Rauch-Kallat für FGM-Vermerk im Mutter-Kind-Pass

06. Februar 2009 13:15
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    Foto: Standard/Cremer

    Rauch-Kallat, die auch Vorsitzende des Vereins NAHT - Netzwerk gegen traditionsbedingte Gewalt ist, will einen Hinweis im Mutter-Kind-Pass, um Meldungen potenzieller FGM zu erleichtern.

ÄrztInnen sollen darüber mögliche Opfer künftig besser erkennen und melden können - ÖVP-Frauenchefin für weltweites Verbot

Wien - Am Freitag wird international der Tag gegen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation = FGM) begangen. ÖVP-Frauenchefin Maria Rauch-Kallat forderte in diesem Zusammenhang bei einer Pressekonferenz in Wien ein weltweites Verbot von FGM: "Wir müssen erreichen, dass FGM in allen Ländern verboten wird und auf die Einhaltung geachtet wird." Sie sprach sich für einen entsprechenden Hinweis im Mutter-Kind-Pass aus.

Mögliche FGM melden

Mittels Mutter-Kind-Pass sollen ÄrztInnen künftig auch darauf aufmerksam gemacht, auf eine mögliche FGM zu achten und diese zu melden. Eltern sollen ebenfalls darüber informiert werden, dass Genitalverstümmelung in Österreich strafrechtlich verfolgt wird.

"Kein einziger Fall in Österreich"

Die Dunkelziffer beschnittener Mädchen und Frauen dürfte in Österreich bei rund 8.000 liegen, europaweit könnte es 500.000 Betroffene geben. Wirklich belegt seien in Österreich jedoch nur einige hundert Fälle, so Rauch-Kallat, die auch Vorsitzende des Vereins NAHT - Netzwerk gegen traditionsbedingte Gewalt ist. Sie betonte zudem, dass kein einziger Fall bekannt sei, bei dem die FGM in Österreich durchgeführt wurde. Dies werde vor allem in afrikanischen Ländern praktiziert.

Irrglaube, dass der Islam FGm verlangt

Bei Genitalverstümmelung handle es sich um ein "Verbrechen an Mädchen und Frauen", das mit Tradition begründet werde, erklärte Günther Rusznak, Generalsekretär des Islamischen Informations- und Dokumentationszentrums Österreich (IIDZ). Es sei ein "Irrglaube", dass dies der Islam "verlangen" würde. Auch er setzt auf Bewusstseinsbildung: Zwar könne eine vorhandene Verstümmelung nicht wieder gut gemacht werden, "es muss aber die Spirale der Gewalt unterbrochen werden", so Rusznak. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 55
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Dagmar Rehak
 
08.02.2009 16:02

An sich eine gute Idee, wenn man erkennt, dass die Gefahr für ein neugeborenes Mädchen, dessen Mutter beschntitten ist, extrem groß ist, selbst beschnitten zu werden.
Aber der Mutter-Kind-Pass muss es nicht sein. Es geht auch anders.

locken
08.02.2009 10:59
Masken verschreiben es sind noch genug übrig !

?und
07.02.2009 18:12
willkomen im jahre 2009

ist doch wirklich scheiß egal ob übernommen oder eingeführt - fakt ist, daß seitens des islam keine
strikte und weltweit getragene ablehnung dieser
barbarischen menschen/frauenverstümmelung
stattfindet.
eigenartig ist auch das feiern der männlichen beschneidung in diesem kulturkreis - gibt mir schon zu denken (rein archais gesehen).

nam eda
08.02.2009 11:14

und nochmals: fgm ist regional - unabhängig von der relgion- verbreitet. so sind in ägypten fast alle christlich koptischen mädchen beschnitten.
wie dem beizukommen ist? wahrscheinlich durch verstärkte bildung von frauen.

Toeris
08.02.2009 12:18
Im Projekt Menschen für Menschen 1

geht man einen sehr guten Weg. Die Beschneiderinnen werden "umgeschult".
Wie immer und überall geht es ums Geld. Diese Frauen klammern an den Traditionen, weil sie dafür Geld bekommen und das nicht zu knapp.
Dort wurden sie mit Schulungen zu verbündeten gemacht. Sie sind jetzt zuständig für Frauengesundheit, Aufklärung, Empfängnisverhütung. Und dafür bekommen sie Geld.
Die Männer haben damit auch kein Problem. Denn die Beschneidung ist schon lange kein ausschließliches "patriarchisches Mittel" um Frauen unter Kontrolle zu halten, sondern das der Frauen. Sklaven werden zu Sklavenaufsehern, nicht zur Herrschaft.

