Internationaler Hurentag: So feierte LEFÖ

von redaktion  |  20. Juni 2008, 16:09
  • Artikelbild: "SexarbeiterInnen fordern ihre Rechte ein!" - 
Installation "Lipstick demands" 17. Mai - 2. Juni 2008.  - Foto: LEFÖ
    "SexarbeiterInnen fordern ihre Rechte ein!" - Installation "Lipstick demands" 17. Mai - 2. Juni 2008.
  • Artikelbild: Auftakt-Kundgebung "SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte!"
vor dem Parlament am 1, März
im Rahmen des General Meetings von TAMPEP I - Foto: LEFÖ
    Auftakt-Kundgebung "SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte!" vor dem Parlament am 1, März im Rahmen des General Meetings von TAMPEP I

Ganz im Zeichen der Rechte von SexarbeiterInnen - Es gibt noch drei interessante Termine und ein Fest bis Ende Juni

Die feministische Migrantinnenorganisation LEFÖ in Wien macht mit der derzeitigen bundesweiten Kampagne "SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte!" auf die prekäre Situation von SexarbeiterInnen aufmerksam. Die Kampagne, die bereits im vergangenen Jahr von LEFÖ initiiert worden war, wurde in diesem Jahr bis zum 29. Juni verlängert, um auch in der Zeit der EURO 2008 verstärkt für SexarbeiterInnen zur Verfügung zu stehen.

Besonders im Zeitraum der Fußball- Europameisterschaft wird vermehrt an den Arbeitsorten von SexarbeiterInnen Unterstützung und Beratung angeboten. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Kampagne ist die öffentliche Aufmerksamkeit für einen differenzierten Menschenrechtsdiskurs zu nutzen. "Sexarbeit wird auch in Österreich mit einer gesellschaftlichen Doppelmoral bewertet: einerseits ist die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen groß; andererseits werden die AkteurInnen, die SexarbeiterInnen marginalisiert und diskriminiert", so die Koordinatorin von LEFÖ, Maria Cristina Boidi. "Nach wie vor gelten für SexarbeiterInnen nicht die gleichen Rechte wie für andere BürgerInnen."

LEFÖ koordiniert im Zeitraum der Kampagne vielfältige Veranstaltungen verschiedener Organisationen, die sich in ihren Aktivitäten mit SexarbeiterInnen solidarisieren. Besonders zum diesjährigen 2. Juni – dem Internationalen Tag für die Rechte von SexarbeiterInnen – setzten verschiedene NGOs kreative Impulse zur Auseinandersetzung mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von SexarbeiterInnen. Die Selbstbestimmung von SexarbeiterInnen und die Anerkennung ihrer Rechte als integraler Bestandteil der Menschen- und Frauenrechte stehen dabei im Mittelpunkt.

Termine

  • Wien: Sonntag, 8. Juni, 17:00 Uhr: "Estrellas de la línea" (Spanien 2006, span. OmenglU, 90 min) - "Die Stars der Linie": Dokumentarfilm über Sexarbeiterinnen in Guatemala und ihr Fußballspielen um Anerkennung Platzbeschränkung (ca. 100 Plätze)! Zählkarten eine Stunde vor Beginn im Kino abholen! Ort: TOPKINO, Rahlgasse 1, 1060 Wien. Eine Veranstaltung vom ai Netzwerk Frauenrechte
  • Wien: Dienstag, 24. Juni, 19:00 Uhr "SexarbeiterInnen haben Lust… auf ihre Rechte!": Kurzfilme und Diskussion zu Forderungen für und von SexarbeiterInnen auf europäischer Ebene mit Pia Covre (Comitato per i Diritti Civile delle Prostitute | TAMPEP Italien) und Maria Cristina Boidi (LEFÖ | TAMPEP Österreich). Ort: 7*stern, Siebensterngasse 31, 1070 Wien. Eine Veranstaltung von LEFÖ und KPÖ-Frauen/Arge fem
  • Wien: Freitag, 27. Juni, 19:30 Uhr: "SexarbeiterInnen haben Lust… auf ihre Rechte!" Abschlussveranstaltung der Kampagne 2008 mit Kampagnenfilm, Ausstellung, Live-Musik, DJane-Line u.v.m. Ort: Adria Wien, Donaukanal (Höhe Salztorbrücke), 1020 Wien (red)

 

 

WISSEN

Seit über 20 Jahren arbeitet der Verein LEFÖ für die Rechte von Migrantinnen in Österreich. Seit 15 Jahren existiert ein Arbeitsschwerpunkt zu Migrantinnen, die in der Sexarbeit tätig sind.

LEFÖ fordert seitdem Rechte für SexarbeiterInnen abseits von sensationalistischen Clichés oder pauschalen Opferzuschreibungen. Diese Arbeit ist stark stigmatisiert und findet in einer breiten Öffentlichkeit schwer Unterstützung. Besonders die Verbindung von Migration und Prostitution ist ein Bereich, in dem in der öffentlichen Diskussion viele rassistische und sexistische Vorurteile reproduziert werden, und gesetzlich eine rechtlose Situation hergestellt wird.

