27,3 Prozent - Magerer Frauenanteil im Nationalrat

17. Oktober 2008 12:12
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    Grafik: M. Schmitt

Bester Frauenanteil in Wien mit 39,3 Prozent - Die Zahl der weiblichen Abgeordneten ist bei FPÖ und BZÖ besonders niedrig

Wien - Seit Freitag steht die Abgeordneten-Reihe im Nationalrat so gut wie fest, zumindest wie es in den ersten Wochen der neuen Legislaturperiode aussehen wird. Dabei wird es ab 28. Oktober nicht nur weniger rote und schwarze MandatarInnen zu sehen geben, sondern vor allem auch weniger weibliche Abgeordnete. Die Frauenquote liegt mit 51 Mandatarinnen bei gerade einmal 27,3 Prozent.

Geschwisterliche Teilung bei den Grünen

Im alten Nationalrat, der am Montag wohl zum letzten Mal zusammentritt, beträgt sie noch 31,7 Prozent. Vorbildlich sind einzig die Grünen. Ihre 20 Mandate sind geschwisterlich verteilt. Zehn Frauen sitzen neben zehn Männern. Dazu dürfte es mit Eva Glawischnig auch wieder eine Klubobfrau geben, die erste seit 1999, als Heide Schmidt und ihre Liberales Forum aus dem Nationalrat flogen und Madeleine Petrovic bei den Grünen an Alexander Van der Bellen übergab.

Bei der SPÖ mit ihren 20 Mandatarinnen wird die Frauenquote mit 35,1 Prozent noch einigermaßen passabel sein, die ÖVP bringt es hingegen nur noch auf 13 weibliche Abgeordnete oder 25,5 Prozent. Die Freiheitlichen, die zuletzt überhaupt nur eine Mandatarin in ihren Reihen hatte, haben die Zahl ihrer Frauen versechsfacht, trotzdem liegt die Quote bei schwachen 17,6 Prozent. Noch trister ist die Situation beim BZÖ, das nur zwei Mandatarinnen entsendet und somit die Quote von 9,5 erreicht.

Besonders frauenfeindlich sieht es in Kärnten und im Burgenland aus, wo alle neun bzw. fünf Sitze an Männer gehen. Grünen-Landeschefin Christine Brunner schaffte es vom Burgenland aus wenigstens über die Bundesliste, Ursula Plassnik auf gleichem Weg von Kärnten aus. Den besten Frauenanteil weist die Bundeshauptstadt Wien mit 39,3 Prozent auf. Von den Abgeordneten, die über die Bundesliste kommen, sind 32,4 Prozent weiblich. (APA)

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20 Postings
Einschwein
18.10.2008 10:09

jaja, die Frauen wählen den schmücken Haider, bedenken aber nicht, daß das BZÖ nicht viel für Frauen übrige hat....

Mein Senf dazu:
19.10.2008 13:17

Das dürfte mehr daran liegen, dass die Rechten den Status Quo aufrecht erhalten würden der ja gerade enorme Vorteile für Frauen bringt.

hurchzua
18.10.2008 09:35
Das größte Märchen ist,

dass Frauen in der Politik im Nachteil wären.

Das Gegenteil ist der Fall. In allen Parteien werden geeignete Frauen gesucht, um die "Quote" zu steigern- und das ist nicht leicht.

Es streben eben viel weniger Frauen als Männer politische Karrieren an.

yoghurtinator
 
17.10.2008 22:47
Tja, wenn die jungen Frauen unter 30

laut Wahlanalyse ÖVP bevorzugen und die Jungwähler generell rechtskonservativ, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie das kriegen, was sie wollten.

FILTERKAFFEE
17.10.2008 16:29
was machen die ganzen mageren frauen im nr?

gebt ihnen schnell zu essen!

Mad_Max86
 
17.10.2008 14:54
Ich hätte echt nichts dagegen

wenn bei den Grünen 80% der Mandate an Frauen gehen würden, aber nicht wegen dem Frau sein, sondern wegen ihrer Qualifikation.

Nun versteh ich aber nicht was man dagegen haben kann wenn eben die meißten Mandate an Männer gehen, falls diese Qualifizierter sind.

Warum ist es gerade für Feministinen so schwer das "Frau-Mann" denken abzulegen und die Menschen dahinter geschlechtsneutral zu sehen?

