Studie: Psychische Folgen kosmetischer Eingriffe unterschätzt

17. Dezember 2008, 15:01
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    foto: pascal le segretain/getty images

    Nicht nur die Bildpolitik einschlägiger Frauenmagazine unterstützt den Trend zur operativen "Schönheit", wie ForscherInnen nun herausgefunden haben, auch die begleitende Berichterstattung dazu: Von möglichen negativen Folgen ist nur bei 18 Prozent der Beiträge die Rede.

ForscherInnen analysierten Beiträge in US-Frauenzeitschriften und stellten fest, dass dort nur von positiven postoperativem Körpergefühl die Rede war

Vancouver - Dass die psychologischen Risiken der Schönheitschirurgie oftmals unterschätzt werden, konstatiert eine aktuelle Studie kanadischer WissenschafterInnen, die in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "Women's Health" veröffentlicht wurde.

Bereits als normale Form der Körperpflege dargestellt

Demnach werden mögliche Auswirkungen von ästhetischen chirurgischen Eingriffen auf die Psyche nur in 18 Prozent der Artikel in nordamerikanischen Frauenzeitschriften erwähnt, die sich mit dem Thema beschäftigen. Oftmals werde die Schönheitschirurgie inmitten von Berichten über Mode und Schlankheitsdiäten als normale Form der Körperpflege dargestellt, sagten die ForscherInnen der University of British Columbia.

Positives Körpergefühl

Für ihre Untersuchungen hatten die WissenschafterInnen 35 Artikel ausgewertet, die in den vergangenen fünf Jahren in Frauenzeitschriften in den USA und Kanada erschienen waren. Darin sei immer wieder davon die Rede, dass ästhetische chirurgische Eingriffe positive Auswirkungen auf das Körpergefühl haben könnten.

Keine Rede von Depressionen

Nach Einschätzungen der ForscherInnen könne nach einer solchen Operation aber auch die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper wachsen, was oftmals Depressionen bis hin zu Selbstmordgedanken zur Folge habe. In den USA ist die Zahl der Schönheitsoperationen im Jahr 2007 um acht Prozent auf 1,5 Millionen Eingriffe angestiegen. Am beliebtesten war das Fettabsaugen. (APA/Ag.)

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zwergleviathan
00
26.3.2010, 16:03
da bei den angresprochenen "Kundinnen" plastischer Chriurgen

keine rekonstruktiven EIngriffe vorgenommen werden sondern rein "ästhetische" Operationen möchte ich eine These aufstellen:

Die angesprochene Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper ist eine Folge des Wunsches extrinsisch motiviert zu werden.
Es geht also darum daß "andere" einen schön finden, dann kann man sich selbst schön finden.

und bleibt das positive Feedback (teils aufgrund postoperativer Schwellungen und Komplikationen) nach der OP aus, so setzt die Depression ein...

Leider ist das ein Zeichen von Unreife. Hierfür jene verantwortlich zu machen die einen "schön finden" sollen ist egentlich armselig.

Verantwortlich dafür daß Frauen "gefallen" wollen ist ihre Eitelkeit, kein gesellschaftliches Diktat des unsichtbaren Patriarchats!

Antimonetarier
01
23.12.2008, 10:49
das nach einer Operation

das Selbstmordrisiko steigt wundert mich nicht.
Ein Chirurg kann doch keinen Psychologen ersetzen!

peter schmidt
 
01
20.12.2008, 16:42
was mich auch interessieren würde

tun den die operationsfolgen bei wetterwechsel stress und so weiter nciht furchtbar weh?

vor allem im gesicht?

ich habe die eine oder andere narbe an nicht empfindlicher stelle und sogar die tun manchmal weh.

wenn ich dann in der pratersauna die tatsächlich fesche gattin des berühmten chirurgen sehe die sogar an so empfindlicher stelle wie dem weiblichen geschlechtsteil operiert ist ist das zwar optisch durchaus interessant tut mir aber so sogar beim zushen weh.

zwergleviathan
00
26.3.2010, 15:53
die Isabella tut beim Hinschauen weh

egal wo man hinschaut...

