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Zehn Prozent der ÖsterreicherInnen haben bereits ästhetischen Eingriff in Erwägung gezogen
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Um als "Ich-Aktie" zu bestehen, versuchen vor allem Frauen dem Schönheitsideal gerecht zu werden. Eindrücke von der Enquete "Frauen.Körper.Politiken"
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Massive Auswirkungen der getricksten Makellosigkeit auf junge Mädchen sollen damit abgeschwächt werden, fordern britische Pfadfinderinnen
Was frau lernen kann, wenn ein Jahr lang gänzlich auf Haarentfernung verzichtet wird - Ein Selbstversuch erleichtert vielleicht Ihre Entscheidung vor der Haarentfernungs-Hochsaison
Wiener SPÖ Frauen und Expertinnen gegen "unmoralisches Angebot", das verzerrtes Frauenbild unterstütze - Fellner weist Vorwürfe zurück
Kritische Auseinandersetzung mit Körpernormen: SiegerInnen des Wettbewerbs "We like everyBODY!" stehen fest
Ästhetische Chirurgie zunehmend Thema der Gynäkologie: Kongress widmete sich dem Thema
Die Branche verzeichnete 2011 ein Wachstum von 10,1 Prozent - Weltweit tragen rund 20 Millionen Frauen Brustimplantate: Tendenz steigend
Der Leib, vor allem der weibliche, ist heute auf ein formbares Objekt mit Warenstatus und Erfolgsfaktor reduziert – Bericht vom Kongress "Der gemachte Körper"
Bund soll Werbeverbot und Kennzeichnungspflicht für unrealistische Werbesujets auf den Weg bringen - Gemeinsame Obsorge und Frauenberatungs- einrichtungen weitere Themen
lol -männliche wahnvorstellungen... haben sie letztens mal ein sogenanntes frauenmagazin aufgeschlagen?
all diese "wahnvorstellungen" werden hauptsächlich von frauen konsumiert und gelebt, das ist eine riesen industrie die inzwischen hauptsächlich von frauen betrieben wird...
also machen die frauen sich selbst unfrei? weil sie dann doch den männern gefallen wollen? klingt nach einer identitätskrise wird aber von den fems als "männliche gewalt" interpretiert.
Sie antworten nicht auf das Posting des Vorposters. Wieso machen die Frauen das aus Abhängigkeit? Niemand zwingt Frauen dazu diese Werbeindustrie und Schönheitsindustrie aufzubauen.
Meinungsmacht? Meinungsbildung? Der Vorposter meinte, dass diese Meinung von den Frauen erzeugt wird, also antwortet Ihr Posting nicht wirklich darauf.
also diese diktion verwenden sie, nicht ich.
ich kenne in österreich keine frauen die sich selbst als sklavinnen bezeichnen würden. im gegenteil, alle jungen frauen die ich kenne sind selbstbewusst, zielstrebig und erfolgreich, die würden sich schön wehren wenn sie jemand versklaven wollte...
wenn sie sich so sehen, dann muss wohl eher ich mit ihnen mitleid haben.
aber frauen konsumieren eben auch gerne diese "bösen" frauenmedien, die übrigens alle von frauen gemacht werden, da gibts höchstens ein paar quoten männer in den redaktionen.
da fließt auch eine menge geld durch anzeigen von kosmetik- und mode giganten in denen inzwischen auch hauptsächlich frauen sitzen, zumindest in den marketing abteilungen...
Männliche Wahnvorstellungen sind für mich ungepflegte, bierbäuchige Mitt-vierziger, die glauben, sie hätten bei jungen Mädchen eine Chance - diese Wahnvorstellungen sind ziehmlich verbreitet.
Und von "männlicher Gewalt" war in keinem der Texte die Rede, nur von sozialer Kontrolle. Und als solche haben die diversen Schönheitsideale durch die Epochen gedient. Natürlich waren auch Männer von diesen Schönheitsdefinitionen betroffen, allerdings nie so sehr wie Frauen, bei denen immer zusätzliche Restriktionen und Unterscheidungen in "ehrenwert" und "nicht ehrenwert" dazu kamen.
