Raum für _!

26. Oktober 2008, 17:12
  • Artikelbild: Eine Leerstelle anzuzeigen schlägt sich in ihr dialektisches Gegenteil um, die Leerstelle verweist so auf Vorhandenes, so Gudrun Perko. - Foto: Reuters / Peter MACDIARMID

    Eine Leerstelle anzuzeigen schlägt sich in ihr dialektisches Gegenteil um, die Leerstelle verweist so auf Vorhandenes, so Gudrun Perko.

Das Binnen I bekommt Konkurrenz: Der _ stellt Unsichtbarkeit und sprachliche Repräsentation jenseits von "er und "sie" zur Debatte

Geschlechtergerechte Sprache ist längst nicht mehr nur in explizit feministischen Kontexten vorzufinden. Immer mehr SprecherInnen besinnen sich darauf, den Vorstellungshorizont, wer was wann und wo macht, auf Männer und Frauen gleichermaßen auszuweiten und traditionelle Rollenbilder somit aufzuweichen - "mitmeinen" gilt nicht mehr. Ganz ist es aber mit der Verwendung der bereits gängigen geschlechtergerechten Varianten (Binnen I, Querstrich usw.) nicht getan, denn alle fühlen sich mit "er" oder "sie" nicht repräsentiert.

Vielfalt

Deshalb gibt es auch eine noch relativ unbekannte Schreibvariante, die über die Vermeidung der einseitigen Verwendung des Maskulinums oder des Femininums hinausgehen möchte. Die Idee dazu hatte Steffen Kitty Hermann, auf die er in seinem Text "Performing the Gap - Queere Gestalten und geschlechtlicher Aneignung" näher eingeht.
Geschrieben kann der "Gap" werden, indem zwischen der männlichen und der weiblichen Form eine Leerstelle eingefügt wird, die mit einem Unterstrich markiert wird: Freund_in, Leser_in, Lieberhaber_in usw. Was oder wem wird mit dem "Gap" hier Platz gemacht?
"Wir könnten uns das so vorstellen: eine Leerstelle anzuzeigen schlägt sich in ihr dialektisches Gegenteil um, die Leerstelle verweist so auf Vorhandenes. Im Sinne der Unterstrichvariante auf Menschen, die gesellschaftlich und strukturell unsichtbar gemacht werden", erklärt Queer-Theoretikerin und Philosophin Gudrun Perko gegenüber dieStandard.at. In der Unterstrichvariante geht es somit um das Auf- und Anzeigen der Unsichtbarkeit und gleichzeitig auch um einen Platz für Transgender, Transsexuelle, Intersexuelle, Lesben, Schwule, Drags u.v.m, so Perko. Sie sieht die Notwendigkeit einer neuen Sprachform in der Forderung und dem Ziel, die Vielfalt von Menschen anzuerkennen, "sowohl in Hinblick auf verschiedene Genderformen, verschiedene Formen von Sex, verschiedenen Begehrensstrukturen als auch auf 'andere Kategorien', über die Menschen sich definieren (und auch definiert werden) wie Alter, Klasse, Hautfarbe, kulturelle Herkünfte, Ability u.v.m.". Perko ist sich sicher, dass es neue sprachliche Formen braucht, damit sich das altbekannte "mitmeinen" nicht wieder in veränderter Form wie "Ich schreibe in weiblicher und männlicher Form, meine aber alle anderen Menschen mit" fortsetzt.