Fr. Schlauchbootlippe/Brustimplantat Meus ist wohl eher ein abschreckendes als schönes Beispiel für plastische Chirurgie

jumpingjack flash
00
21.12.2008, 14:34

wie meine sie das - sieht man bei der etwa die operationsnarben? wobei nicht alle narben müssen später unbedingt weh tun glaub ich.

zwergleviathan
00
26.3.2010, 17:29
ob man die narben sieht ist doch egal

aber wenn eine mit der lippe wasserschöpfen kann is bei mir der ofen aus

und auf den bauch legen kann sich die auch nimmer....

Pennpatrik
32
19.12.2008, 14:24
Hier versagt die Frauenbewegung ...

... es sind nicht die Männer, die diese Hungerkörper und Silokonbrüste haben wollen.
Das ist ein Produkt der Modeindustrie.
Schon mal ein magersüchtiges Model in einem Sexfilm gesehen? Das interessiert Männer nicht.
Die Abwendung vom weiblichen Körper und die Zentrierung der Frau auf männliche Eigenschaften, Verhalten und Kleidung (wie das der Feminismus macht) konnte nur schiefgehen.
Auch hier wollte man einen neuen Menschen schaffen (was ja schon des öfteren schiefgelaufen ist).
Der Genderwahnsinn, der jetzt über die EU zu uns kommt, wird den Frauen noch mehr schaden. Es wird irrwitzig viel Propaganda kosten um ihnen das als Vorteil zu verkaufen.

typograph
00
Vollinhaltliche Zustimmung

rhaino
02
22.12.2008, 12:08

Welch krude Agrumentationskette!
--> "Männer mögen keine magersüchtigen Frauen": Warum setzten dann aber ebendiese Männer extrem dünne Frauen immer und immer wieder in den Werbungen und Filmen ein? Denn es sind hauptsächlich Männer, die hier am Werken sind. Es scheint also doch, dass es gerade die Männer sind, die öffentlich solche Körper fordern.

--> Ein Anliegen des Feminismus ist es, Menschen zum Nachdenken anzuregen, was denn genau "männliche Eigenschaften und Verhalten" sind. Grund dafür war, dass sich die überwältigende Mehrheit der Frauen eben nicht mit den sogenannten "weiblichen Eigenschaften" identifizieren konnten. Diese neue Sicht der Dinge hat einiges verändert- sicher nicht aber die Frauen zur Magersucht getrieben.

zwergleviathan
00
26.3.2010, 15:54
seit wann arbeiten in der Werbung nur Männer?

oder hab ich etwas wichtiges verpasst?

presonic
03
22.12.2008, 10:33

na und jetzt rat mal, wer in der modeindustrie das sagen hat....

Antimonetarier
02
24.12.2008, 16:44
hmm

frauen und schwule männer?

Lilith Boessse
 
00
19.12.2008, 12:41
die psychischen probleme

muss es ja wohl vorher schon gegeben haben, sonst würde es ja zu keiner operation kommen.
die frage ist also: kann eine schönheits op die psychischen probleme beseitigen? und da wissma die antwort eh!

p.s. selbstverständlich außer bei wiederherstellungsoperationen nach unfällen und so

die rote baronin
02
18.12.2008, 14:57

Warum sollte man Depressionen nach so einen Eingriff bekommen?
Meine Erklärungen:
Man hatte sie schon vorher, wollte was mit der Operation verbessern, wirkte aber nicht (weil die Ursachen wo anders als an diesem oder jenem Makel lagen, bzw. weil man zuhohe Erwartungen hatte was dann geschieht: Erfolg, Beliebtheit,...).
Eine Narkose führt zu Depressionen (wohl unwahrscheinlich).
Die Operation wurde verpfuscht (kommt auch nur selten vor).
Ich denke mir, dass die meisten Leute, die sowas machen lassen froh drüber sind.

emanze c
04
19.12.2008, 10:35

Wenn mir die Ergebnisse der Operationen in den Sinn kommen, kann ich mir die Depression schon vorstellen.
Der "Plastiklook" macht eben keine Jolie oder Bündchen aus den operierten Menschen, der Effekt wird denke ich in d präoperativen Beratung falsch dargestellt bzw falsche Hoffnungen werden geweckt.
Das Ergebnis sieht abgesehen von Minimaleingriffen am Näschen à la Lopez meist schrecklich aus, und das sehen auch die Operierten.
Also enttäuschte Hoffnung über das doch nicht weltstarmäßige Aussehen trotz Schmerzen, Risken, Kosten.. das reicht für eine Depression mAn.