Mit den Frauenzeitschriften haben sie allerdings recht, ein klassischen Beispiel, wie sich Frauen selber sabotieren.
ja sowas ist grauslich... aber ich kenne kaum junge frauen die sich heute noch von soetwas verunsichern lassen (was auch gut so ist).
ad soziale kontrolle: das impliziert doch dass jemand bewusst kontrolliert, was aber nicht stimmt, wer sollte das denn sein?
gesellschaftszwänge gibt es übrigens auch für männer z.B.: erfolgsdruck, wettbewerb, emotionale distanz, kriegführen etc...
aber das wird halt heutzutage nicht so thematisiert wie die weiblichen probleme.
Tja, da haben wir das Problem. Weil Frauen das wirklich glauben, kümmern sie sich mehr um’s Äußere als um die inneren Werte.
Als Mann kann ich nicht bestätigen, das Schönheit das wichtigste Gut ist. Aber scheinbar sind Frauen, die nicht so schön sind (oder sich dafür halten) eher gezwungen, über ihre inneren Werte zu agieren. Die wahre Schönheit sieht man von Aussen nicht. Und ist im Übrigen auch wahnsinnig selten.
So gesehen stimmts: wer sich mehr um seine äußeren als um die inneren Werte kümmert, ist nicht nur naiv, sondern hochgradig dämlich.
Männer wollen Status haben und/oder ausstrahlen (Geld, Macht, Ansehen), Frauen wollen hübsch und jung aussehen. Das sind die Merkmale, nach denen das jeweils andere Geschlecht seit jeher sucht. Ist in unserer Biologie so programmiert - Gender Mainstreaming hin oder her.
Wer diesen Merkmalen nicht entsprechen kann und/oder will, der biegt sich halt seine Realität so hin, dass auf jeden Fall die anderen schuld sind - zB das böse Patriarchat.
Das nennt sich kognitive Dissonanzvermeidung.
Je grösser die kognitive Dissonanz, desto grösser die Wahrnehmungsverzerrung zwischen Umgebung und Selbst, ergo desto grösser der Aufwand zur Auflösung der Dissonanz, zB sich stundenlang hinsetzen und Zitate sammeln, die das eigene Minderheitenprogramm stützen
die Frauen machen für Männer fast nichts sehr wohl aber lassen sie sich die Brüste verändern um anderen Frauen überlegen zu sein, daran werden weder sie noch die Genderideologie jeh etwas ändern können, weil ihr Denkansatz einfach falsch ist.
Nein, das stimmt so nicht. Frauen messen einander nicht über die Größe ihrer Brüste, und wenn sie das tun, dann weil sie, aus scheinbarer Notwendigkeit, eine Sichtweise angenommen haben, die nicht die ihre ist. Eine Frau, die bei Sinnen ist, lässt sich keinen Fremdkörper reinoperieren (außer er ist medizinisch unbedingt notwendig).
Oder anders gesagt: Menschen definieren sich unter anderem über ihre Sexualmerkmale. Wenn die zum Teil aus Plastik sind, ist auch das Selbstverständnis dieses Menschen nicht echt. So einfach ist das nämlich :-)
Frauen wollen andere Frauen übertreffen und nutzen dazu vorhandene Möglichkeiten, zB Brustoperationen. Bei Schönheit wurde wohl schon immer nachgeholfen. Ich glaube jedenfalls nicht an die männliche Weltverschwörung, die Frauen dazu zwingt, sich Brüste operieren zu lassen und dergleichen!
Was mich in dieser Hinsicht beruhigt: nicht alle Frauen geben sich diesen Seltsamkeiten hin. Es gibt Frauen, die man am Ideal gemessen nicht als perfekt erkennt, aber von denen man sehr gefesselt wird. Mir fällt das manchmal im Theater oder bei Tanzaufführungen auf. Dort erzielen manche Darstellerinnen eine enorme Wirkung, wahrscheinlich einfach deshalb, weil sie mit sich zufrieden sind und sehr präsent sein können!
In der Steinzeit war wahrscheinlich jung und extrem fett sexy. Im Mittelalter war Bauch aber keine Brust erotisch. Anfang des 20. Jahrhunderts war groß und hager und keine Brust erotisch. Später wars dann die Sanduhrfigur. Die ist jetzt out weil die Hüften zu dick sind. Momentan ist groß und hager und Rießenbrüste modern. Mit Darwin hat das für mich eher nichs zu tun.
