90 Prozent der Betroffenen sind weiblich

  • Bild der Plakataktion "WaageMut"

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Zum 10-jährigem Bestehen der Wiener Ess-Störungshotline wird Bilanz gezogen - 2000 Mädchen in Wien hätten ein akutes Risiko

Wien - Seit zehn Jahren gibt es in Wien eine eigene Essstörungshotline und 18.000 Menschen nutzten seither das Angebot der kostenlosen Beratung und Information. Insgesamt hat das Hotlineteam, das aus Psychologinnen, Psychotherapeutinnen und Sozialberaterinnen besteht, 10.000 Beratungsstunden durchgeführt. Das Themenspektrum reichte hierbei von der reinen Aussprache, über die Suche nach Therapieplätzen bis hin zur Hilfe in einer aktuellen Krise.

Und nach wie vor scheinen Essstörungen in der überwiegenden Mehrheit ein weibliches Phänomen zu sein: 90 Prozent der 18.000 Menschen, die sich unter der Telefonnummer 0800/201120 an die Hotline gewandt haben, waren Mädchen und Frauen. Die durchschnittliche Beratungsdauer betrug dabei 17 Minuten - ein hoher Wert für eine Hotline, wie das Wiener Gesundheitsressort am Mittwoch mitteilte. Seit 2003 wird überdies die Beratung zu Anorexie, Bulimie und Co via E-Mail angeboten.

Allein in Wien hätten derzeit mehr als 2.000 Mädchen und rund 100 Buben ein akutes Risiko, an Magersucht oder Bulimie zu erkranken, hieß es. Das 10-Jahres-Jubiläum der Einrichtung wurde am Dienstagabend im Theater des Augenblicks im Beisein von Stadträtin Sonja Wehsely (S) und der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten Beate Wimmer-Puchinger begangen. Auf dem Programm stand die Vorpremiere des Stücks "Kohldampf - Hunger im Schlaraffenland" und ein Auftritt der Rounder Girls. (APA)

 

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