Diskriminierende Ableitungen

Luise F. Pusch, Verfasserin mehrerer Klassiker rund um geschlechtergerechte Sprache
(z.B. "Das Deutsche als Männersprache: Aufsätze und Glossen zur feministischen Linguistik") findet den Unterstrich zwar interessant, zeigt sich gegenüber dieStandard.at aber nicht ganz überzeugt. "Er erinnert ja sehr an den Aufbau von Email-Adressen. Besser als der Schrägstrich (Leser/innen) ist er allemal, aber nicht so gut wie das große I in der Mitte, das auf schlaue Weise eine feminine Lesart suggeriert, die trotzdem auch für Männer akzeptabel sein sollte, da sie sich ja von der rein femininen Form 'Leserinnen' graphisch deutlich unterscheidet." Die Idee des Unterstriches, als Leerstelle Raum für Menschen zu schaffen, die sich geschlechtsmäßig nicht festlegen wollen oder können, findet sie im Ansatz gut, "die Lösung scheint mir jedoch nicht überzeugend." Pusch spricht sich hingegen für ein konsequentes Hinarbeiten auf neutrale Formen aus, ähnlich dem "the" im Englischen. Sie plädiert für "eine rigorose Abschaffung der im Kern diskriminierenden Ableitungen 'nebensächlicher' Formen aus den 'Hauptformen'. Alle Geschlechter einschließlich der nicht Festgelegten haben Anspruch auf die Grundform und sollten nicht mit irgendwelchen Wurmfortsatzbildungen in Ecken abgeschoben werden", so Pusch.

Wie Sprechen?

Kann der Unterstrich ausgesprochen werden? Oder ist die (Un)Möglichkeit der Aussprache des Gap ein Handicap für seine Verbreitung?
Schlechtere Voraussetzungen für die Möglichkeiten des Aussprechens der Unterstrichvariante gegenüber anderen geschlechterneutralen Formen sieht die Linguistin Karin Wetschanow nicht. Probleme mit der Aussprache seien auch beim Binnen I konstatiert worden, so Wetschanow auf Nachfrage von dieStandard.at, dennoch sieht sie Unterschiede zwischen Sprechen und/oder Schreiben in den verschiedenen Kontexten. Die Aussprache von geschlechtergerechten Formen sei nicht in allen Situationen gleichermaßen praktikabel, "wenn wir beispielsweise informell plaudern, dann denken wir in der Regel auch nicht an eingelernte oder einzulernende Sprachreglements, das ist für mich auch der Bereich, in dem ich nicht reglementieren möchte - ich finde eine geschlechterneutrale Regelung in Gesetzestexten und öffentlichen Schreiben oder vorbereiteten/öffentlichen Reden wichtig", so die Linguistin.

Letztlich sei es aber in den Anfängen des geschlechtergerechten Sprachgebrauchs schon auch darum gegangen, dass geschlechtergerechte Sprache auch in andere Bereiche vordringt, was für Wetschanow ein Zeichen ist, "dass diese sprachpolitischen Maßnahmen vom Geist einer breiten Basis getragen wurden und daher in der Folge auch das Große I als Glottisverschluss [Anm.: kurze Pause vor dem großen I] seinen Weg vom Papier in die gesprochene Sprache gefunden hat. Eben weil es gesprochen werden wollte, wurden dann auch Wege gefunden."

Dass der _ nicht sprechbar sei, ist auch für Persson Perry Baumgartinger, der rund um transinterqueere Räume, Theorien und Praxen arbeitet, kein Argument. Mündlich kann der Gap "mit dem Glottisverschluss (einer kurze Pause zwischen der männlichen und weiblichen Variante) und mit einer gleichzeitigen Handbewegung von außen nach innen realisiert werden", so Baumgartinger in einem Artikel in "Liminalis - Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation", in dem er aber auch auf die Grenzen dieser Möglichkeiten für seheingeschränkte und blinde Menschen verweist.
Baumgartinger macht auch auf eine wesentliche Kritik am Gap aufmerksam, nämlich, dass damit "dem Zweiersystem Mann/Frau viel Raum und einer unermesslichen Vielfalt an Geschlechtlichkeiten nur ein kleiner Raum, ein _, zugewiesen wird."

Kleiner feiner Kreis?

Der Gap wird aber derzeit noch hauptsächlich geschrieben, und hier wiederum vorwiegend innerhalb queerer, feministischer oder universitärer Zusammenhänge. Das verwundert nicht weiter, wenn Plädoyers für den Gap mit der Kritik der "Leugnung eines Außerhalb der binären Geschlechterordnung" formuliert werden oder damit, dass es beim Gap um einen Ort gehe, "den es zu erforschen gilt", wie etwa Steffen Kitty Herrmann betont.
Hingegen scheint für die Allgemeinheit die Forderung, Frauen durch die Verwendung des Femininums sichtbar zu machen, unweit einfacher vermittelbar zu sein. Der _, eine akademische Angelegenheit also?


