Übergewichtige haben höheres Krebsrisiko

17. März 2009, 12:10
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    foto: der standard

    Elektronische Darstellung eines Tumors der Brust.

Studie: Sehr füllige Frauen würden aus Scham Mammografie scheuen

New York - Mit zunehmendem Gewicht sinkt US-ForscherInnen zufolge die Bereitschaft von Frauen, sich einer Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs zu unterziehen. Stark Übergewichtige meiden die Untersuchung um 20 Prozent häufiger als Normalgewichtige. Zu diesem Schluss kommt das Team um Nisa Maruthur an der Johns Hopkins Universität in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) bei der Auswertung von 17 Studien mit insgesamt 276.000 Teilnehmerinnen aus den USA.

Die Scheu der "Dicken", ihre Brust zum Screening zu entblößen, dürfte nach Meinung der AutorInnen erklären, warum diese Frauen eher an Brustkrebs sterben als andere. Das Ergebnis wurde in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Journal of General Internal Medicine" vorgestellt.

Gefahr steige mit Körperfülle

Brustkrebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen von Amerikanerinnen, obwohl allen Frauen über 40 regelmäßige Mammografien empfohlen werden. Von früheren Studien ist bekannt, dass Fettleibigkeit ein entscheidender Risikofaktor für Brustkrebs nach den Wechseljahren ist und dass die Gefahr, an einem Mammakarzinom zu sterben, bei Frauen in diesem Alter mit der Körperfülle deutlich steigt.

Außer dem Schamgefühl liegt manchmal auch mangelnde Selbstachtung an der Wurzel des Verhaltens, stellte das Team in Baltimore fest. Überraschenderweise machen schwarze Amerikanerinnen unabhängig von ihrem Gewicht von Vorsorgeuntersuchungen Gebrauch. (APA/dpa)

 

presonic
00
18.3.2009, 10:50
und auf die idee

dass es was geben könnte, das fettleibigkeit UND brustkrebs auslösen könnte, kommt man nicht???

länder mit hoher mammografie-rate zeigen deutlich: die sterblichkeit der frauen kann dadurch nicht gesenkt werden. leider.

metall81
22
18.3.2009, 12:31
und auf die idee dass es was geben könnte, das fettleibigkeit UND brustkrebs auslösen könnte, kommt man nicht???

Das mysteriöse Gen, das aus Nichts Fett macht wurde noch nicht entdeckt.

@Absatz 2: Die Mortaltität lässt sich durch Massenscreenings um 15-25 % senken. Dass entspricht etwa einer geretteten Frau pro 1000 Frauen. Dass dies für Menschenverachtende Medizinbasher wie Sie nix ist, weiß ich aber eh schon lange.

Markus H.
 
00
18.3.2009, 12:50

@Absatz 2:

Auf welcher Basis vergleichen sie die Mortalität? Man muss da furchtbar aufpassen, dass wirklich die Gesamt-Sterblichkeit verglichen wird und nicht die Sterblichkeit unter Brustkrebserkrankten. In zweiteren Fall sind auch solche Fälle drinnen, bei denen ein gutartiges Geschwär als Krebs erkannt wurde und dann natürlich "erfolgreich" Therapiert wurde. Nur wäre die Frau auch ohne Therapie nier erkrankt.

Ich habe aber momentan keine Zahlen wie stark der Faktor bei Brustkrebs wirklich ist. Bei Prostatakrebs ist er jedfalls ganz erheblich!

metall81
00
18.3.2009, 14:08
1. ich spreche von der Sterblichkeit von an Brustkrebs erkrankten Frauen.

2. Bei Brustkrebs beträgt die Selbstheilungsrate etwa 20 %

Markus H.
 
00
18.3.2009, 14:22
Und um wie viele Frauen sterben dann aufgrund von Screenings wirklich weniger?

Wenn die Sterblichkeit unter den Brustkrebserkrankten nur um 15-25% sinkt, wenn Screenings durchgeführt werden. Und wenn in der Gruppe eine Selbstheilungsrate von 20% existiert. Dann kommt mir die Annahme recht naheligend vor, dass es sich auch nur um ein Nullsummenspiel handelt. Die 20% Selbstheilenden wären vermutlich nie als Brustkrebspatienten identifiziert worden, wenn es keine Screenings gibt. Und letztlich wären damit die 15-20% besseren Überlebensraten unter den Brustkrebsfällen nur ein Resultat der Miteinbeziehung der Selbstheilungsfälle.

Ob die Sache wirklich so ist, weiß ich nicht. Nur sollte man sich bei Screenings nicht Vorschnell auf höhere Überlebensraten unter den damit gefundenen Erkrankten verlassen.

presonic
00
18.3.2009, 16:31

die gesamtsterberate STEIGT. das ist die krux an der sache.

metall81
00
19.3.2009, 08:16

Seven completed and eligible trials involving half a million women were identified. We excluded a biased trial from analysis. Two trials with adequate randomisation did not show a significant reduction in breast cancer mortality, relative risk (RR) 0.93 (95% confidence interval 0.80 to 1.09) at 13 years; four trials with suboptimal randomisation showed a significant reduction in breast cancer mortality, RR 0.75 (0.67 to 0.83) (P = 0.02 for difference between the two estimates). RR for all six trials combined was 0.80 (0.73 to 0.88).

The two trials with adequate randomisation DID NOT find an effect of screening on cancer mortality, including breast cancer, RR 1.02 (0.95 to 1.10) after 10 years, or on ALL-CAUSE MORTALITY, RR 1.00 (0.96 to

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