Anna Bergmann suchte nach weiblichen und männlichen Rollenstereotypen in der Berichterstattung deutscher Qualitätsmedien über die Kriege in Afghanistan und im Irak. Sie wurde fündig.
Stereotype mediale Rollenzuschreibungen an Frauen im Krieg ließen sich über Jahrhunderte europäischer Kulturgeschichte bis zu den Hexenverbrennungen zurückführen, so die Kulturhistorikerin Anna Bergmann. Anlässlich der Tagung "Das erste Opfer des Krieges ist ... die Emanzipation", die Anfang Oktober in Salzburg den Zusammenhang von Medien, Krieg und Geschlecht ausleuchtete (siehe: Flintenweiber und "Peace Moms"), sprach dieStandard.at mit Bergmann über ihre Funde in der deutschen Kriegsberichterstattung.
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dieStandard.at: Zum Thema Frauen, Medienbilder und Irakkrieg fällt unweigerlich der Name Lynndie England. Inwiefern ist Englands Darstellung in den Medien typisch oder auch untypisch für Frauenbilder im Irakkrieg?
Bergmann: Das Militär ist als Institution kollektiver Gewaltausübung medial und historisch dem männlichen Geschlecht zugeordnet. Trotzdem wurde Lynndie England zu einer Repräsentationsfigur von Gewalt. Sie ist aufgrund ihrer Beteiligung an der Folterpraxis in dem Bagdader Gefängnis Abu Ghraib die weltweit berühmteste Soldatin geworden. Dass diese Folterpraxis System und eine lange Vorgeschichte mit über Jahrzehnten durchgeführten psychologischen und medizinischen Folterexperimenten unter der Regie der CIA hatte, verschwindet hinter Bildern, auf denen Lynndie England außerhalb von jeglicher Befehlstruktur als Sadistin individuell zu handeln scheint.
Stattdessen stehen die Taten von Lynndie England für die Pathologie einer sexuell perversen Frau. Die Verhörmethode der "sensorischen Deprivation" wurde zunächst in den US-Stützpunkten Bagram bei Kabul und in Guantánamo auf Kuba angewandt, das hat bereits 2002 die amerikanische Zeitung Washington Post an die Öffentlichkeit gebracht - also lange vor der Publikation einiger weniger von über hundert vorliegenden Folterbildern aus dem Gefängnis Abu Ghraib im Frühjahr 2004. Trotzdem wurden ausgerechnet die Gewalttaten einer Frau mit den zur Veröffentlichung freigegebenen Fotos in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben.
dieStandard.at: Wie erklären Sie sich das? Gehen solche Zuschreibungen auf tradierte Weiblichkeitsbilder zurück?
Bergmann: Dieser Darstellungsmodus von weiblicher Gewalt hat eine gewisse Verwandtschaft mit der Hexe als weiblicher Repräsentationsfigur sexueller Übermacht und dem Bösen schlechthin. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund war auch in der deutschen Tageszeitung Bild von der "Folterhexe" die Rede.
Darstellungen von Seuchen als Frauenfiguren sowie die feminine Benennung von Tötungs- und Folterinstrumenten haben in der europäischen Kulturgeschichte eine lange Tradition. Auf das weibliche Geschlecht projiziert, löste eine Maschine die "schmutzigen" Hände des Henkers ab und machte die hinzurichtenden Menschen zu sexuellen Opfern einer tötenden Weiblichkeit.
dieStandard.at: Lassen sich solche Muster auch im weiteren Verlauf der westlichen Kulturgeschichte verfolgen?
Bergmann: Die Phantasie von einer sexuell mordenden Frau dürfte auch die Namensgebung für den Bikini beflügelt haben: Angelehnt an die zeitgleich stattfindenden amerikanischen Experimente mit Atom- und Wasserstoffbomben auf dem Bikini-Atoll der Marshall-Inseln im mittleren Pazifik wurde der Bikini als Strandmodenmodell 1946 von dem französischen Couturier Louis Réard so benannt. Auch die in den 1950er-Jahren entstehende Metaphorik des "Atombusens", der "Sexbombe" und der Pilotenkult mit den auf amerikanische Bomber-Maschinen gezeichneten Pin-up-Girls schließen an die Todeslogik der Hexenverfolgung an, in denen der Tod als sexuell überwältigende Frau repräsentiert ist.
dieStandard.at: Frauen werden aber nicht nur als Täterinnen gezeigt - traditionell scheint eher ihre Darstellung als Opfer verbreitet zu sein. Welche Beispiele gibt es da im Irakkrieg von 2003?