Perko sieht die Benennung von in öffentlichen Diskursen unsichtbar gemachten Menschen, die sich weder als Mann oder Frau deklarieren (wollen), nicht nur in dieser eingeschränkten Weise. "Wenn es bislang nicht in alle Bereiche gedrungen ist, so ist das für mich eine Frage der Vermittlung. Und da würde ich doch meinen, sie ist in Gang gesetzt. Auch Queer-Theory wurde zunächst in wissenschaftlichen Kontexten diskutiert. Mittlerweile sind es schon sehr viele andere Bereiche, in denen diese Theorien, aber auch Begriffe wie Queer, Transgender, Intersexuell etc. bekannt sind. Im Sinne der Vermittlung gibt es allerdings noch sehr viel zu tun."

Für Wetschanow ist denkbar, dass die Verbreitung des Gap sogar leichter sein könnte als die des Binnen I, da der Gap die Konnotation der Vielfältigkeit zulässt, "während es beim geschlechtergerechten Sprachgebrauch "paradoxerweise immer wieder vorkommt, dass sich 'die Männer' benachteiligt und ausgeschlossen fühlen."

Dieselbe (Gegen)Argumentation

Der _ mag zwar eine neue Form sein, die Argumentationslinien - egal ob dafür oder dagegen - werden sich aber im Wesentlichen wiederholen. Die Forderungen nach Sichtbarkeit werden einmal mehr auf Einwände wie "umständlich, ästhetisch nicht vertretbar, verwirrend, eingeschränkt auf bestimmte soziale Bereiche" usw. treffen.
Die gesellschaftspolitische Haltung, Sprechen und Sprache als politische Handlung zu verstehen, werden jene, die für die Verwendung des Gaps plädieren ebenso wenig überall vorfinden, wie VerfechterInnen anderer geschlechterneutraler Sprachformen.
Für eine Verbreitung der bevorzugten Variante ist somit schlichtweg die Anwendung der einzige Weg. "Ich verwende die Unterstich-Variante mündlich und schriftlich, auch wenn ich manchmal damit anecke, was manchmal auch bedeutet, dass es zu redaktionellen Veränderungen in manchen meiner Artikel kommt", so Gudrun Perko. (Beate Hausbichler, dieStandard.at, 26.10.2008)

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Die Ilse vom Alsergrund 
22.02.2009 07:35
Alle, die ein Geschäft haben, wissen woher die Frauenbenachteiligung kommt

Ich habe einen Kleinbetrieb und ich stelle auch lieber Männer an - oder Frauen, die die Familienplanung abgeschlossen haben.

Warum? Eine Schwangerschaft kostet dem Arbeitgeber, in diesem Falle mir! Und nicht nur das: es ist auch schwierig, eine Karenzstelle mit qualifizierten Personal zu besetzen, da kaum Qualifizierte auf einen 1-Jahresjob scharf sind. Das bedeutet, dass ich nicht nur blechen kann, sondern auch mehr hackeln darf.
Das sind die Gründe für die Schlechterstellung- nicht das fehlende BinnenI oder _.

Die Ilse vom Alsergrund 
22.02.2009 06:04
Liebe Freundinnen!

Ihr seid alle am falschen Dampfer. Nicht das fehlende BinnenI oder _ ist schuld daran, dass wir schlechter gestellt sind. Auch hat das nicht mit einer besonderen Boshaftigkeit der Männer zu tun, die mir im übrigen ziemlich wurscht sind.
Der Grund für die Benachteiligung der Frau liegt einfach darin, dass nur die Frauen Kinder kriegen können und damit für den Arbeitsprozess einige Zeit ausfallen.
Irgendwelche linguistischen Diskussionen über die Feminisierung der Sprache interessieren nicht einmal mich als Radikalemanze.

