"Schön sein heißt heute naiv sein"

Dagmar Buchta
18. Jänner 2009, 23:25
foto: reuters
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"Der Schönheitsmythos wurde perfektioniert, um dem Vormarsch der Frauen in allen Lebensbereichen einen Riegel vorzuschieben".

"Schön sein heißt heute glatt, also naiv und jung sein. Der Schönheitsmythos schreibt in Wahrheit Verhaltensmuster vor und nicht äußere Qualitäten".

Naomi Wolf
geb. 1962
am. Journalistin und Autorin

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Auch keine Schönheit ...

lol -männliche wahnvorstellungen... haben sie letztens mal ein sogenanntes frauenmagazin aufgeschlagen?

all diese "wahnvorstellungen" werden hauptsächlich von frauen konsumiert und gelebt, das ist eine riesen industrie die inzwischen hauptsächlich von frauen betrieben wird...

also machen die frauen sich selbst unfrei? weil sie dann doch den männern gefallen wollen? klingt nach einer identitätskrise wird aber von den fems als "männliche gewalt" interpretiert.

von soetwas wie meinungsbildung

, meinungsmacht und abhängigkeit haben sie wohl noch nie was gehört?

aber genau, die sklaven sind ja selber schuld, wenn sie sich versklaven lassen und nicht davonlaufen ..

sie sind ein bemitleidenswerter typ ..

Sie antworten nicht auf das Posting des Vorposters. Wieso machen die Frauen das aus Abhängigkeit? Niemand zwingt Frauen dazu diese Werbeindustrie und Schönheitsindustrie aufzubauen.

Meinungsmacht? Meinungsbildung? Der Vorposter meinte, dass diese Meinung von den Frauen erzeugt wird, also antwortet Ihr Posting nicht wirklich darauf.

also diese diktion verwenden sie, nicht ich.

ich kenne in österreich keine frauen die sich selbst als sklavinnen bezeichnen würden. im gegenteil, alle jungen frauen die ich kenne sind selbstbewusst, zielstrebig und erfolgreich, die würden sich schön wehren wenn sie jemand versklaven wollte...

wenn sie sich so sehen, dann muss wohl eher ich mit ihnen mitleid haben.

aber frauen konsumieren eben auch gerne diese "bösen" frauenmedien, die übrigens alle von frauen gemacht werden, da gibts höchstens ein paar quoten männer in den redaktionen.

da fließt auch eine menge geld durch anzeigen von kosmetik- und mode giganten in denen inzwischen auch hauptsächlich frauen sitzen, zumindest in den marketing abteilungen...

Männliche Wahnvorstellungen sind für mich ungepflegte, bierbäuchige Mitt-vierziger, die glauben, sie hätten bei jungen Mädchen eine Chance - diese Wahnvorstellungen sind ziehmlich verbreitet.
Und von "männlicher Gewalt" war in keinem der Texte die Rede, nur von sozialer Kontrolle. Und als solche haben die diversen Schönheitsideale durch die Epochen gedient. Natürlich waren auch Männer von diesen Schönheitsdefinitionen betroffen, allerdings nie so sehr wie Frauen, bei denen immer zusätzliche Restriktionen und Unterscheidungen in "ehrenwert" und "nicht ehrenwert" dazu kamen.
Mit den Frauenzeitschriften haben sie allerdings recht, ein klassischen Beispiel, wie sich Frauen selber sabotieren.

ja sowas ist grauslich... aber ich kenne kaum junge frauen die sich heute noch von soetwas verunsichern lassen (was auch gut so ist).

ad soziale kontrolle: das impliziert doch dass jemand bewusst kontrolliert, was aber nicht stimmt, wer sollte das denn sein?

gesellschaftszwänge gibt es übrigens auch für männer z.B.: erfolgsdruck, wettbewerb, emotionale distanz, kriegführen etc...

aber das wird halt heutzutage nicht so thematisiert wie die weiblichen probleme.

