Frauenquoten

"Empfindliche Strafen" für weniger als 40 Prozent

06. März 2009 13:25
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    Foto: APA / HERBERT NEUBAUER

    "Die Sanktionierung erfolgt in Form von Strafen, die empfindlich hoch wären. Das wirkt", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Firmen, die keine Maßnahmen zur Chancengleichheit setzen, sollten für die Frauenministerin mit hohen Strafen sanktioniert werden - Vorgabe ist eine Frauenquote von 40 Prozent

Wien - 40 Prozent der Führungspositionen in Unternehmen sollten von Frauen besetzt werden, forderte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des 101. Weltfrauentages am 8. März. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgabe sollte es - ähnlich wie es in Norwegen der Fall sei - "empfindliche Strafen" für Betriebe geben, so die Frauenministerin.

Firmen, die keine Maßnahmen zur Chancengleichheit setzen, sollten mit hohen Strafen sanktioniert werden, die bis dahin gehen könnten, dass sie ihre Börsenotierung verlieren, so Heinisch-Hosek. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise Frauenförderungspläne, die Offenlegung der Gehälter einer Branche, flexible Arbeitszeitmodelle, ein Betriebskindergarten, Vereinbarkeitsmodelle, Karrierepläne für Frauen oder auch die Weiterbildung in der Teilzeit. Gerade Letzteres werde selten angeboten.

"Das wirkt"

"Die Sanktionierung erfolgt in Form von Strafen, die empfindlich hoch wären. Das wirkt", führte die Ministerin das Beispiel Norwegen an. Die Strafe hätte sich nach der jeweiligen Unternehmensgröße zu richten. Vorstellbar wäre ein bestimmter Prozentsatz abhängig von Umsatz und Gewinn. Für die Umsetzung der Quote wäre dann eine Übergangsfrist von mehreren Jahren geplant, wie sie nun auch in Spanien initiiert worden sei.

Die SPÖ habe in der Partei eine Frauenquote von 40 Prozent festgesetzt, allerdings: "Wir haben sie nicht erreicht. Das macht mich nicht glücklich", räumte Heinisch-Hosek ein. Derzeit liege der Frauenanteil in der Parlamentsfraktion bei 37 Prozent, in der vergangenen Legislaturperiode habe er bereits 40 Prozent betragen. Die Quote sollte theoretisch in allen Parteigremien, bis in die "Gemeindestube" umgesetzt werden, schließlich gehe es darum, den Anteil der Frauen in der Bevölkerung widerzuspiegeln.

Forderungen nach Chancengleichheit sind aktuell

Wenngleich in diesem Jahr der 101. Frauentag begangen wird, gesteht die Ministerin ein, dass die Forderungen nach Chancengleichheit nach wie vor aktuell sind. Gerade in den letzten 30 Jahren sei aber schon viel passiert und hätten sich die Lebensbedingungen für Frauen sehr verändert. In Österreich befinde sich der Nationale Aktionsplan für Chancengleichheit vor der Umsetzung. Heinisch-Hosek wird Anfang Mai mit den Sozialpartnern zusammenkommen und den Zeitrahmen für die im Regierungsprogramm vorgegebenen Bereiche abzustecken, kündigte sie an.

Heinisch-Hosek meldete sich auch zu Wort, was die Entsendung eines EU-Kommissars betrifft. Als Frauenministerin wäre es nur legitim, dass sie sich für eine Frau in dieser Position einsetzt, bekräftigte sie einen Bericht der Wochenzeitung "Falter". Ob diese von der SPÖ oder ÖVP kommen sollte, darauf legte sie sich nicht fest. "Wenn die Frau gut ist, dann ist es egal, aus welcher Partei sie kommt", so die Ministerin. Eine Entscheidung über die Besetzung soll nach den EU-Wahlen getroffen werden. (APA)

Kommentar posten
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kapitän nemo
Thomas Herzig
09.03.2009 16:27
also irgendetwas passt da nicht:

wenn ich nicht ausschließlich die bestqualifizierten personen für führungspositionen rekrutiere (ungeachtet von geschlecht, oder rasse) , sondern bloß quoten erfüllen muss, so muss zwangsläufig die qualität des managements sinken.

ist es aber für die qualität kein nachteil sondern igentlich völlig egal ob jemand über qualifikation oder quote zumzug kommt, wie die meisnten quotenbefürworterINNEN behaupten, so sind die meisten manager anscheinend ohnehin überbezahlte nutzlose dampfplauderer, ungeachtet des geschlechts.
dann sollte man aber solche posten überhaupt nicht mehr besetzen anstatt irgendwelche günstlingINNeN, sei es durch soziale netzwerke oder durch quote , damit zu versorgen.


pennalty
08.03.2009 19:07
AUA Streichung der Börsenotierung

Das wäre ein wahrer Segen, wenn manche Firmen wie zB die AUA, die Raiffeisen Internat, die ERSTE Bank, Meinl Bank, Volksbank, Kommunalkredit, Vienna Insurance Group vom Börsezettel gestrichen werden. Der Steuerzahler würde sich 100 Milliarden Euro und viele Scherereien ersparen.

pennalty
08.03.2009 19:00
Forderung: 40% Männerquote für zu Hause

und die Frauen ruhig arbeiten schicken. Wenn Sie nach Hause kommen, dann müssen sie die Hälfte des Lohns beim Ehemann abliefern.

