Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat am Donnerstag Zahlen zur gerungfügigen Beschäftigung und Teilzeitarbeit vorgelegt: Beide waren auch 2007 weiblich dominiert. Der Frauenanteil in der Teilzeitbeschäftigung machte 85,9 Prozent aus, in der geringfügigen Beschäftigung 69,4 Prozent und die freien Dienstverträge (51,9 Prozent) wurden ebenfalls überdurchschnittlich stark von Frauen genutzt. Dagegen waren die selbstständigen Tätigkeiten und die Leiharbeit (Frauenanteil: 18,7 Prozent) überproportional von Männern besetzt.
Steigerung der Durchlässigkeit von Nöten
Diese große geschlechtsspezifische Konzentration spiegle die Anforderungen wider, Familie und Beruf zu vereinbaren, so das Wifo. Eine vorausschauende Arbeitsmarktpolitik sollte daher einer beschäftigungsspezifischen Aufteilung auf dem Arbeitsmarkt durch Steigerung der Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Erwerbs- und Lebensformen entgegenwirken. Es bedürfe daher den Zugang und die Teilnahme an Aus- und Weiterbildung, die Neuausrichtung von Betreuungseinrichtungen oder die Bereitstellung öffentlicher Infrastruktur, so das Wifo.
Knapp 780.000 Personen teilzeitbeschäftigt
Insgesamt wurden im Jahr 2007 in Österreich durchschnittlich 3,344.000 aufrechte unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse beziehungsweise 3,227.400 aktive Beschäftigungsverhältnisse (ohne Präsenzdiener und Personen mit Kindergeldbezug) verzeichnet, so das Wifo, das sich dabei auf Daten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger bezog.
Der Mikrozensus der Statistik Austria wies hingegen 3,450.200 unselbstständig Beschäftigte aus (davon 137.500 geringfügig Beschäftigte). 779.200 Personen gaben an, im Jahr 2007 teilzeitbeschäftigt gewesen zu sein. Die Zahl der Leiharbeitskräfte machte nach Angaben des Wirtschaftsministeriums 66.688 aus. Knapp 40 Prozent waren in der Industrie tätig und 37,1 Prozent in Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen.
Im Jahr 2007 verzeichnete der Hauptverband laut Wifo 26.100 freie Dienstverträge. Sie sind eine Hybridform zwischen unselbstständiger und selbstständiger Beschäftigung.
Zahlen zu Selbstständigkeit unklar
Wie viele ÖsterreicherInnen selbstständig tätig waren, könne hingegen nicht exakt gesagt werden. Laut Ministerium gab es 392.400 hauptbeschäftigte Selbstständigen, nach Wifo-Schätzung waren es 395.800 Selbstständige (einschließlich der freien Berufe). Der Hauptverband verzeichnete 458.700 pflichtversicherte selbstständige Beschäftigungsverhältnisse (einschließlich 38.100 neuer Selbstständiger). Der Mikrozensus wies 577.700 Selbstständige auf.
Die Beschäftigungsquote der 15- bis 64-jährigen Bevölkerung reichte 2007 von 64,5 Prozent beziehungsweise 66,6 Prozent (aktive Unselbstständige laut Hauptverband plus Wifo-Schätzung der Selbstständigen) bis 71,4 Prozent (Mikrozensus).
Relativ breite soziale Absicherung
Im europäischen Vergleich sind die einzelnen Beschäftigungsformen laut Wifo in Österreich relativ breit sozial abgesichert. Zahlreiche verbliebene Ungleichbehandlungen zwischen den einzelnen Formen im Arbeitsrecht gehen auf die zunehmend verschwimmende Grenze zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbstständigkeit zurück, so die WirtschaftsforscherInnen. Die sozialrechtliche Integration sowie die Ausdehnung der Arbeitslosenversicherung, die verpflichtende betriebliche Altersvorsorge und ähnliche Maßnahmen für freie Dienstverträge seien wesentliche Schritte in Richtung einer gleichberechtigten Absicherung auch alternativer Beschäftigungsformen. (APA)
In diesem Jahr finden turnusmäßige Wahlen für die Aufsichtsräte statt - Gleichberechtigung dürfe sich nicht auf Aufsichtsräte beschränken
ChristdemokratInnen und Liberale lehnten mit ihrer Mehrheit einen entsprechenden Antrag der Opposition ab
Keine Zustimmung zu Oppositionsvorschlag, aber ab 2020 im Wahlprogramm
Damit hätte der deutsche Konzern einen Frauenanteil von mehr als zwei Drittel in der oberen Etage
Dem Justizsprecher geht die Gleichstellung zu langsam - Die Quote als adäquates Rezept - Mitterlehner und Co. sind gegen die Quote
Die StudienautorInnen machen Quotenregelungen für den Anstieg verantwortlich - Ruanda führt die Liste an, das EU-Parlament liegt mit 35 Prozent im Mittelfeld
Der SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht darin ein wirkungsvolles politisches Instrument - 80 Prozent finden Sexismus-Debatte wichtig
Kommissarin Viviane Reding ist sich sicher, dass gesetzgeberischer Druck wirke - Erhöhung um 2,1 Prozent von Jänner auf Oktober 2012