"Schön sein heißt heute naiv sein"

Tja, da haben wir das Problem. Weil Frauen das wirklich glauben, kümmern sie sich mehr um’s Äußere als um die inneren Werte.
Als Mann kann ich nicht bestätigen, das Schönheit das wichtigste Gut ist. Aber scheinbar sind Frauen, die nicht so schön sind (oder sich dafür halten) eher gezwungen, über ihre inneren Werte zu agieren. Die wahre Schönheit sieht man von Aussen nicht. Und ist im Übrigen auch wahnsinnig selten.
So gesehen stimmts: wer sich mehr um seine äußeren als um die inneren Werte kümmert, ist nicht nur naiv, sondern hochgradig dämlich.

Jeder Mensch sucht seinen Weg zum Erfolg beim anderen Geschlecht

Männer wollen Status haben und/oder ausstrahlen (Geld, Macht, Ansehen), Frauen wollen hübsch und jung aussehen. Das sind die Merkmale, nach denen das jeweils andere Geschlecht seit jeher sucht. Ist in unserer Biologie so programmiert - Gender Mainstreaming hin oder her.
Wer diesen Merkmalen nicht entsprechen kann und/oder will, der biegt sich halt seine Realität so hin, dass auf jeden Fall die anderen schuld sind - zB das böse Patriarchat.
Das nennt sich kognitive Dissonanzvermeidung.
Je grösser die kognitive Dissonanz, desto grösser die Wahrnehmungsverzerrung zwischen Umgebung und Selbst, ergo desto grösser der Aufwand zur Auflösung der Dissonanz, zB sich stundenlang hinsetzen und Zitate sammeln, die das eigene Minderheitenprogramm stützen

Deswegen gehen Ehefrauen reicher und mächtiger Männer auch nie und nimmer mit hübschen, jungen Kerlen fremd? :)

Der reiche und mächtige Mann als Financier und Statusspender, der junge kräftige Kerl als Samen- und Freudenspender! Siehe Kuckuckskinder-Statistiken...

Die Programmierung dürfte dann doch etwas weitgehender sein als in ihrem Eröffnungsbeitrag beschrieben, da reich und mächtig nicht ausreicht. Wie ist es bei Homosexuellen (männlich wie auch weiblich)?

Jung und hübsch oder Macht und Status?

Liebe Frau Benoite

die Frauen machen für Männer fast nichts sehr wohl aber lassen sie sich die Brüste verändern um anderen Frauen überlegen zu sein, daran werden weder sie noch die Genderideologie jeh etwas ändern können, weil ihr Denkansatz einfach falsch ist.

Nein, das stimmt so nicht. Frauen messen einander nicht über die Größe ihrer Brüste, und wenn sie das tun, dann weil sie, aus scheinbarer Notwendigkeit, eine Sichtweise angenommen haben, die nicht die ihre ist. Eine Frau, die bei Sinnen ist, lässt sich keinen Fremdkörper reinoperieren (außer er ist medizinisch unbedingt notwendig).
Oder anders gesagt: Menschen definieren sich unter anderem über ihre Sexualmerkmale. Wenn die zum Teil aus Plastik sind, ist auch das Selbstverständnis dieses Menschen nicht echt. So einfach ist das nämlich :-)

Vielleicht ist es aber sehr wohl die eigene Sichtweise!

Frauen wollen andere Frauen übertreffen und nutzen dazu vorhandene Möglichkeiten, zB Brustoperationen. Bei Schönheit wurde wohl schon immer nachgeholfen. Ich glaube jedenfalls nicht an die männliche Weltverschwörung, die Frauen dazu zwingt, sich Brüste operieren zu lassen und dergleichen!

Was mich in dieser Hinsicht beruhigt: nicht alle Frauen geben sich diesen Seltsamkeiten hin. Es gibt Frauen, die man am Ideal gemessen nicht als perfekt erkennt, aber von denen man sehr gefesselt wird. Mir fällt das manchmal im Theater oder bei Tanzaufführungen auf. Dort erzielen manche Darstellerinnen eine enorme Wirkung, wahrscheinlich einfach deshalb, weil sie mit sich zufrieden sind und sehr präsent sein können!

jung und schön sein....

junge menschen können nichts dafür, wie sie aussehen, ältere schon.

ab einem gewissen alter sieht man das innenleben der menschen, dummheit und stumpfsinnigkeit zum beispiel.

