James Cañón
"Der Tag, an dem die Männer verschwanden"
Ullstein, Berlin 2008
ISBN: 3-550-08729-2
EUR 20,50
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wie es in Kolumbien ist, da kenne ich mich nicht aus, aber bei uns kommt wahrscheinlich das Matriarchat deshalb, weil die Frauen immer weniger Kinder bekommen werden. Weil bei sovielen materiellen Gütern, die der Mensch braucht, nur damit er ein Mensch ist, kann man nicht soviele Kinder haben. Und sowohl die Scheidung, wie auch der Geldmangel wegen dem hohen Güterbedarf, das sind ja Formen der Empfängnisverhütung, die wurden ja eigens geschaffen, damit sich nur die Tüchtigen vermehren. Und das Matriarchat wird solang andauern, bis die Bevölkerungszahl zurück geht.
ich finde den artikel interessant und werde das buch sicher lesen. nicht aus feministischen gründen, sondern einfach weil mich interessiert, wie der autor sich eine welt ohne männer vorstellt.
bloß, weil es um ein leben ohne männer geht heißt das noch lange nicht, das das buch auch feministisch ist, wohl eher ziemlich konstruiert.
ich bezeichne mich als feministin und finde den artikel ablehnenswert. für mich bedeuted feminismus, selbstbestimmt und gleichzeitig partnerschaftlich mein leben zu führen, und nicht, männer zu killen.
was jetzt: bin ich keine feministin? oder ist Ihre denkweise ähnlich dem polarisierungswahn anheim gefallen, wie jene der autorin des artikels?
polemisierung scheint ja generell das stichwort auf diestandard.at zu sein.
nicht nur in den journalistischen beiträgen - auch unter den postern und posterinnen.
feminismus hat viel gutes getan. ich brauch mir nur die möglichkeiten anschaun, die meiner mutter in den 60ern und 70ern geboten wurden, und sie mit jenen vergleichen, die ich habe.
der artikel oben ist nicht feminismus, sondern polemik.
"der feuerrote frederik"
In lila steckt ja auch ein bißchen rot. Und als lila Pudelchen wird dir sicher das eine oder andere Schmunzeln beim lesen dieses Schunds das Mäulchen umspielen.
Als nächstes sei dir Solanas für die Erweiterung deines noch leicht eingeschränkten Horizonts empfohlen.
Ist die Autorin dieses Artikels, die hier in ihrem genozidalen Männerhass schwelgt, die selbe, die den folgenden besorgten Artikel über Gewalt in den Medien schrieb:
http://www.yomag.net/article.p... p?f_id=869
Das haben Sie missverstanden. Die Argumentation läuft in etwa so: Es gibt sehr wohl männliche Gewaltopfer, es ist auch möglich, das die Mehrheit der Opfer männlich sind; diese sind allerdings selbst schuld, da die Mehrheit der Täter ebenfalls männlich ist, und somit die Opfer auch potentielle Täter.
über Gendercide Watch: "[...]ignorieren die Medien beispielsweise Massenmorde an Männern im Sudan, die dazu geführt haben, dass der Frauenanteil der Bevölkerung dort mittlerweile 70 Prozent beträgt. Heute geht Gendercide Watch davon aus, dass staatlich angeordnete geschlechtsbezogene Massentötungen in der gesamten Meschheitsgeschichte wie in der Gegenwart weit überwiegend Männer zum Opfer hatten und haben. Dieser Punkt werde aber weder von der Politik noch von anderen Menschenrechtlern, noch von der wissenschaftlichen Forschung zur Kenntnis genommen. Gendercide Watch bezeichnet dies als eines der größten Tabus unseres Zeitalters.[...]"
Quelle: "Sind Frauen bessere Menschen?" von Arne Hoffmann.
Wenn es umgekehrt wär, auch amüsant?
ich stimme Ihnen vollkommen und ganz zu, was die opferzahl von männern in kriegerischen auseinandersetzungen betrifft.
was männer an der front, in schützengräben, oder auch daheim durchmachen mussten, wenn das dorf in die hand des feindes gelangte, ist unvorstellbar und tatsächlich "genderzide".
frauen mussten anders leiden - die grauslichen vergewaltigungsgeschichten hinterlassen vielleicht nominell weniger todesopfer, aber gebrochene menschen.
auch frauen werden gender-spezifisch zu millionen ermordert. 2007 veröffentlichte die UN zahlen, dass der erde 60 millionen frauen fehlen. häusl. gewalt, gezielt abgetrieben, gezielt verhungert, weil söhne bevorzugt.
hören wir auf, schicksale gegeneinander auszuspielen.
Hier werden keine Schicksale gegeneinander ausgespielt, hier wird gefordert, dass sich das Verhältnis fürs nächste mal gerechter verteilt. Immerhin gab es bei der letzten Volkszählung auf Grund der Kriegsfolgen(!)56,5% Österreicherinnen und nur 43,5 Prozent Österreicher.
Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.
erklären Sie diese bevorzugung einer jüdin, einer roma, einer kommunistin.
ja, dass ist zynisch.
zu Ihren daten: die quelle würde mich interessieren. habe gerade auf der statistik austria nachgesehen. bei der letzten volkszählung 2001 wurden 3 514 800 männer und 3 807 200 frauen gezählt.
das ist ein unterschied. wie weit das mit dem letzten Krieg zusammenhängt, weiß ich nicht. Diese Altersgruppe "stirbt ja aus". Männer haben eine geringere lebenserwartung und dezimieren sich mehr während ihrer jugend auf grund ihres risikoverhaltens.
eine traurige sache.
also, rein aus statistischem interesse wäre ich dankbar um die quelle.
obwohl es an dieser stelle eigentlich nichts zur sache tut.
Ihre Zahlen inkludieren auch die hier lebenden (EU)Ausländer. Ohne diese sind es 56,5(!) Prozent Österreicherinnen. Erklärung mit Geschlechterverhältnis 2001 hier http://tinyurl.com/39oqjs
Ausgleich auf 50:50 etwa im Jahr 2030.
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