Die hohe Präsenz von weiblichen Migrantinnen in Westeuropa und die oft ausbeuterische Arbeits- und Lebenssituation, in der sie sich befinden, ist bis heute ein unterbelichteter Aspekt der Verletzung von Menschen- und Frauenrechten und bildet die Grundlage für die Arbeit von LEFÖ.

Das Konzept von LEFÖ betont die aktive Partizipation und das Empowerment der Sexarbeiterinnen. Es geht darum, sich für die Rechte der betroffenen Frauen einzusetzen und sie darin zu unterstützen, ihre Rechte selbst einzufordern. LEFÖ arbeitet seit 1993 für die Rechte von Migrantinnen in der Sexarbeit und ist seit 1995 Teil des europäischen Netzwerks TAMPEP.

Link

LEFÖ
Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen
Information, Education and Support for Migrant Women
Kettenbrückengasse 15/II/4
1050 Wien

"SexarbeiterInnen haben Lust… auf ihre Rechte!"

 

weitersagen:
drucken
Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
1 2
Paris_Hilton 
02.06.2008 21:26
warum bin ich nicht eingeladen?

he, das ist gemein, ich bin doch auch in dieser Branche tätig

a grünes stricherl 
02.06.2008 18:23
das vollkörperkondom rechts unten erinnert mich irgendwie an was ...

Andi van west
02.06.2008 16:07
Freie Hurenhäuser für alle Bundesländer

aber bitte mit Gesundheitscheck und offizieller Genehmigung!

Stahlhoden666 
02.06.2008 09:08
.

Wie degeneriert muss einen Gesellschaft sein, wenn sie ihre Huren und Stricher feiert.

bixente uhudla  
03.06.2008 12:59

wie peinlich ist jemand mit einem 666-nick,der dann ungefähr so reaktionär argumentiert wie ein erzkatholik...

Drosselbart, König
03.06.2008 15:08
Na gar nicht, Hauptsache die Richtigen gehen durch die Decke.

bixente uhudla  
04.06.2008 12:33

durch die decke ned...ist eher so,daß es mich die bleieier immer wider zum schmunzeln bringen...;-)

der kommt mir vor,als wäre er die macho-version von leuten wie kosmos oder dreizehn-genausowenig im hirn,aber halt anders gepolt...

Unruhestifter
02.06.2008 19:03
Die "Gesellschaft" feiert eh nicht.


Betroffene machen auf ihre rechtliche Lage aufmerksam - so eine Art Gewerkschaftsdemo.

Demokratie eben.

a grünes stricherl 
02.06.2008 18:23
schön zurück den stein gehn .. schöööön zurückkrabbeln wieder.

.. brav.

Lichtfreak
02.06.2008 17:42
Dieselbe Frage stelle ich mir

bei allen Postings hier, die von Egozentrik nur so strotzen...

Helge Remsgard Remsgard 
02.06.2008 12:26

Gibts denn im Moment keine Front, an die sie müssen?

floehli
31.05.2008 13:40

ich denke diese thematik ist von großer wichtigkeit. vor allem die differenzierung von sexarbeit und frauenhandel, was ja mit dem begriff "prostitution" so prinzipiell alles in einen topf geschmissen wird.

frunzi002
02.06.2008 12:18

Ich weiss zwar nicht ob das Thema wirklich Relevanz hat, aber ich musste jetzt über mich selbst lachen, da ich gerade eben gemerkt habe, das ich auf "dieStandart" gelandet bin. Da werden grundsätzlich nur extrem wichtige Themen diskutiert die keinen so recht interessieren.

Roter Baron 
02.06.2008 09:28

jaja völlig richtig
sexarbeit gehört organisiert
hurengewerkschaften gegen
hurenarbeitgeber..........

diesen arbeitskampf unterstütze ich,
roter baron

Edith.D
31.05.2008 09:56
40 Std. Keine Leserbriefe ?

Wo bleiben da die Männer, die zu diesem schönen Jahrestag Ihren Senf und Kren schreiben ? Es gibt doch schon für jeden Anlass einen Tag im Jahr, warum also nicht auch für die Huren, die es ja schon seit Beginn der zivilisation weltweit gibt. Liebe Huren schreibt doch hier eure Meinung und wenigstens ein kleines Danke an die lieben Männer.

Drosselbart, König
03.06.2008 11:59
... jetzt sind es elf (11)

Unruhestifter
31.05.2008 00:11
Wo bleiben die Frl. Kosmos und dreizehn?

Drosselbart, König
31.05.2008 18:57
Werde dann den Herrn Knappik informieren ...

BK W. Shoyssel
31.05.2008 14:23

wer soll das sein?

floehli
31.05.2008 13:38

vielleicht können sie auf die bezeichnung "fräulein" verzichten, sehr geehrtes männlein unruhestifter

bixente uhudla  
03.06.2008 13:00

bei dreizehm und kosmos passt die bezeichnung fräulein schon...

Drosselbart, König
01.06.2008 04:56
Höflichkeit hat noch niemandem geschadet!

floehli
01.06.2008 09:32

jaja was so alles unter "höflichkeit" fällt

Unruhestifter
01.06.2008 03:11
Wie meinen Sie das, liebes Frl.?

wonderbrass
02.06.2008 12:20

Sie stiften nicht Unruhe, Sie langweilen! Also: ab in den Abfluss!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
1 2

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.