Bergmann: Typisch für diesen Darstellungsmodus ist etwa die Befreiung der 19-jährigen US-Gefreiten Jessica Lynch aus der Kriegsgefangenschaft durch ein Sonderkommando von US-amerikanischen Eliteeinheiten. Bei einer Wartungseinheit war Lynch in Gefangenschaft geraten und wurde verletzt in das Saddam-Hospital bei Nassirija gebracht.
Zunächst berichtete die Presse nur von einer Schusswunde, aber schließlich hieß es, sie sei gefoltert und vergewaltigt worden. Lynch wurde dann in den amerikanischen Medien als "Heldenmädel Jessica Lynch" gefeiert. Ihr Heldentum beruhte aber nicht auf den klassisch militärischen Attributen ihrer männlichen Befreier, sondern auf ihrem Opferstatus.
dieStandard.at: Krieg ist traditionell ein männlich besetztes Thema. Gibt es andere typische Rollen, die Frauen hier zugewiesen werden?
Bergmann: Frauen bildeten seit dem 14. Jahrhundert einen Bestandteil der Armeen und wurden erst mit der Formierung des modernen Militärwesens und der Einquartierung der Truppen in Garnisonen gänzlich ausgeschlossen. Im Ersten Weltkrieg spielten dann Frauen als Krankenschwestern, insbesondere im Sinne einer für die verletzten Soldaten unverzichtbaren Mutterfigur, eine große Rolle.
Das entsprach dem Weiblichkeitsideal, das sich im Laufe des 19. Jahrhunderts immer deutlicher und rigider ausprägte. Frauen wurden so aus dem gesellschaftlichen Leben systematisch ausgeschlossen und auf das damalige Mutterideal eines passiven, von Emotionen dominierten Gefühlswesens festgelegt.
dieStandard.at: Besonders der Afghanistankrieg wurde unter anderem auch mit der Unterdrückung der Frauen im Taliban-Regime gerechtfertigt. Wie spiegelt sich das in der Medienberichterstattung wider?
Bergmann: Die Misshandlung von Frauen schrieb sich in die westliche Vorstellungswelt als das Hauptmerkmal der afghanischen Kultur ein, die auf diese Weise auch als eine homogene Gesellschaft vermittelt wurde. Faktisch ist sie das allerdings nicht, denn insbesondere Afghanistan zeichnet sich durch eine große Vielfalt nicht nur in sprachlicher und ethnischer, sondern auch in religiöser Hinsicht aus.
Bemerkenswert ist, dass in der Charakterisierung der in Afghanistan herrschenden männlichen Gewalt durch die Taliban auch häufig der Vergleich mit dem mindestens 500 Jahre zurückliegenden europäischen "finsteren Mittelalter" gezogen wurde. Das ist eine Epoche, die in unserem Geschichtsbewusstsein fälschlicherweise mit der erst in der europäischen Frühmoderne erfolgten Gewalteskalation vor allem durch den Anstieg kriegerischer Auseinandersetzungen, Folterungen, Hexenverfolgungen und Hinrichtungsexzessen im 17. Jahrhundert identifiziert wird.
dieStandard.at: Hat so eine Gleichsetzung mit dem "finsteren Mittelalter" nicht vor allem einen propagandistischen Zweck?
Bergmann: Die gängige Gleichsetzung von Gewaltverhältnissen des europäischen Mittelalters mit denen der afghanischen Gesellschaft ist unhaltbar. Sie dient eher einer Idealisierung unserer westlichen Zivilisation, die sich so zu einer gewaltfreien und durch geschlechtliche Gleichberechtigung auszeichnenden Zivilgesellschaft, kurzum zur Repräsentation der höchsten Kulturstufe stilisiert, obwohl auch bis in unsere jüngste Vergangenheit das Geschlechtersystem der westlichen Zivilisation auf dem militärischen Männlichkeitsideal und der Verhäuslichungsideologie der Frau, also auf einer tief verwurzelten eigenen patriarchalen Tradition beruhte. (Markus Peherstorfer, dieStandard.at, 5.10.2008)
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frau bergmann kritisiert die opferrolle von jessica lynch und verfrachtet die täterin lynndie england gleich selbst in diese opferrolle, indem sie ihre taten relativiert "Folterpraxis (...) verschwindet hinter Bildern, auf denen Lynndie England (...) individuell zu handeln scheint."
sie sucht sich jeweils den teil des bildes aus, der ihre theorie zu stützen scheint. lynndie england hat (auch) individuell gehandelt. sie ist als mensch ein täter/eine täterin.
und den bikini (danke @ Irma La Douce) - dessen weitere reduktion schließlich den monokini hervorbrachte als gleichsetzung der frau mit gewalt zu identifizieren ist schon hanebüchen...
das sind meinungen, keine forschungsergebnisse. ich kann mir schon vorstellen, dass das eine oder andere stimmt, aber das müsste viel genauer nachgewiesen werden. ein beispiel:
"Darstellungen von Seuchen als Frauenfiguren sowie die feminine Benennung von Tötungs- und Folterinstrumenten haben in der europäischen Kulturgeschichte eine lange Tradition."