Daten von Simone de Beauvoir falsch

Lieber Standard, da ist dir/euch ein Fehler unterlaufen. Die korrekten Geburtsdaten (Jahr) von Simone de Beauvoir sind (9.Jänner) 1908 - (14. April) 1986.
Und nicht 1949 - 1986.

Das passiert hier öfter, am Quantitätsmedium

reine projektion

sowas von neu aber

natürlich sucht schon der Steinzeitmann instinktiv die Jüngste aus,bei der die Wahrscheinlichkeit,viel (überlebensfähigen) Nachwuchs zu zeugen,am höchsten ist
soviele Jahre nach Darwin noch immer keine Ahnung von nichts...

Körpermoden ändern sich.

In der Steinzeit war wahrscheinlich jung und extrem fett sexy. Im Mittelalter war Bauch aber keine Brust erotisch. Anfang des 20. Jahrhunderts war groß und hager und keine Brust erotisch. Später wars dann die Sanduhrfigur. Die ist jetzt out weil die Hüften zu dick sind. Momentan ist groß und hager und Rießenbrüste modern. Mit Darwin hat das für mich eher nichs zu tun.

Darwin spielt mit

Die Sanduhr ist scheinbar der Konstante Faktor: Was über die Epochen gleich bleibt ist das Verhältnis von Hüfte zu Taillie.
Es ist wiedermal so, dass Kultur (und natürlich auch Psychologie; das individuelle Schönheitsideal weicht oft genug vom kulturellen Durchschnitt ab) und Evolution bei der Schönheit zusammenspielen.
Wenn man einen dieser Faktoren nicht berücksichtigt, ergibt sich natürlich ein einfacheres Bild. Es ist zwar ein falsches Bild, aber das Patriachat allein kann verantwortlich gemacht werden und ist böse.
Dass es in Wirklichkeit nicht ganz so einfach ist, wird verschiegen.

Ein Wunder

dass die Menschheit noch nicht ausgestorben ist. Frau kommt ja mit dem Bodystylen nicht nach bei diesem Wechsel der Moden und kriegt somit keinen ab, der sie begattet.

Geschmäcker sind verschieden.

So heißt es jedenfalls ;)

Ja in der Stein-und Eiszeit

da gabs soviel zum essen,da gingen die Eisbären weg wie warme Semmeln

Steinzeit - extrem fett?

klar: da waren doch diese fastfood-Buden zwischen den Höhlen
die waren im Herbst grad so "dick",dass sie den Winter überleben konnten
im übrigen red ich hier vom genetischen Programm,nicht von der Mode

Drum wars wahrscheinlich das Ideal.

Alles was schwer zu erreichen ist ist attraktiv.

wer ist eigentlich dieser patriach, nach dem sich diese ganzen frauen richten? dem würd ich mal ordentlich meine meinung sagen, diesem (sicherlich) alten sack!

Pat Riarch, irischer Freiheitskämpfer, 3242 b.c., vielfach totgesagt, lebt aber glücklich mit seinen Frauen auf einer griechischen Insel

Ich befürchte, die über Jahrtausende entstandenen

Präferenzen der Männer, werden sich nicht so leicht wegreden lassen. Da mögen die Gegenargumente noch so einleuchtend sein.
Michael

über jahrtausende entstandenen? natürlich unterliegt das was an menschen schön gefunden wird einer geschichtlichen entwicklung. bloß

darfst du dir das keineswegs als geradliniger verlauf bis zur vollendung heute vorstellen - und vor allem ist diese entwicklung keine die unabhängig von anderen gesellschaftlichen entwicklungen. was menschen an anderen menschen schön finden hat immer auch mit dem mangelbefinden der aktuellen gesellschaft zu tun.

zb:
wohlgenährte frauen in der renaissance. heller hauttyp gg bäuerlichen tein.

heute: dünne menschen in so genannten wohlstandsgesellschaften. dunkler (urlaubs)tein gg blässe der fabrik. jugendlichkeit in einer älter werdenden spaßgesellschaft.

zu beachten ist, dass kein schönheitsideal jemals so medial vervielfältigt wurde wie jenes von heute. was den druck auf junge frauen massiv gesteigert hat. ...

??

aber auch damals bevorzugten die meisten männer die jungen und schönen wohlgenährten; und nicht die alten oder häßlichen....

