Castro und Papst Benedikt zum Frauentag

09. März 2009 10:37

Kubas Staatschef fordert mehr Frauen in Führungspositionen - Papst Benedikt nahm Mutter Theresa als Vorbild

Havanna - Zum Frauentag haben sich auch mehrere männliche Amtsträger zu Gleichberechtigungsfragen geäußert. So meinte Kubas Staatschef Raul Castro, dass Frauen in seinem Land bei Entscheidungsprozessen deutlich unterrepräsentiert seien. Auch Papst Benedikt XVI. forderte anlässlich des Internationalen Frauentages, dass "jede Frau immer und überall ihre Fähigkeiten uneingeschränkt zur Geltung bringen kann und in ihrer Würde voll respektiert wird".

Castro bezeichnete es als Schande, dass es in Kuba nach 50 Jahren Revolution nur ein paar Frauen als Führungspersonen in unterschiedlichen Bereichen gibt. Er sprach am Sonntag zum Abschluss eines Kongresses des Kubanischen Frauenverbandes.

Castro habe Vizepräsident Jose Ramon Machado und die Kommunistische Partei angewiesen, "mit Geduld und ohne Überstürzung, aber mit mehr Geschlossenheit denn je" dafür zu kämpfen, dass mehr Frauen Entscheidungsträgerinnen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben würden, sagte Castro.

Frauen reifer?

Der 77-Jährige bezeichnete Frauen als die besseren Führungskräfte. Er sei der Meinung, dass Frauen reifer seien und "besser verwalten können als Männer", sagte er. Der Kubanische Frauenverband (FMC) wurde jahrzehntelang von Raul Castros Frau Vilma Espin geleitet, die im Juni 2007 starb.

Vorbild Mutter Teresa

Papst Benedikt XVI. sprach am Sonntag beim Angelusgebet am Petersplatz in Rom über die "Würde der Frau".  Er erinnerte an die entsprechenden Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Päpste, insbesondere an das Apostolische Schreiben "Mulieris dignitatem" von Johannes Paul II. aus dem Jahr 1988.

Benedikt XVI. erinnerte an die verstorbene Ordensgründerin Mutter Teresa von Kalkutta, die zu einem Vorbild für die ganze Welt in der Verwirklichung der Nächstenliebe und im Dienst an der Förderung des Menschen geworden sei. Zugleich verwies der Papst auf die unzähligen Frauen, die täglich im Verborgenen "für das Wohl der Menschheit und für das Reich Gottes" arbeiten. Er bete für alle Frauen, damit ihre Würde immer mehr respektiert und ihre Fähigkeiten erkannt werden.

Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Mutter Teresa, mit bürgerlichem Namen Agnes Bojaxhiu, kam als Kind einer albanischen Familie im damals osmanischen Skopje zur Welt und ging als Missionarin nach Indien. In Kalkutta pflegte sie Sterbende, ausgesetzte Babys und Leprakranke. Ihre Kongregation der "Missionarinnen der Nächstenliebe" ist heute in den Elendsvierteln von mehr als 200 Städten rund um den Globus karitativ tätig. (APA)

leib yggdrasilovic
09.03.2009 21:11
oh gott, der pawlowsche reflex im standard-forum

beim stichwort "kirche", "papst", "benedikt" oder vergleichbarem rinnt sofort einer bestimmten - und gar nicht kleinen - gruppe der poster der haßgeifer aus den lefzen.
jaja, die zeitung für g'scheite leute ! am stammtisch in irgendwo geht es qualitätsvoller zu .

die rote baronin
09.03.2009 15:13

"jede Frau immer und überall ihre Fähigkeiten uneingeschränkt zur Geltung bringen kann..": beim Kirchenputzen, bei der Pflege der alten Geistlichen, beim Bekochen dieser Herren, als "verborgene" Geliebte dieser Herren,... . Tolle Frauenbild.

wunder mir
09.03.2009 11:03
beten

Ob Papst Benedikt beim Beten wohl die Eingebung kommt, dass er eigentlich z.B die Zulassung von Frauen für kirchliche Ämter erwirken, also auch konkret etwas tun könnte? Aber Entscheidungsgewalt ist wohl mit dem was er unter "Würde der Frau" versteht nicht so gut vereinbar wie unentgeltlich für die Kirchengemeinde hackeln, Kirchensteuer zahlen und sich von diesem Männerverein brav und stillschweigend ausbeuten lassen.

mirigo
09.03.2009 14:06
Würde der Frau

Damit meint der Papst: Weiterhin Gehorsam gegenüber dem Manne "würde der Frau" gut anstehen :-))

Walter Kaiser
 
09.03.2009 12:17
Vorbild "Mutter Theresa"

Arbeiten bis zum Umfallen und auf alles verzichten ...

So wünscht er sich das.

Agathe Power
09.03.2009 20:28

Irgendwer muss ja arbeiten :-)

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