Belege = 0. Im großen und ganzen wurde jede Form von Unglück männlich wie weiblich dargestellt, Seuchen ebenso wie der Tod, der individuell angepasst gedacht wurde. Welche "Folter- und Tötungsmaschinen" ? DER elektrische Stuhl, DIE Guillotine, also ex aequo - und sonst ?
DIE Daumenschraube, DIE Streckbank, DIE Zange,
Der Tod konnte übrigens nicht weiblich dargestellt werden, da er qasi eine Atoritätsperson war und auch eher personifiziert dargestellt wurde als die Pest (die Pest macht krank - aber erst der Tod bringt den Menschen ins Jenseits).
Übrigens: DIE Syphilis, DIE Überschwemmung, DIE Hungersnot, ...
z.B DIE Massagebank, Torte,
dann gibts noch: DER Schnupfen, Panzer, Durchfall, ...
So, jetzt haben wir beide 'gute' und 'boese' Woerter weiblichen u. maennlichen Geschlechts aufgezaehlt
Anmerkung: Jedes deutsche Wort mit Endung -ung, ist weiblich. Gleiches gilt glaub ich auch fuer -ion.
wegen die schraube, die bank, die zange - alles wörter, die älter sind als das dazu gehörige folterwerkzeug. DIE schraube könnte man übrigens als versuch gender-politisch-korrekter bezeichnung auffassen ; )
dass die eiserne jungfrau eine phantasie des 19.jhdts ist steht fest.
bleibt Ihr argument mit dem tod: der tod wurde ursprünglich wohl als frau bzw. mann und zwar im verwesungsstadium dargestellt. das skelett kommt erst ca im 13. oder 14. jhhdt, wenn ich mich recht entsinne. mit diesem ist dann auch die frage nach dem geschlecht naturgemäß obsolet geworden.
(ps: Im altfranzösischen gibt es la morte und le mort zB) ergo, wie gesagt: bitte ein bissl mehr belegen, ja ?
Schon klar - das mit den Artikeln - o.k.
Aber der Tod war immer männliche besetzt. Man sollte sich nicht nur auf Darstellungen beziehen, wo das Geschlecht nicht erkannt werden kann, sondern sollte sich z. B. auch Literatur zu Gemüte führen. Das hat was mit Macht und Autorität zu tun:
Gott, bzw. die Dreifaltigkeit: männlich. Maria,Heilige Frauen.. : weiblich, waren aber Gottes Werkzeug/Geschöpfe
Der Tod: männlich; Die Pest,... : Werkzeuge des Todes.
Der Teufel: männlich; die Teufelsbuhlschaft/Hexen: vom Teufel verführt bzw. dessen Werkzeug,...
Lass ma halt die Artikel weg (auch in anderen Sprachen) und sehen uns den Kontext an bzw. wie diese "Wesen" beschrieben worden sind, und welches Geschlecht ihnen zugeschrieben wurde.
Der Tod - im spanischen z.B. "la muerte"...
Da spielen wohl wesentlich mehr und zufällige Faktoren in die Zuordnung des (grammatikalischen) Geschlechts von Wörtern hinein, als man mit derart linearen Erklärungen, wie in dem Artikel glauben machen möchte.
die "göttliche Weisheit" wird in d. Ostkirche weiblich dargestellt (Hl. Sophia), schon zu Ende d. Antike, eh klar. Dürfte allerdings von den Theologen nie thematisiert worden sein (sonst hätt man sie afaik im Lauf d. Jhdte umgedeutet u ihr einen Bart gemalt:). Und ist - wie Sie richtig schreiben zu den weibl. Heiligen - auch "Gottes Werk".
dann werden Sie mit dem männlichen Gott schon recht im wesentlichen haben. Dreifaltigkeit an sich ist aber durchaus etwas älter (Isis, Osiris, Horus; die drei Bethen, die drei Nornen, etc) und keine christliche Erfindung. Der Tod, wie gesagt, kommt in einigen Varianten vor.
Ob er als Skelett männlich oder weiblich ist - schwer zu sagen. Tendentiell wohl männlich.
Der Teufel hingegen wurde durchaus auch hermaphroditisch dargestellt, so ein echter Herrscher ist das nicht. Den Hexen stehen ebenso Hexer gegenüber, wie die Prozessakten belegen. In Italien soll es sogar eigene rein männliche Traditionen gegeben haben (s. Ginzburg: Die Benandanti)
Zugestanden: Hexerei ist weiblich, Magie männlich besetzt.