4simo  
31.10.2008 16:48
Liebe Redaktion

JA, das ist eine diskussion, die ich auch gerne mal unter frauen führen würde
JA wenn männer mitdiskutieren wollten, hätt ich es lieber, wenn die sich zuerst für die gründe intressierten, um den ansatz eines verständiss zu enwickeln, als gleich in häme und abwertung zu wechseln.

Aber nachdem diese beiträge einiges an allgemeinmeinung widerspiegeln und ich und andere immer wieder mit derartigene einseitigkeiten konfrontiert sind, würde ich ZUMINDEST die möglichkeit haben auf diese posts zu antworten.

by the way, ich bin alt genug um meinen standpunkt zu vertreten (die krücke aus dem nachtkasterl hol)

Geht das?
danke
ganz lieb!

Sibylle Rosenstrauch 
09.02.2009 19:22
Webmaster_in

Wer hat einen brauchbaren Tippfür, wie man das Wort 'Webmaster' gendern kann?
Wie ist die Variante oben?

Chien de Pique 
17.09.2009 18:48

Webmistress.

snap>shot
30.05.2009 08:26
person oder funktion

geht es darum, die person sichtbar zu machen, die die Arbeit macht?
Webmaster - wenn ein Mann
oder Webmasterin - wenn eine Frau die Webseite administriert.

alternativ kann auch neutralisierend der Begriff "Webadministration" gewählt werden. Dadurch wird zumindest niemand benachteiligt.

4simo  
09.02.2009 19:26
webmasterin scheint üblich zu sein

in wohl jeder schreiform von mit bis ohne binnen I

1000 Kopfläuse können nicht irren
13.11.2008 11:42
Woher...

... wissen Sie denn so genau, dass Männer sich NICHT "zuerst für die gründe intressierten"? Ist das nicht auch eine "allgemeinmeinung"? (C;

presonic
03.11.2008 17:07

liebe 4simo.
die einzige möglichkeit, die wir haben, ist die machos zu entlarven und nicht mit ihnen zu sprechen.
jim beam jr. ist ganz offensichtlich eher dem alkohol als einer sachlichen diskussion zugeneigt.
zur sache.
findest du den unterstrich gut? ich nicht. ich steh auf die duden-regel, die beide geschlechter in in wort und schrift anspricht. z.b. leser/-in (gesprochen leser und leserin). damit wird meines erachtens keiner diskriminiert (was beim binnen -I ja der fall wäre und zwar wenn man das wort ausspricht).

4simo  
09.02.2009 19:25
ich find den unterstrich sogar weit spannender als das binnenI

weil es damit kein problem der frauen ist, sondern aller, die in einer normierenden sprache übersehen werden, also auch männer weiblichen geschelchts.... und umgekehrt...
:)

ich finds spannend wieviele gruppen einfach übersehen werden, weil sie nicht der norm entsprechen!

presonic
11.02.2009 10:49

so gesehen hast du natürlich völlig recht.

Wolfs Mutter  
03.11.2008 17:25
Die

Benennung beider Geschlechter ist ja ganz gut, aber greift eben nicht bei der Sichtbarmachung derer, die sich keinem der beiden oder mehreren Geschlechtern angehören. Das ist der Haken.

genderdebate
06.11.2008 23:01

rechtgeben muss, danke für dein statement, wolfsmutter. nachempfinden kann und froh über erwähnung. greetings from rainbow.

presonic
03.11.2008 17:28

damit hast du allerdings recht. daran hab ich nicht gedacht. (vielleicht weils so selten vorkommt.) gut, dass du das erwähnst!

Jim Beam, jr.
31.10.2008 18:12
Ausgezeichnet, bin dafür.

Wie regeln wir das mit anderen Meinungen? Zur Relkaität zB. Wie bisher wird das dann nämlich ziemlich einseitig.

