

Die feministische Migrantinnenorganisation LEFÖ in Wien macht mit der derzeitigen bundesweiten Kampagne "SexarbeiterInnen haben Lust... auf ihre Rechte!" auf die prekäre Situation von SexarbeiterInnen aufmerksam. Die Kampagne, die bereits im vergangenen Jahr von LEFÖ initiiert worden war, wurde in diesem Jahr bis zum 29. Juni verlängert, um auch in der Zeit der EURO 2008 verstärkt für SexarbeiterInnen zur Verfügung zu stehen.
Besonders im Zeitraum der Fußball- Europameisterschaft wird vermehrt an den Arbeitsorten von SexarbeiterInnen Unterstützung und Beratung angeboten. Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Kampagne ist die öffentliche Aufmerksamkeit für einen differenzierten Menschenrechtsdiskurs zu nutzen. "Sexarbeit wird auch in Österreich mit einer gesellschaftlichen Doppelmoral bewertet: einerseits ist die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen groß; andererseits werden die AkteurInnen, die SexarbeiterInnen marginalisiert und diskriminiert", so die Koordinatorin von LEFÖ, Maria Cristina Boidi. "Nach wie vor gelten für SexarbeiterInnen nicht die gleichen Rechte wie für andere BürgerInnen."
LEFÖ koordiniert im Zeitraum der Kampagne vielfältige Veranstaltungen verschiedener Organisationen, die sich in ihren Aktivitäten mit SexarbeiterInnen solidarisieren. Besonders zum diesjährigen 2. Juni – dem Internationalen Tag für die Rechte von SexarbeiterInnen – setzten verschiedene NGOs kreative Impulse zur Auseinandersetzung mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von SexarbeiterInnen. Die Selbstbestimmung von SexarbeiterInnen und die Anerkennung ihrer Rechte als integraler Bestandteil der Menschen- und Frauenrechte stehen dabei im Mittelpunkt.
Termine
WISSEN
Seit über 20 Jahren arbeitet der Verein LEFÖ für die Rechte von Migrantinnen in Österreich. Seit 15 Jahren existiert ein Arbeitsschwerpunkt zu Migrantinnen, die in der Sexarbeit tätig sind.
LEFÖ fordert seitdem Rechte für SexarbeiterInnen abseits von sensationalistischen Clichés oder pauschalen Opferzuschreibungen. Diese Arbeit ist stark stigmatisiert und findet in einer breiten Öffentlichkeit schwer Unterstützung. Besonders die Verbindung von Migration und Prostitution ist ein Bereich, in dem in der öffentlichen Diskussion viele rassistische und sexistische Vorurteile reproduziert werden, und gesetzlich eine rechtlose Situation hergestellt wird.
Die hohe Präsenz von weiblichen Migrantinnen in Westeuropa und die oft ausbeuterische Arbeits- und Lebenssituation, in der sie sich befinden, ist bis heute ein unterbelichteter Aspekt der Verletzung von Menschen- und Frauenrechten und bildet die Grundlage für die Arbeit von LEFÖ.
Das Konzept von LEFÖ betont die aktive Partizipation und das Empowerment der Sexarbeiterinnen. Es geht darum, sich für die Rechte der betroffenen Frauen einzusetzen und sie darin zu unterstützen, ihre Rechte selbst einzufordern. LEFÖ arbeitet seit 1993 für die Rechte von Migrantinnen in der Sexarbeit und ist seit 1995 Teil des europäischen Netzwerks TAMPEP.
Link
LEFÖ
Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen
Information, Education and Support for Migrant Women
Kettenbrückengasse 15/II/4
1050 Wien
"SexarbeiterInnen haben Lust… auf ihre Rechte!"
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Wo bleiben da die Männer, die zu diesem schönen Jahrestag Ihren Senf und Kren schreiben ? Es gibt doch schon für jeden Anlass einen Tag im Jahr, warum also nicht auch für die Huren, die es ja schon seit Beginn der zivilisation weltweit gibt. Liebe Huren schreibt doch hier eure Meinung und wenigstens ein kleines Danke an die lieben Männer.
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