ForscherInnen entdeckten weitere Veränderungen, die mit der Menopause auftreten können
New York - Mit dem Beginn der Wechseljahre klagen viele Frauen über körperliche und seelische Probleme wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungenoder Müdigkeit. US-ForscherInnen haben nun weitere schwerwiegende Veränderungen entdeckt, die nicht wahrgenommen werden. Demnach schädigt die Einstellung der Östrogenproduktion die Blutgefäße im Gehirn.
Undichte Blutgefäße
Stoppten die WissenschafterInnen der Universität von Missouri bei Schweinen die Östrogenbildung, so stellten sich nach zwei Monaten deutliche Veränderungen im Gehirn der Tiere ein. Blutgefäße wurden undicht, und kleinste Blutgefäße verschwanden ganz. Dies könnte nach Ansicht der ForscherInnen erklären, warum bei Frauen mit der Menopause das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen steigt.
Allerdings stellt sich der Körper auf den Östrogenmangel ein. Daher vermuten die WissenschafterInnen um Olga Glinskii im Fachblatt "Cell Cycle", dass man diesen komplexen Anpassungsprozess nicht durch die Gabe von Östrogen stören sollte. Unterdessen zeigt eine zweite Studie, dass Hitzewallungen auch das Gedächtnis in Mitleidenschaft ziehen können.
Hitzewallungen
Darin maßen die ForscherInnen um Pauline Maki von der Universität von Illinois in Chicago bei 29 Frauen von durchschnittlich 53 Jahren Temperaturveränderungen auf der Haut. Im Laufe eines Tages stellten sie durchschnittlich rund 20 solche Hitzewallungen fest. Tests zeigten, dass Frauen mit vielen gemessenen Hitzewallungen ein schlechteres Wortgedächtnis hatten. Zwischen den subjektiv gefühlten Hitzewallungen und einer Abnahme dieses Gedächtnisses fanden die Forscher jedoch keinen Zusammenhang. Daher vermuten sie in der Zeitschrift "Menopause", dass nicht psychische, sondern körperliche Faktoren das Phänomen auslösen. (APA/AP)