Ein Dreiergespann wird man öfters finden (interess. ist hier die Eingliederung in eine Hirarchie). Die christl. Dreifaltigkeit zeichnet sich dadurch aus, dass alle drei Elemente ein Wesen sind.
Gott war immer männlich (in der allgemeinen Vorstellung - deshalb auch die Fleischwerdung als Mann). Und auch die "obersten" Götter der Heiden waren meist Männer.
Der Tod ist - zumindest in der abendländischen Tradition - männlich (schriftliche Quellen sind hier besser als Darstellungen Geschlechtsloser). Ebenso der Teufel. Magie war sowohl weibl. als auch männlich (sollte aber immer in einem Kontext betrachtet werden).
usw. usf.
Isis, Freyja, Gaia ... männlich ? das sind alle 3 völlig gleichberechtigte, wenn nicht dem männlichen Pendant überlegene Göttinnen. (Freija aus Freyr - Freyja, nicht das spätere Venus-Äquivalent).
"dass alle drei Elemente ein Wesen sind" war längste Zeit umstritten. Der hl. Geist war durchasu eine Zeitlang als weibliche Ergänzung gedacht - so wie die Shekhina im Judentum. Schriftliche Darstellungen des Todes, in der er seine Virilität betont sind mW aus klassischer Zeit unbekannt. Das früheste ist "Der Ackermann und der Tod" und da ist der Tod auch kein Macho. Wenn ich sage dass der Teufel hermaphroditisch dargestellt wurde ist es kein Zeichen von Diskussionskultur, einfach Ihre vorige Behauptung zu wiederholen.
Dass in gewissen Regionen und Schichten gewisse Kulte für bestimmte Götter praktiziert wurde, ist klar (so bezogen sich viele Menschen eher auf weibliche Figuren, anderen wieder auf männliche). Es gab keinen einheitlichen Kult, sofern es keine Istitution gab, die eine solche Vereinheitlichung förderte. Eine solche Institution ist z. B. die Kirche (bzw. das Kaiser-/Königstum). Ab dem Mittelalter begannen solche Maßnahmen zu greifen - und dort setze ich auch an, denn ab da gibt es eine eindeutige Kontinuität zu unserer Zeit. Und ab da ist das mit dem männlich vs. weiblich ganz eindeutig.
Zum Tod: ich kann ihnen tausende Darstellungen nennen, wo der Tod eindeutig männlich ist - nennen Sie mir doch eine Quelle, wo er ein Hermaphrodit ist.
Kirche ansetzen, dann gebe ich Ihnen grundsätzlich recht.
2) Es geht nicht darum, dass der Tod hermaphroditisch wäre, sondern der Teufel.
3) Wenn Sie viele Belegstellen haben, dass der Tod , sagen wir nach 1500, EINDEUTIG männlich dargestellt wurde, dann bitte ich um Ihre 4 besten Belegstellen. Das würde mich nämlich auch sehr interessieren. Danke.
ad 2: o.k. aber auch der Teufel wird grundsätzlich männlich dargestellt (= Luzifer) - bzw. hat er keinen fleischlichen Körper. In Verbindung gerät er oft als Incubus (z. B. um mit menschl. Frauen zu schlafen) aber nat. als Succubus (weibl. Figur, um z. B. Mann Samen zu stehlen um Frau zu befruchten,... Quelle: z. B. Hexenhammer).
ad 3.: Kommt vor allem in der Literatur vor, bzw. in bildlichen Darstellungen. Z. B.:
Der Brandner Kaspar
Jedermann
http://www.chrikabs.ch/bilder/ph... ntanz1.jpg (= halbverweste Skelette ohne Brüste dürften wohl männlich sein)
http://www.oel-bild.de/bilder/752M.jpg
"Gevatter Tod" "SensenMANN"
Brauchen Sie mehr?
Hel: ja, weil sie die Tochter von Loki war (DER Loki ist hier die Hauptperson).
Und ja, nordische Götter gehören zum Abendländischen - insofern als dass das Christentum und die europäische Kultur diese Götter und Kulte aufgenommen haben (trifft ja auf andere Götterwelten zu). Wenn man sich z. B. Quellen des Spätmittelalters betrachtet, so findet man schon viele Bezüge zu alten heidnischen Bräuchen. So differenziert das ganze vorher war, so mehr wurde es vereinheitlicht - und solche Elemente leben auch in unserer Kultur weiter.
DER Loki war doch der Gott des Bösen und der Hinterlist und hat nicht direkt etwas mit Tod zu tun.
Meinen Sie damit, Hel hat ihren "Status" als Todesgöttin von Loki geerbt?
Mir gings ja nur um die Annahme, Tod wäre (im Abendländischen) immer nur männlich besetzt.
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