Toeris
08.02.2009 12:17
Im Projekt Menschen für Menschen 2

Es ist das System: „Du bist wie ich, egal ob es so ist oder nicht, und damit du nicht auf die Idee kommst anders sein zu dürfen beschneide ich dich in deiner Lebensfreude.“ Depression, Essstörung usw. sind hier die Folgen.
In unseren Breitengraden werden junge Frauen/Mädchen von Frauen psychisch verstümmelt, beschnittene Frauen werden physisch und psychisch verstümmelt. Wobei, wir holen da auch schon auf. Bei uns heißt die Beschneiderin: Schönheitschirurg.

nam eda
09.02.2009 09:51

wie ich das mitbekommen habe ist becshneiden frauensache, in die sich die väter in normalfall nicht einmischen.
motivation für die frauen iohren eigenen töchtern das anzutun ist aber der gesellschaftliche druck. viele haben angst, dass unbeschnittene nicht verheiratbar wären oder sich nbicht "moralisch" verhalten würden, was als schuld der mutter gesehen würde. dem ist schwer beizukommen.

Toeris
09.02.2009 14:30
Selten bis nie die Mütter, die in Europa leben.

Da sind es dann die Großmütter in Afrika ohne Einwilligung der Mutter, bzw. auch ausdrücklich gegen deren Wunsch.

die ratte
08.02.2009 15:50
danke für den beitrag!

"Wobei, wir holen da auch schon auf. Bei uns heißt die Beschneiderin: Schönheitschirurg."

Und "Schönheitsoperationen" im Genitalbereich haben grosse Zuwachsraten. Jetzt bringen wir langsam AfrikanerInnen dazu von dieser "Tradition" abzugehen, da beginnen die "Zivilisationstussis" damit. Sehe da wirklich keine Unterschied. Ursprünglich war die Beschneidung der Frauen auch eine "Schönheitsoperation" die dann zum "religiösen" Ritual stilisiert wurde.

Deshalb die Forderung: Verbot von allen gesundheitlich nicht notwendigen Operationen. Umschulung der Schönheitschirurgen zu Psychotherapeuten ganz nach afrikanischem Modell.

Lichtfreak
09.02.2009 11:54
Wer eine Zwangsbeschneidung

mit einer "Schönheitsoperation" schon nur vergleicht .....

die ratte
09.02.2009 21:28
ist halt einfacher ...

... sich über die "anderen" aufzuregen als das eigenen handeln zu hinterfragen.

der mechanismus ist ähnlich. auch bei schönheitsoperationen steckt meist gesellschaftlicher druck, eine bestimmten schönheitsideal zu entsprechen. der grad zwischen zwang und freiwilligkeit ist da fliessend ... frauen der "zivilisierten" welt lassen sich ihre schamlippen operieren, weil sie auch "da unten" jung ausschauen wollen, weil das angeblich schöner ist ... also so viel unterschied sehe ich da zu den beschneidungen in afrika nicht.

Toeris
08.02.2009 12:21
Und so gesehen ...

Die Gräfin schwingt isch mit ihrem Ansinnen auch zur Sklavenverwalterin auf. Hat sich bei uns auch nichts geändert.

Toeris
07.02.2009 21:27
>willkomen im jahre 2009

Ich bin schon da und nehme die Realität zur Kenntnis, so schrecklich sie auch sein mag.
Dass Verurteilungen und Gesetze nichts nützen, wenn es um Frauen geht, dazu muss man nur die Geschichtsbücher hervorholen. Und, es ist ja in unserer Gesellschaft auch nicht anders. Man muss die Menschen dort abholen wo sieh stehen und von da an den Weg gemeinsam gehen.

Außerdem helfen die den Frauen nicht, die das schon hinter sich haben. Es treibt sie nur noch mehr ins Aus. Sie kommen sich dann noch mehr als Frau unnötig, unvollkommen vor, als Müll der westlichen Gesellschaft. Das ist absolut kontraproduktiv.

4simo
 
07.02.2009 19:07
eine eindeutige aussage zu fgm hab ich von den kirchl. vertretern des christentums auch noch nicht gehört.

und ja, auch christen tun das ihren kindern an. eben im norafrikansichen raum während es staaten mit islamischer staatsreligion gibt, die diese verboten haben (unter anderem : ägypten)

die beschneidung der männer ist wiederum nicht nur in dem kultrukreis üblich sondern auch im jundetum.

ich wäre vorsichtig diese beiden traumata zu auf eine stiufe zu stellen.
bekämpft gehörte beides!


