Berlinale

Vergabe von Femina-Film-Preis für Filmtechnikerinnen

21. Jänner 2009, 11:34

Grazerin und Vorjahrespreisträgerin Maria Gruber heuer Jury-Mitglied: "Immer noch keine Gleichstellung von Frauen im Filmbetrieb"

Die dreiköpfige Jury zur Verleihung des Femina-Film-Preises ist komplett: In diesem Jahr entscheiden die Schauspielerin und Entertainerin Maren Kroymann, die Regisseruin Erica von Moeller und die Grazer Szenenbildnerin Maria Gruber darüber, welche Filmtechnikerin in einem deutschsprachigen Spielfilm den mit 3000 Euro dotierten Preis erhalten wird.

Gruber wurde erst im letzten Jahr mit dem Femina-Film-Preis für die Austattung des Spielfilms "Revanche" von Götz Spielmann ausgezeichnet.

Film schaffende Frauen vertreten

Der Femina-Film-Preis wird seit 1996 vergeben, seit fünf Jahren im Rahmen der Berlinale. Er ist der einzige Preis im deutschen Filmbereich, der nicht von einem Ministerium, einer Institution oder einer Industrie bezahlt wird. Die Dotierung des Preises und die Organisationskosten werden allein durch den Verband der Filmarbeiterinnen getragen. Deren Verband wurde im Herbst 1979 in Berlin als überregionale Institution, die die Interessen Film schaffender Frauen vertritt, gegründet.

Männernetzwerke

Dass es auch heute noch einen frauenspezifischen Preis geben muss, ist Maria Gruber überzeugt: "Ich denke, dass sich an den Gegebenheiten noch nicht so viel in Richtung Gleichstellung von Frauen im Filmbetrieb geändert hat." Noch immer würdend Männer die stärkeren Netzwerke für die großen Filmprojekte bilden und nutzen - eine Tatsache, die gerade in Zeiten der allgemeinen finanziellen Krisen für Frauen stärker spürbar sei. " Außerdem wird die Arbeit der technischen Berufe bei Filmproduktionen generell gerade im deutschsprachigen Raum, zu wenig wahrgenommen, und dieser Preis tut etwas dagegen", meint Gruber, die an einem Netzwerk für Frauen im Film weiterarbeiten will. (red)

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