Die Sanduhr ist scheinbar der Konstante Faktor: Was über die Epochen gleich bleibt ist das Verhältnis von Hüfte zu Taillie.
Es ist wiedermal so, dass Kultur (und natürlich auch Psychologie; das individuelle Schönheitsideal weicht oft genug vom kulturellen Durchschnitt ab) und Evolution bei der Schönheit zusammenspielen.
Wenn man einen dieser Faktoren nicht berücksichtigt, ergibt sich natürlich ein einfacheres Bild. Es ist zwar ein falsches Bild, aber das Patriachat allein kann verantwortlich gemacht werden und ist böse.
Dass es in Wirklichkeit nicht ganz so einfach ist, wird verschiegen.
darfst du dir das keineswegs als geradliniger verlauf bis zur vollendung heute vorstellen - und vor allem ist diese entwicklung keine die unabhängig von anderen gesellschaftlichen entwicklungen. was menschen an anderen menschen schön finden hat immer auch mit dem mangelbefinden der aktuellen gesellschaft zu tun.
zb:
wohlgenährte frauen in der renaissance. heller hauttyp gg bäuerlichen tein.
heute: dünne menschen in so genannten wohlstandsgesellschaften. dunkler (urlaubs)tein gg blässe der fabrik. jugendlichkeit in einer älter werdenden spaßgesellschaft.
zu beachten ist, dass kein schönheitsideal jemals so medial vervielfältigt wurde wie jenes von heute. was den druck auf junge frauen massiv gesteigert hat. ...
und anschliessend jahrelang auch tatsächlich schön aussieht steht hier:
http://www.antiaging-all.com
und zwar ohne wenn und aber, plus, kann morgen tatsächlich angewandt werden.
Ui, jetzt haben sie sich als subversiver Neoliberaler geoutet. ;)
Ahja, nicht vergessen Ladies: Donnerstag ist wieder Austria's Next Top Model auf Puls4. Wie Frauen von Frauen zu Objekten degradiert werden und sich fertig machen lassen, weil irgendwas oberflächliches nicht passt, schauen sich nämlich fast ausschließlich Frauen an.
"1949 - 1986"
also wenn sie mit (max.!) 37 so ausgesehen hätte wie auf dem Foto, sie hätte sich wohl eher gar nicht fotographieren lassen.
kleiner Insidertip für die Tüftlerinnen der Standardinnen: Simone de Beauvoir ist 1908 geboren.
es gibt immer ne oberschicht, die abschöpft. wieviel zeugnisse von schönheit hat man denn in den katakomben der von sklaven betriebenen antiken bergwerke gefunden?
oder behaupten sie ernsthaft, kanalarbeiter wären unfähig zum schönheitsempfinden?
stattdessen dürfen wir uns das gejammere von personen anhören, die nicht zufrieden sind, dass die schönheitsideale, an die sie sich ohne jeden ernsthaften zwang anpassen zu müssen glauben, nicht die sind, an die sie sich gerne anpassen würden.
die einen schuften für die anderen, die aber beherrschen das öffentliche gerede mit ihren kleinen befindlichkeitswehwehs.
und sofort entsteht jede Menge Körperschmuck und Kunst
Wie sagte dieser Südseeinsulaner,von den Ethnologen befragt,warum er soviel Zeit für Schnitzereien aufwende? "to be a man able to know things and to do things"
einer Gesellschaft unterdrückter Sklaven mag das im Extremfall fehlen: die ist aber auch extrem instabil
naja. das system der geld- und lohnsklaverei (ich weiß: profiteurInnen des systems wollen nicht wissen, auf wessen rücken es ihnen so gut geht, dass sie öffentlich über schönheitsideale jammern können) hält schon zwei bis drei jahrhunderte, das system der mittelalterlichen leibeigenschaft (gekrönt von minnesang und kemenatenkultur) hielt fast tausend jahre, das der unmittelbaren sklaverei jahrtausende.
ich gebe ihnen recht: freiheit ist schön. solange sie aber nicht ALLER haben, ist es mindestens unanständig, mit solchen ablenkungsproblemchen die öffentlichen kanäle zu verstopfen.
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