Toeris
07.02.2009 15:37
Weil das offenbar hier vielen nicht klar ist ...

Beschneidung hat nichts mit dem Islam zu tun.
Die Ägypter haben ihre Frauen schon vor 3-4.000 Jahren beschnitten und nicht nur die.

Mohamed war einer der ersten, der explizit die Bedürfnisse der Frauen ernst genommen hat und ihnen in seiner Umgebung einmal die rechtliche Möglichkeit gegeben hat MENSCH zu sein, keine Sache wie das Hausvieh, Grund und Boden, wie es davor war. Dass er damit in den extrem archaischen Strukturen nicht überall durchgekommen ist und Konzessionen machen musste ist politisch in der damaligen Zeit auch klar.

Die Beschneidung, nicht nur die der Frauen, sondern auch die der Männer, wurde von den vorausgehenden Kulturen ÜBERNOMMEN. Es ist keine "Erfindung" des Islam.

Die Formel:
Beschneidung = Islam
ist FALSCH.

Lemure
 
07.02.2009 12:12
Wenn erst einmal

ELGA flächendeckend eingeführt ist, dann ist es ohnehin vorbei mit jeder Privatheit, dann ist jeder, der das Gesundheitswesen beansprucht, EUweit ein gläserner Mensch.
Darüber sollte man sich den Kopf zerbrechen!

4simo
 
07.02.2009 19:09
über ELGA soll man sich gedanken machen, über FGM nicht`?

Lemure
 
09.02.2009 13:39
Natürlich soll man sich über FGM Gedanken machen,

das tut die Standard ja ohnehin. Ich will nur anmerken, dass bei ELGA noch wesentlich größere Tabubrüche passieren werden als im MKP. Und darüber schreibt niemand.

normal citizen
07.02.2009 10:08
Oder vielleicht gleich einen Aufnäher tragen

den Mutter-Kind-Pass muß man bei jeder Behörde, jedem Kinderarztbesuch, Kindergarten, etc. vorzeigen.

Das werden die betroffenen Frauen für gut finden.


Gefräßige Gebärmutter
09.02.2009 14:45
???

Ich habe den Mutter-Kind-Pass außer (während der Schwangerschaft) bei der Gynäkologin und (nach der Geburt) bei der Kinderärztin nie wo vorweisen müssen.

4simo
 
07.02.2009 19:11
der sinn des mkp ist das nachweisen von untersuchungen

ohne die eine mutter keine mutter kind förderung bekommt. der vorteil ist also ein finanzieller.
er wird auch nur bis etwa schulpflicht geführt.

es gehört kontrolliert, und in den ersten jahren kann der mkp dazu hergetogen werden, danach muß aber eien andere lösung gefunden werden!

Lemure
 
07.02.2009 12:08
Welcher Kindergarten verlangt den MKP?

Wenn, dann wird ein Impfpass verlangt, das ist aber etwas anderes.

Plumps!!
07.02.2009 09:59
Diese ständige "Irrglauben",...

...wer für alles im Westen negativ Besetztes nicht verantwortlich ist, sind Irrglauben ausschließlich im Westen gekennzeichnet.
Außerhalb vom Westen werden sie brav von genau denen praktiziert, die angeblich nicht verantwortlich sind. Und die Oberen dieser nicht verantwortlichen bekämpfen jede Form des Protests und bestehen darauf, alles weiterzubetreiben.

Es wäre ein großer Fortschritt, würde man ALLE Ideologien und Religionen gleich behandeln und demnach auch gleich kritisieren, und diese selektive Wahrnehmungen überwinden.
Aber so wie bestimmte Menschen die Verbrechen des Sowjet-Kommunismus negiert oder als nicht-ideologiebedingt abgewiegelt haben, machen sie jetzt das selbe halt hier, und fühlen sich moralisch überlegen. Schade!

Toeris
07.02.2009 14:22
Wenn man verschimmelte Rosinen mit Gammelfleisch

zusammenpackt wie du, löst das auch kein Problem.
Beschneidung hat nicht mit Religion zu tun. Es wird auch in anderen "Religionen" auch "Naturreligionen" beschnitten.

Rita Matsuko1
07.02.2009 13:33
wollen sie uns damit sagen, dass sie FGM befürworten?

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