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Ich bin 40 - und das nun seit genau einem halben Jahr.
Im Grunde denke ich selten daran, wie alt ich bin. Ein wenig stolz bin ich, dass ich nur einige wenige weiße Haare habe, aber eigentlich ist mir auch das nicht wichtig.
Diesen 40. Geburtstag habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wirklich sehr bewusst gefeiert (im Advent ist ja nie Zeit). Mein Haus war zwar noch nicht ganz einzugsfertig - trotzdem und vielleicht genau deshalb habe ich in meine vier Wände eingeladen. Auch mein Leben ist noch nicht fertig, aber ich fühle mich nach vielen Jahren endlich angekommen und sehr lebendig. Ich merke auch, dass sich sehr viele mit mir freuen. So richtig begonnen hat dieses Ankommen allerdings bereits im Jahr davor durch sehr unterschiedliche Erlebnisse und Begegnungen mit lieben Menschen.
Einen Platz finden, das hat meine vergangenen Jahre geprägt - im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Und ich habe ihn gefunden (geschaffen) und genieße mein neues Zuhause seit Jänner. Vieles ist noch zu tun, aber es gibt keine Eile. Das macht für mich auch den Unterschied zu früheren Jahren: ich muss nicht, ich kann. Es liegt an mir und daran, wie ich mich entscheide. Ich lasse mich durch nichts und niemanden zwingen und drängen, auch wenn ich damit manchmal noch so sehr auf Unverständnis stoße und insgeheim für verrückt erklärt werde - das haben mich die vierzig bisher gelebten Jahre gelehrt.
Natürlich ist nicht immer alles so einfach - zwei Burschen alleine großziehen (nun mitten in der Pubertät), Haus bauen, voll berufstätig sein. Das führt schon immer wieder an und über die Grenzen und auf manche der Herausforderungen könnte ich auch gerne verzichten. Dann lehne ich mich zurück und versuche mit allen Sinnen zu fühlen, spüren, hören, ... und mich an dem zu freuen, was ist. Das ist ganz wunderbar. Illusionen mache ich mir über mein Leben nicht (mehr), träumen - ja, das schon!
Obwohl meine beiden Kinder mittlerweile schon "groß" sind, empfinde ich das "Kinderkriegen" für mich noch nicht als abgeschlossen. Ich hätte gerne noch ein Kind. Vielleicht auch, weil ich mir meine Familie vor zwanzig Jahren anders vorgestellt habe als es dann gekommen ist.
Auch in einer Partnerschaft zu leben wäre schön - dass es nicht ist, schmerzt aber nicht mehr so sehr. Ich bin da nun gelassener.
Von Reingard Rohr
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