4simo  
01.11.2008 11:26
ja wie regeln wir das nur, grübelgrübel....

eine der *sitten* sie sich hier eingebürgert haben ist, anderen bruchstückhaft zusammengesetzte posts hinzuschmeisses, hat den vorteil, dass der poster sich nicht *outen* muss, weil man das dann ja ganz falsch verstanden haben kann...
sprechen Sie, deuten Sie nicht an! und evrsuchen Sie doch Ihren Standpunlt mit Argumenten und nicht mit Bewertungen zu untermauern!
wenn Sie dabei noch die Höflichkeit einhalten, bekommen Soe gerne eine Antwort von mir!
Danke!

Jim Beam, jr.
03.11.2008 10:00
Wie kommen Sie darauf, dass Sie hier Forderungen stellen können?

Hier wird übrigens ernsthaft diskutiert, da braucht es keine mädchenhaften Versuche sich eine Idealwelt zurechtzuschminken.

presonic
03.11.2008 17:11
mädchenhafte versuche?

was ist mädchenhaft an der forderung nach einer höflichen und sachlichen diskussion?
wir feministinnen sind eher an einer menschlichen (daher auch sachlich und höflich) diskussion interessiert in der keiner diskriminiert wird.

4simo  
03.11.2008 10:17
:) uiui, also noch hab ich nichts davon gehört, das man diese notariell zu beglaubigen hat!

Die Frage ist also nicht, ob ich/jemand anderer hier forderungen stellen kann, das ist leicht, sondern ob zB Sie überhaupt in der Lage sind diese zu erfüllen!

was dieselbigen angeht:
das waren
- sachargumentation
- in klartext
- mit einer grundhöflichkeit
in ihrer wertung wär das dann *mädchenhaft*
dann sei burschenhaft wohl:
- emptional
- abwertend
- polemisch
- unhöflich

was das wieder mit ihrer beschreibung von ernsthaft zu tun haben soll, ist mir schleierhaft!...

aber probieren Sies doch nochamal :
mit Sachargument, einer grundhöflichkeit, und uU versuchen Sie mal nachzuvollziehen warum die sichtbarmachung ihrer Leistungen für viele Frauen ein Thema ist!

Jim Beam, jr.
03.11.2008 10:23
Werden Sie erwachsen und lernen Sie mit anderen Meinungen umgehen.

4simo  
03.11.2008 10:30
Lernen Sie mal ihre Meinung altersgemäß zu vertreten, oder muß ich bei Ihnen doch das frühe Teenageralter annehmen?

dann bin ich gerne bereit Ihre Äußerungen als MEINUNG zu respektieren.







Jim Beam, jr.
03.11.2008 10:52
Sry, Sie sind einfach kein Maßstab. Warten Sie den Dienstag ab.

fanni sing
30.10.2008 18:38
das ist müh_sam.

warum schaffen wir das zweite und dritte geschlecht grammatikalisch nicht einfach ganz ab? wir könnten ein neues erfinden oder einfach würfeln, welches erhalten bleibt ... oder wir könnten eine vereinbarung treffen, eine art warning label, dass es so oder so ziemlich egal, bzw. nicht irgendwie diskriminierend gemeint ist. ich glaube, dass unsere vorurteile und unbewiesenen annahmen mit sprachlichem ausdruck weniger zu tun haben, als mit traditionellen handlungskonzepten und verhaltensweisen. und wenn wir die ändern, ändert sich die sprache sowieso ... bzw. die bedeutungszuweisung ...

ernst-rosmer 
29.10.2008 10:00

JEDES wort stellt gegenüber der komplexeren wirklichkeit eine verkürzung dar, verkrüppelt und diskriminiert diese. bezeichnungen sind IMMER beleidigungen. die einzige gerechte sprache ist keine.

der vorschlag mit der leerstelle weist deshalb in die richtige richtung: setzt leerstellen an stelle der zeichen und wörter. schafft die sprache ab! alles andere widerspricht einer gender-gerechten ethik.

4simo  
30.10.2008 09:37
nur ist die sprache

eine überzufällige verkürzumg, die immer standardmäßig auf kosten der beachtung der frauen geht und ein spiegel der mangelnden gesellschaftl. wertschgätzung darstellt!

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