die rote baronin
01
20.12.2008, 13:54

Jolie ist selbst operiert (an der Nase). Bei sehr vielen Frauen sieht man die Operationen nicht, da es nur kleinere Veränderungen sind.

presonic
00
22.12.2008, 10:34

und hat aufgespritzte lippen. nicht zu vergessen.

die rote baronin
00
22.12.2008, 14:06

Nein, die Lippen sind echt (sieht man an Kinderfotos, bzw. an ihrer Tochter). Aber die Nase ist verändert.

Dieses Wissen ist mir echt peinlich - aber dem kommt man einfach nicht aus.

DasLebenIstSchwerUndDannStirbtMan
01
22.12.2008, 09:28

joli ist einfach "von natur aus" eine sehr hübsche frau.
man kann vielleicht kleine makel beseitigen.... ein ganz neues gesicht und einen ganz anderen körper wird man durch eine operation nicht bekommen.... nicht im positiven sinn.

die rote baronin
01
22.12.2008, 12:40

Verlängerte Beine, ein neuer Busen, eine verkleinerte Nase,... - solche einzelne Dinge können optisch einen ganzen Menschen verändern. Nicht alle die sich so operieren lassen hören dann nimmer auf (ja, manche verschanteln sich damit wirklich, aber das ist wohl eine Minderheit).
Nochwas: Kinder die Blutschwämme haben: Wenn diese entfernt werden, sehen die Kinder wirklich vollkommen anders/neu aus. Und sowas unterstütze ich auch unbedingt (im Gegensatz z. B. zu Krankenkassen, den meisten Schönheitschirurgen,...).

DasLebenIstSchwerUndDannStirbtMan
00
22.12.2008, 13:15

also... immerwieder diese beispiele von menschen die durch krankheit oder unfall entstellt sind.... sowas will ich persönlich nicht gelten lassen, weil es auf einem anderen blatt steht.
aber es gibt eben anatomische gegebenheiten, die sich nicht so leicht wegoperieren lassen. sicher sieht man mit einer stupsnase anders aus als mit einem 10cm zinken.
trotzdem hat man danach nicht ein neues gesicht.
ich finds schrecklich wenn eine gesichtsfassade nichtmehr zur "bausubstanz" passt, die sich drunter befindet. sowas kann nie schön sein.

super cat
00
20.4.2009, 19:40

SChönheit liegt in den Augen des Betrachters und ganz besonders in den Augen der- oder desjenigen der sich täglich im Spiegel schaut. Wenn sich jemand mit seiner Nase oder den abstehenden Ohren nicht wohl fühlt - und womöglich jahrelang gehänselt wurde deswegen - dann ist eine Operation eine gute Sache. Das muss jeder für sich wissen. Manche sehen den Zinken als Markenzeichen an, manche leiden darunter. Muss jeder für sich wissen.

die rote baronin
01
22.12.2008, 14:10

Es gibt sicher eine Menge an Frauen/Männer die Sie als schön bezeichnen würden, wo operiert wurde (z.B. Hollywood: die Nichtoperierten (v.a. Frauen) können sie an einer Hand abzählen). Nicht alle sehen künstlich aus.
Ich bin kein Fan der Schönheitschirurgie - aber dass die nur Hässliches produziert stimmt nun auch wieder nicht. Ein Problem hab ich eher mit den allgemeinen/gesellschaftlichen Auswüchsen.

limdul
10
18.12.2008, 01:40

Abgesehen von wirklichen Mißbildungen und kleinen Eingriffen erwarten wohl die Meisten, die radikalere Änderungen vornehmen, daß sie zu einem "neuen"/"besseren" Menschen werden. Und wenn das dann nicht eintritt kommt die große Depression.

Abgetrieben wird in der westlichen Welt wohl hauptsächlich, damit sich eben am aktuellen Lebensstil nichts ändert. Damit wird zumindestens keine Depression wegen innerer Unzufriedenheit entstehen.

jumpingjack flash
53
17.12.2008, 20:38

bei einer abtreibung gibts lt. studien keine negativen psychischen auswirkungen - bei schönheitsops aber schon - versteh ich nicht.

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