Der Unkurze
09.03.2009 11:47

50%? nein alles und wenn sie was will muss sie mich dann darum bitten, das ich mal schau ob es sich mit dem haushaltsgeld ausgeht

Rea List
09.03.2009 00:03
göttlich

gott erhalte mir meine gesundheit
und die arbeitskraft meiner frau

???-midd
08.03.2009 18:19
?

gut zu wissen, dass die dame generell nur milde belaechelt wird.

Nashwin_Fuller
 
08.03.2009 17:38
Was für ein absurder Unsinn! Wie soll denn das gehen?


Wie soll man in der Industrie und bei technischen Berufen 40% Frauen zusammenbringen. Das gibt doch der Arbeitsmarkt gar nicht her.

jokergirl
09.03.2009 11:53

Das scheint allerdings absurd.

Kann man die Quote nicht an die Geschlechterverteilung in den (qualifizierten) Bewerbungen knüpfen? Oder z.B. an die Geschlechterverteilung der gewerkschaftsregistrierten Fachkräfte?

;)

200 Jahre Darwin
08.03.2009 19:27
Kann doch auch jede Frisörin, oder Lehrerin

L. L.1
08.03.2009 18:39
Jaja, die absurden Norweger.

Wikinger eben.

Bulkhead
08.03.2009 18:25

Sie verstehen das falsch. Es geht hier um Führungspersonen nicht um Fachkräfte. Gleichstellung ist halt nur so lange lustig wie sich echte Vorteile daraus ergeben.

TSMOE
08.03.2009 18:41

Und Führungspositionen in einem technischen Beruf soll man sich WIE verdienen?

jokergirl
09.03.2009 12:07

Manchmal funktioniert das ja, mit nichttechnischen Führungskräften in einem technischem Beruf.
WENN die Führungsperson die technischen Entscheidungen den Technikern überlässt und sich nicht einmischt. Also ihre Grenzen kennt.

Leider ist das in Ö selten der Fall.

;)

_Professor Hase
09.03.2009 12:25

Sie träumen! Wenn Sie nicht vom Fach sind, lachen Ihre Techniker Sie aus - und das mit Recht! Wie wollen Sie dem Techniker denn erklären, was geht und was nicht geht, wenn Sie es selbst nicht wissen?

Der Unkurze
09.03.2009 13:36

naja der vorteil der führungsposition ist ja, das man nur die richtung angibt :)

die technik ist ein so weiter bereich, dass man sich nicht überall auskennen kann, nicheinmal in der "direkten umgebung" des eigenen fachgebietes kennt man sich gut genug aus um mitzureden
da ist es nicht so schlimm wenn ein manager sich nicht auskennt, solange der manager für entscheidungen dann auf den wissensstand der spezialisten zurückgreift und nicht das eigene wissen heranzieht (was leider sehr selten ist)

natürlich ist es von vorteil, wenn der manager/die führerungskraft eine ahnung hat, aber wirklich notwendig ist es eigentlich nicht (kommt aber auch auf die aufgabenverteilung an)

Der Unkurze
09.03.2009 11:48

humbold?

Bulkhead
08.03.2009 19:36

Manager Magazin lesen, einen entsprechenden Studiengang besuchen und das NLP Training nicht vergessen.

Knicknack
08.03.2009 14:28
Versucht nach den Grünen nun auch die SPÖ, die Wähler mit Absurdidäten zu vertreiben?

Scheint so.

pennalty
08.03.2009 19:00
Männervertreibung

SPÖ versucht Frauen zu gewinnen und Männer zu vertreiben. Da es mehr Frauen als Männer gibt, scheint sich für die SPÖ eine absolute Mehrheit bei der nächsten Wahl auszugehen. Das dürfte das SPÖ Generalsekretariat mit aller Kompetenz ausgerechnet haben.

200 Jahre Darwin
08.03.2009 19:36
Weil sich Frauen danach sehnen arbeiten zu gehen

Bulkhead
08.03.2009 13:57

Aber bitte wirklich nur Führungspersonen ja?! Worin da die Gleichstellung zu sehen ist muss bitte nicht weiter hinterfragt werden es ist einfach so! Danke!

Rea List
08.03.2009 13:04
quotenregelung für politiker

100% quote für
- intelligente
- verantwortungsvolle
- sparsame
- sich wirklich wichtigen themen zuwendende
politiker.

viel würde wohl nicht überbleiben von der bestehenden kaste.

dümmlich im zulauf
schwer im abgang!

Hubert Ungeist
08.03.2009 12:24
Frauen verdienen heute dasselbe für diesselbe Leistung..

welcher Unternehmer würde nicht lieber Personen nehmen, die für dieselbe Arbeit 30% weniger kosten?

Also stimmt da etwas in der Argumentation nicht.

200 Jahre Darwin
08.03.2009 12:43
Sie verdienen mehr, Leben sie doch länger und gehen sie früher in Pension

Hubert Ungeist
08.03.2009 14:00
Das ist eine Volkswirtschaftliche Betrachtung

die ist mir als Betriebseigentümer aber egal. Die Dame kostet mir angeblich 30% weniger als ein gleich guter Herr - ich wäre saublöd den Mann einzustellen, nur weil er ein Mann ist.

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