Toni Blaher
 
19.10.2008 11:11

Ich bin prinzipiel ihrer Meinung. Allerdings tun Sie bitte nicht so als ob im Nationalrat hauptsächlich qualifizierte Männer sitzen würden. Die allermeisten sind Arschkriecher, Ja-Sager, Opportunisten, Freundaln, unfähig, egoistisch usw.
Ein paar sind Narzisten, Egozentren usw.

Mad_Max86
 
19.10.2008 19:34
Da haben sie sicherlich recht,

aber genauso sieht es ja bei den Frauen aus. Es gibt leider geschlechtsneutral betrachtet einen Haufen unfähiger Politiker.

Toni Blaher
 
20.10.2008 00:50

Das habe ich ebenfalls nicht behauptet.

Regina26
17.10.2008 17:45

Ich bin auch gegen eine Quotenregelung, weil man dann zu jeder Frau sagt, sie bekam nur die Position auf Grund ihres Geschlecht.

Der Nationalrat ist ein gutes Beispiel. Sie sagen der/die besser Qualifizierte soll die Position bekommen. Da stimme ich ihnen zu.
Aber Abgeordeter wird man, in dem man es schafft bei einer Partei in der Liste ganz vorne zu stehen. Es gibt keinen objekten Aufnahmetest oder aehnliches. Wie Kann dann objektiv ermittelt werden, wer besser ist.
Gar nicht. Jeder "Trottel" kann Abgeordneter werden.
Wenn das der Fall ist, dann finde ich man auch eine Quote einfuehren. Muss ja nicht 50:50 sein, aber 27:73 finde ich schon verdammt wenige Frauen, besonderst bei manchen Parteien.

slow motion
17.10.2008 15:27
Aus Sicht mancher Feministinnen ist Geschlechtsneutralität unmöglich.

Aus Sicht mancher Feministinnen ist jeder Mann a priori Repräsentant eines patriarchalen Herrschaftssystem und damit auch Träger der Dogmen, die mit diesem patriarchalistischen Herrschaftssystem verbunden sind.

Irgendwelche "nebensächlichen" Qualifikationen von Männern (Uni-Diplome oder so) würden an der Tatsache, daß Männer prinzipiell Krakenarme des patriarchalistischen Herrschaftssystems seien, nichts ändern - so zumindest die These.

Und aus dieser Sicht macht dann einzig und alleine eine 50:50-Quote Sinn ....

Cassius
17.10.2008 14:47
Ist das schlimm

erst sagt man das geschlecht sollte keine rolle spielen, dann wird über den mageren Frauenanteil lamentiert. Ja was denn nun ?

linuxforeverlinux
17.10.2008 14:13
wer hat schuld daran?

DIE MÄNNER natürlich!

slow motion
17.10.2008 14:18
Die Männer seien ja sowieso an allem schuld ....

Auch daran, dass viele Frauen angeblich "frauenfeindliche" Parteien wählen, seien natürlich wieder einmal die Männer schuld ....

Zumindest aus Sicht der Feministinnen ....

Duskson 81
 
17.10.2008 13:31

Gibts nen bestimmten Grund das der Text mit der Grafik nicht zusammen passt?

slow motion
17.10.2008 12:34
Auch hier wieder die alte Tendenziosität ....

Natürlich ist es möglich, dass "Frauenfeindlichkeit" der Grund für die niedrige Frauenquote sei ....

Aber die Leichtfertigkeit, mit der ohne Recherche die angebliche "Frauenfeindlichkeit" als einzigmögliche Ursache präsentiert wird, ist Tendenzjournalismus ...

Zenon
17.10.2008 13:41
.

Der Artikel klingt nach einem Schulaufsatz. Welcher Schulstufe, sag ich jetzt nicht dazu.

Für „aus dem Nationalrat flogen“ gibt es sicherlich auch eine bessere Formulierung.

slow motion
17.10.2008 13:51
"aus dem Nationalrat flogen" ....

.... finde ich vergleichsweise direkt harmlos. Flapsigkeit im Umgang mit derartigen nebensächlichen Formulierungen ist mir immer noch lieber als Flapsigkeit im Umgang mit wichtigen Fakten.

Zenon
17.10.2008 15:43
.

Da haben Sie auch recht.

Duskson 81
 
17.10.2008 13:49

Und egal welcher Schulstufe, er hät max. ne 4 bekommen nachdem nachdem inhaltlich schon Text und Bild nicht passen.

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