - nur als Hausfrau und Mutter da war, während sie nachher ja neben Hausfrau und Mutter auch noch anderes gemacht hat.


Verstehen wir die "Reduktion" des Autors vollkommen unvoreingenommen als rein numerische und interprätieren keine bösartigen Suggestionen hinein. "Reduktion" sehe ich hier nicht als wertende Minderung, welche die Quantität oder Qualität irgendeiner Daseinsform herabsetzt.

artemis70
11
23.4.2008, 11:58
das böse mädchen

hat meine antwort eigentlich schon vorweg genommen, aber trotzdem kann es nicht oft genug gesagt werden: was glauben Sie denn, was berufstätige mütter machen? Die sind zusätzlich zu ihrer Berufstätigkeit Lehrerin, Krankenschwester, Köchin, Taxifahrerin, Managerin, lernen Mitarbeitermotivation und -führung etc. pp.

Böses Mädchen
19
23.4.2008, 10:43
"Wer auch immer von einer Reduktion spricht hat, hat echt keine Ahnung"

Schon, aber bedenken Sie, dass ich als berufstätige Mutter dieselben Tätigkeiten erledige und zusätzlich arbeiten gehe. Ich denke, in diesem Sinne war "Reduktion" gemeint, nicht abwertend, sondern das Ausschließen einer Erwerbstätigkeit.

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