Internet-Verkupplung auch für Lesben und Schwule

20. November 2008, 11:51
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    foto: apa/ roland schlager

    eHarmony hat sich angesichts einer juristischen Klage dazu entschlossen, auch Homosexuellen PartnerInnen zu vermitteln.

US-Internet-Agentur schloss Vergleich mit schwulem Kläger - Agentur muss nun auch Schwule und Lesben vermitteln

New York - Die US-Internet-Agentur eHarmony hat sich angesichts einer juristischen Klage dazu entschlossen, auch Homosexuellen PartnerInnen zu vermitteln. Das Justizministerium des Bundesstaates New Jersey veröffentlichte am Mittwoch den Vergleich zwischen eHarmony und dem Homosexuellen Eric McKinley, der vor drei Jahren gerichtlich gegen die PartnerInnenvermittlung vorgegangen war.

Dienste auf für Homosexuelle

Demnach erhält McKinley 5.000 Dollar und eine beitragsfreies Mitgliedsjahr bei eHarmony. Darüber hinaus muss die Internet-Agentur 50.000 Dollar Gerichtskosten begleichen. Ferner verpflichtet sich eHarmony, spätestens ab dem 31. März 2009 Schwulen und Lesben dieselben Dienste anzubieten wie Heterosexuellen.

eHarmony fürchtete nach eigenen Angaben, dass sich das Verfahren wegen Diskriminierung als völlig unkalkulierbar herausstellen könnte. Das Unternehmen erklärte, es betreibe keine "Diskriminierung auf der Basis der sexuellen Neigung". Die PartnerInnenagentur wurde 2000 von dem Psychologen Neil Clark Warren gegründet. Das Unternehmen nimmt für sich in Anspruch, pro Tag mehr als 200 Paare zusammenzuführen, die sich am Ende zur Ehe entschließen. (APA/AFP

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14 Postings
barbawum
00
3.12.2008, 12:15

Kann man da einen Lebensmenschen finden?

Nilpferd
12
21.11.2008, 10:09

Seit wann kann man einer Firma vorschreiben was sie anzubieten hat und was nicht?
Da könnte man ja ein Geschäft für Frauenkleidung verklagen weil sie kein Angebot für Männer bereitstellt.

joergipoergi
15
20.11.2008, 12:46
hmmmm....

Also da gibt es doch auch einige explizit schwule oder lesbische Partnervermittlungen, ob ich die auch klagen kann? Nicht das ich meine, das müsste getrennt sein, oder das eine wäre etwas anderes als das andere, aber meiner Mainung nach ist das einfach der Markt, man macht halt das was man gut kann oder machen will.

mfg

my thoughts...
33
20.11.2008, 19:39

und was wäre, wenn sie ein lokal aufmachen, das nur für weiße ist? gibt ja auch lokale, wo vor allem afrikaner sind? problem erkannt?

Chien de Pique
11
21.11.2008, 21:51
Der Vergleich hinkt.

Es geht hier eher um ein Lokal, das nur Bier ausschenken will und keinen Wein. Dem passionierten Weintrinker ist es ja nicht verboten, sich hier ein Bier zu bestellen - wenn ihm Bier nicht schmeckt, dann ist das in meinen Augen nur sein Problem. Absurd ist es, das Lokal zu zwingen, nun auch Wein auszuschenken - zumal es ja genug andere Lokale gibt, die sich besonders den WeinfreundInnen anbieten.

my thoughts...
21
23.11.2008, 15:12

sexuelle orientierung ist eine eigenschaft, keine geschmacksache!

joergipoergi
01
21.11.2008, 09:13

Sie kennen lokale, die für Weiße verboten sind? Ich kenn zum Beispiel auch viele Lokale, wo hauptsächlich Weiße drinnen sind, aber stelln sie sich vor, Schwarze dürfen dort auch hinein. Wenn sie sich ein intelligentes und vor allem logisch schlüssiges Beispiel denken können, dann können wir gerne weiterdiskutieren, aber es gibt wohl einen riesen Unterschied zwischen 'nur für ..' und 'vor allem ..'

mfg

my thoughts...
00
23.11.2008, 15:19

Sie habens geschafft, sich genau auf den Teil meiner Aussage zu stürzen, um den's nicht gegangen ist:

Dass es für eine diskriminierte Gruppe / Minderheit in spezielles Angebot gibt, bedeutet nicht, dass diese Gruppe keinen Schutz für Diskriminierung mehr benötigt. Es gab vor 50 Jahren in den USA in Bussen eigene Sitzplätze für Schwarze, warum sollte es also nicht eigene Sitzplätze für Weiße geben? Also eh niemand diskriminiert?

joergipoergi
00
24.11.2008, 10:30

Das sie in ihrem Zweizeiler mehr als nur eine Aussage sehen, befremdet mich etwas, aber bitte. Ansonsten bin ich natürlich dafür eine Minderheit vor Diskriminierung zu schützen, nur wie das im Falle der Partnerbörse passiert, ist mir nicht ganz schlüssig. Man kann eben nicht alles mit allem vergleichen.

MIP1
22
20.11.2008, 21:13

Das Problem ist ein juristisches Problem: Es ist nicht erlaubt.
Aber abseits des geltenden Rechts: Warum soll es eigentlich im privaten Verkehr nicht erlaubt sein? (Im öffentlich-rechtlichen Bereich ist Diskriminierung selbstverständlich ausgeschlossen.) Warum soll ein privater Lokalbetreiber nicht entscheiden dürfen, wen er hereinläßt? Natürlich ist es nicht sympathisch, wenn Afrikaner ausgeschlossen werden, aber Sympatahie ist hier nicht relevant. Dann ist so jemand eben ein Rassist und Unsympathler, und es gehen halt alle, denen das nicht gefällt, in Lokale, für die es keine solchen Beschränkungen gibt. Das regelt sich.
Daß der Gleichheitsgrundsatz im privaten Bereich wirken soll, ist einfach nicht einzusehen.

my thoughts...
00
23.11.2008, 15:13

Der Schutz vor Diskriminierung von Minderheiten muss auch im privaten Bereich gelten. Sonst werden irgendwann, wie vor 70 Jahren, wieder Leute auf der Straße angespuckt.

Name unbekannt, männlich
31
20.11.2008, 12:16
Möglichkeit für Petzi einen neuen Lebensmenschen zu finden

Christoph H.
10
20.11.2008, 13:16

Gäbe auch sonst genug Möglichkeiten ...

merz1
 
22
21.11.2008, 11:13

ich will nur anmerken, daß es auf der gayboy at homepage bei den kontakten eine heterorubrik gibt...für alle die sudern wollen und jetzt auf die idee kommen die bösen schwulen und lesben würden heteros ausschließen...

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