
An der Spitze der Regierung eine Frau - Angela Merkel. An der Spitze des Staates ebenfalls eine Frau - Gesine Schwan. So manchem Konservativen wird bei der Vorstellung, wie politische Führung in Deutschland ab 2009 aussehen könnte, ganz schwummrig.
Von der Professorin zur Präsidentin?
Doch so weit ist es ja noch gar nicht. Von der Professorin Schwan bis zur Präsidentin Schwan ist noch ein weiter Weg zu gehen. Klar ist bisher: Schwan selbst hat großes Interesse und ist bereit, sich noch einmal ins Duell gegen Horst Köhler, diesmal als den amtierenderen Bundespräsident, zu werfen. Zwar unterlag sie 2004, doch sie schwärmt noch heute davon, welch "wichtige Phase" die Kandidatur in ihrem Leben war. Bis heute würden sie Leute auf der Straße ansprechen und erklären, dass ihr Antreten so ermutigend gewesen sei.
Und auch ihr damaliger Mentor Gerhard Schröder war in einer Laudatio anlässlich ihres gestrigen 65. Geburtstages voller Lob: Sie sei eine "Intellektuelle, im Leben geerdet, politisch weitsichtig, pragmatisch und vor allem durchsetzungsfähig." Dabei hat es Schwan der SPD nicht immer leicht gemacht, umgekehrt verhielt es sich genauso. Die Politologin stammt aus einer sozial engagierten Familie in Berlin. Ihre Eltern waren während des Nationalsozialismus im Widerstand und versteckten noch im letzten Kriegsjahr ein jüdisches Mädchen.
Studium in Berlin, Warschau, Freiburg und Krakau
Nach ihrem Studium (Politik, Romanistik, Philosophie, Geschichte) in Berlin, Warschau, Freiburg und Krakau begann Schwan ihre Universitätskarriere in West-Berlin. Ihre Habilitation schrieb sie über die Gesellschaftskritik von Karl Marx. Sie engagierte sich in der SPD, zählt dort zu den Gründungsmitgliedern des konservativen "Seeheimer Kreises". 1984 flog sie aus der Grundwertekommission der SPD, weil sie immer wieder die mangelnde Abgrenzung ihrer Partei zu kommunistischen Staatsführungen kritisiert hatte.
Seit 1999 ist Schwan Präsidentin der deutsch-polnischen Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Sie gilt als Expertin für die nicht immer einfachen Beziehungen zwischen Berlin und Warschau und wurde von Schröder zur Polen-Beauftragten der Bundesregierung ernannt. Diese Funktion behielt sie auch, als Merkel Kanzlerin wurde.
Verheiratet ist Schwan seit Herbst 2004 mit Peter Eigen, dem Gründer der Antikorruptions-Organisation Transparency International. Zeit für das höchste Staatsamt in Deutschland hätte sie ab Herbst. Da nämlich gibt sie ihr Amt als Universitäts-Präsidentin auf. (Birgit Baumann, DER STANDARD, Print, 22.5.2008)
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Eine weitere Apologetin des Putin-Regimes, die intellektuell bereit und fähig ist, für eine vage und kulturchauvinistisch-exklusive Definition von "Europa", die Freie Welt zu spalten, die Globalisierung zu blockieren und universelle/unteilbare Werte nur unter primär ethnisch homogenen Bevölkerungen wahrnimmt.
Ich hoffe sehr für Europa und die Welt, dass Schwan wieder scheitert.
Deutschland ist ohnehin seit Chirac/Schröder gefährlich nah an den Abgrund geführt worden. Jetzt versuchen die Kräfte des Gesterns es wieder.
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