Nur sechs Mitgliedsländer beklagen Verletzung des Subsidiaritätsprinzips durch geplante Regelung
Mit überwältigender Mehrheit wies das Parlament den Vorschlag der EU-Kommission zurück - Ablehnung kommt auch von anderen Staaten
Weiblicher Anteil in Direktorien seit 2005 unverändert bei 16 Prozent - Nicht-weiße Frauen werden noch stärker diskriminiert
Grüne-Fraktionschefin will den Fraktionszwang aufheben - EU-Kommission will 40 Prozent Frauen bis 2020
Horst Seehofer: Deutsche Bundesregierung soll EU-Beschluss nicht umsetzen
Firmen müssen Frauen bei gleicher Qualifikation den Vorrang geben, wenn ihre Aufsichtsräte nicht zu 40 Prozent weiblich sind - Reding hat eine Mehrheit dafür
Bei Anteil in Leitungsorganen größter börsenotierter Unternehmen von Platz 18 (2010) auf Rang 15 (2012)
SPÖ-Europaabgeordnete fordert Auswahlverfahren mit weiblicher Beteiligung - Othmar Karas: EZB-Direktorium nicht mit Frauenfrage vermischen
Kommission will Rechtmäßigkeit der Vorschrift noch weiter prüfen
Merkel soll Abstimmung im Bundestag über Einführung der Frauenquote ohne Fraktionszwang erlauben, damit Merhehit für Quote zustande kommen kann - FDP will Machtwort gegen Quote hören
Flexiquote statt fixer Quote: Spitzen von CDU und CSU fordern KollegInnen auf, sich parteikonform zu verhalten
Frauenanteil in den Aufsichtsräten von börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen von 20 Prozent ab dem Jahr 2018 und 40 Prozent ab 2023 fixiert
CDU-PolitikerInnen von Saarland und Sachsen-Anhalt befürworten entgegen ihrer Parteilinie eine gesetzliche Quote - Abstimmung am Freitag
Mit der Ablehnung Deutschlands gegen die Quote verfügen die KritikerInnen über eine Sperrminorität - Reding bleibt siegessicher
Zehn Mitgliedsländer stellen sich gegen die Richtlinie der Justizkommissarin und erreichen damit eine Sperrminorität
Bundesvorsitzende Fürntrath-Moretti gegen fixe Frauenquote und für "nachhaltigen Paradigmenwechsel", der Frauen trotz Familienarbeit Karriere ermöglicht
Nicht nur, dass man die armen Frauen in die Teilzeitarbeit drängt, nein! - man verwehrt ihnen auch noch die Segnungen der Leiharbeit. Schweinerei! Ich bin für eine bedingungslose Frauenquote bei Tagelöh... äh - Leiharbeitern. Davor kann es keine Geschlechtergerechtigkeit geben.
das problem mit der statistischen verteilung liegt sicher darin, dass die firmen gedankenlos mehr frauen als männer in teilzeit einstellen. um das problem abzustellen hilft nur eins: verbieten! dann dürfen eben nur ebenso viele frauen in teilzeit angestellt werden wie in vollzeit. umgekehrt könnte man das auch für die vollzeitjobs machen - in allen branchen, arbeitsarten und karrierestufen vom kanalarbeiter über die frauenbeauftragte bis zum tennisstar. dann hätte frau endlich eine statistisch gerecht gegenderte wirtschaft.
überhaupt: vielleicht sollte man gegenderte arbeitszeitkonten einführen. männer dürfen dann nicht mehr stunden in erwerbsarbeit verbringen als frauen. wäre mal ein interessantes experiment...
das problem mit der statistischen verteilung liegt sicher darin, dass die firmen gedankenlos mehr frauen als männer in teilzeit einstellen. um das problem abzustellen hilft nur eins: verbieten! dann dürfen eben nur ebenso viele frauen in teilzeit angestellt werden wie männer. umgekehrt könnte man das auch für die vollzeitjobs machen - in allen branchen, arbeitsarten und karrierestufen vom kanalarbeiter über die frauenbeauftragte bis zum tennisstar. dann hätte frau endlich eine statistisch gerecht gegenderte wirtschaft.
überhaupt: vielleicht sollte man gegenderte arbeitszeitkonten einführen. männer dürfen dann nicht mehr stunden in erwerbsarbeit verbringen als frauen. wäre mal ein interessantes experiment...
Beruf und Familie vereinbaren KÖNNEN
heisst für mich, dass BEIDE partner möglichst wenig arbeiten MÜSSEN.
ich verstehe und verstehe und verstehe nicht, wieso hier überall so getan wird, als sei es wünschenswert, sich und seine zeit an reichere menschen, sog. arbeitgeber, zu verkaufen. vor hundert jahren beklagte man den zwang zur erwerbsarbeit noch als "ausbeutung", heute wird so getan, als sei sie das höchste aller güter (und im zweifelsfalle wichtiger als die familie, zu deren ernährung nur einst millionen von männern in die fabriken und bergwerke schuften gingen).
bald wird noch geld dafür verlangt werden, dass mensch arbeiten DARF. (bei den praktika ist es ja fast schon so weit).
merkwürdige gehirnwäsche. (ist das "feminismus"?)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.