Und schon damals bevorzugten die Frauen eher die Mächtigen und Reichen. Diese Einstellung erzeugt ja einen enormen Erfolgsdruck auf Männer, die Armen sind völlig fertig. ;)

ja eh

und es hindert keine(r) die männer daran, sich auch zu emanzipieren, is eh nicht super der erfolgsdruck, aber darum gehts jetzt hier nicht

Das war eher Barock als Renaissance.

ja stimmt...

und wie man die schönheit produziert

und anschliessend jahrelang auch tatsächlich schön aussieht steht hier:
http://www.antiaging-all.com
und zwar ohne wenn und aber, plus, kann morgen tatsächlich angewandt werden.

werbung für den neuesten schönheitsunfug?

damit wieder viel geld für nichts rausgeschmissen wird?

und?

interessant ist, dass fast alle der hier zitierten frauen zum einen sehr erfolgreich und zum anderen durchaus den hier angeprangerten schönheitsidealen entsprechen. es ist leicht, schönheitsidealen abzuschwören, wenn man selber nicht hässlich ist.

diese frauen

haben wahrscheinlich mehr frauen zur verzweiflung getrieben als alle depperten männchen ...schön, intelligent und creativ...das macht echt druck;-)

Ui, jetzt haben sie sich als subversiver Neoliberaler geoutet. ;)

Ahja, nicht vergessen Ladies: Donnerstag ist wieder Austria's Next Top Model auf Puls4. Wie Frauen von Frauen zu Objekten degradiert werden und sich fertig machen lassen, weil irgendwas oberflächliches nicht passt, schauen sich nämlich fast ausschließlich Frauen an.

Aber auch nur als sie jung waren.

Simone de Beauvoir

"1949 - 1986"
also wenn sie mit (max.!) 37 so ausgesehen hätte wie auf dem Foto, sie hätte sich wohl eher gar nicht fotographieren lassen.
kleiner Insidertip für die Tüftlerinnen der Standardinnen: Simone de Beauvoir ist 1908 geboren.

Die haben das Alter aus dem Reisepass genommen

luxusprobleme

wer kämpft und schuftet, wer wirklich hart arbeitet, schwitzt und macht sich schmutzig und hat wahrlich nicht die zeit, sich darüber gedanken zu machen, wie er / sie für dritte aussehen könnte.

dann erklär uns,Ernst

wieso wir so viel schönen Schmuck aus der Bronzezeit gefunden haben
muss wohl eine Luxus-und Wohlstandsgesellschaft gewesen sein...

es gibt immer ne oberschicht, die abschöpft. wieviel zeugnisse von schönheit hat man denn in den katakomben der von sklaven betriebenen antiken bergwerke gefunden?

oder behaupten sie ernsthaft, kanalarbeiter wären unfähig zum schönheitsempfinden?

stattdessen dürfen wir uns das gejammere von personen anhören, die nicht zufrieden sind, dass die schönheitsideale, an die sie sich ohne jeden ernsthaften zwang anpassen zu müssen glauben, nicht die sind, an die sie sich gerne anpassen würden.

die einen schuften für die anderen, die aber beherrschen das öffentliche gerede mit ihren kleinen befindlichkeitswehwehs.

Natürlich gehört Mindestfreiraum dazu

und sofort entsteht jede Menge Körperschmuck und Kunst
Wie sagte dieser Südseeinsulaner,von den Ethnologen befragt,warum er soviel Zeit für Schnitzereien aufwende? "to be a man able to know things and to do things"
einer Gesellschaft unterdrückter Sklaven mag das im Extremfall fehlen: die ist aber auch extrem instabil

instabil?

naja. das system der geld- und lohnsklaverei (ich weiß: profiteurInnen des systems wollen nicht wissen, auf wessen rücken es ihnen so gut geht, dass sie öffentlich über schönheitsideale jammern können) hält schon zwei bis drei jahrhunderte, das system der mittelalterlichen leibeigenschaft (gekrönt von minnesang und kemenatenkultur) hielt fast tausend jahre, das der unmittelbaren sklaverei jahrtausende.

ich gebe ihnen recht: freiheit ist schön. solange sie aber nicht ALLER haben, ist es mindestens unanständig, mit solchen ablenkungsproblemchen die öffentlichen kanäle zu verstopfen.

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