
In der deutschen Rechtsprechung wie im Stuttgarter Fall einer Grund- und Hauptschullehrerin, die vor einem Jahr mit ihrer Klage gegen das Verbot, im Unterricht ein Kopftuch tragen zu dürfen, gescheitert ist, sieht Human Rights Watch eine doppelte Diskriminierung von Musliminnen.
Terres des Femmes dagegen spricht sich gegen eine Lockerung der Gesetze aus: Das Kopftuch transportiere ein Menschenbild, "das im Widerspruch zu freiheitlichem Denken stehe und nicht mit Werten wie Toleranz, Respekt und Gleichberechtigung" vereinbar sei.
In ihrem Bericht "Diskriminierung im Namen der Neutralität" kommt die international tätige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zum Schluss, dass muslimische Lehrerinnen durch "Kopftuchverbote" in einigen deutschen Bundesländern diskriminiert werden (dieStandard.at berichtete). Die Gesetze "zwingen Kopftuch tragende Frauen, sich entweder für ihren Beruf oder für ihren Glauben zu entscheiden", so Human Rights Watch.
Kopftuchverweigererinnen ausgespart
Die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes wendet sich nun gegen diese "einseitige Ausrichtung" des HRW-Berichts: So wären dafür nur Kopftuch tragende Musliminnen befragt worden, jedoch keine, die sich gegen das Kopftuch entschieden hätten. Unberücksichtigt seien auch Frauen geblieben, die ein Kopftuchverbot begrüßten oder solche, die von ihren Familien zum Kopftuchtragen gezwungen würden.
Nicht vereinbar mit Toleranz und Gleichberechtigung
Terres des Femmes betont in diesem Zusammenhang, "dass das Kopftuch den Grundsätzen von Gleichberechtigung und Emanzipation von Frauen diametral entgegensteht": "Wir wissen, dass das Kopftuch auch aus religiöser Motivation getragen wird. Es ist aber ebenso das Symbol der Vormundschaft des Mannes über die Frau", so Geschäftsführerin Christa Stolle.
Das Kopftuch transportiere laut Terres des Femmes ein Menschenbild, das im Widerspruch zu freiheitlichem Denken stehe und nicht mit Werten wie Toleranz, Respekt und Gleichberechtigung vereinbar sei. So geht die Frauenrechtsorganisation davon aus, dass viele junge Frauen das Kopftuch aufgrund immensen sozialen Drucks tragen und befürchtet, dass eine Rücknahme der "Kopftuchverbote" die Integration und Emanzipation muslimischer Frauen behindern würde: "Allein 2008 erhielten wir 197 Hilferufe von Mädchen und Frauen, die von Zwangsheirat oder Gewalt im Namen der so genannten Ehre bedroht oder betroffen waren", untertreicht Stolle die Erfahrungen der Hilfsorganisation. Dies bedeute gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um fast 15 Prozent.
Kein Kopftuch im Staatsdienst und bei Kindern
Die Forderungen von Terres des Femmes zielen daher auf eine Aufrechterhaltung eines Kopftuchverbots im Staatsdienst in Ausübung eines Amtes, eine Besetzung öffentlicher Ämter mit Kopftuch tragenden Frauen widerspreche dem Neutralitätsgebot des Staates: "Neben einer positiven gibt es auch eine negative Religionsfreiheit."
Zudem spricht sich Terres des Femmes auch für ein Verbot des Kinderkopftuchs aus, das zunehmend in Kindergärten und Schulen getragen werde. (red)
Links
Human Rights Watch: Diskriminierung im Namen der Neutralität
Terres des Femmes - Gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Frauen und Mädchen mit Schwerpunktthemen Häusliche Gewalt, Zwangsheirat und Ehrverbrechen, weibliche Genitalverstümmelung, Frauenhandel und Zwangsprostitution
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sind im Endeffekt auch nicht besser als diejenigen Männer die Frauen zum Kopftuchtragen zwingen.
Sie meinen nämlich auch anderen ihren Willen aufzwingen zu müssen, denkt mal drüber nach!
Dieses ganze Problem einzig und allein auf die Kopftücher zu projizieren ist einfach nur kurzsichtig, dumm und völlig am Ziel vorbei.
Wo eine Muslima sich gegen das Kopftuch entscheidet um nur zu sehn wie ihr Umfeld reagiert. SIe war die Tochter von einem wichtigen VErtreter der Muslime in D.
Naja das ganze gipfelte dann darn das ich ungläubig zuschaute das es auch bei den Muslimen Teufelsaustreibungen gibt.
Achja sie wurde auch bedroht belästigt und aus der Familie verstoßen, der ganz normale Wahnsinn halt.
das tun die gesetze auch bei eingefleischten nudisten (siehe haudi), die nur nackt ins amt gehen,
amish-people, die sich als bankkassier bewerben aber nur mit ihrem strohhut arbeiten wollen,
oder harekrishna-anhänger, die im nur wickelgewand bei der feuerwehr arbeiten möchten.
die alle müssen sich entscheiden: amt, bank, feuerwehr - oder ihre religion.
und?
Weder Nudisten noch Amish oder Hare Krishna sind in Österreich staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften.
Der Islam ist das seit 1912.
Und die EMRK, die in Österreich im Verfassungsrang steht, schützt "die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen ÖFFENTLICH oder privat, durch Gottesdienst, Unterricht, DURCH AUSÜBUNG UND BETRACHTUNG RELIGIÖSER GEBRÄUCHE AUSZUÜBEN"
(Hervorhebungen von mir)
http://www.internet4jurists.at/gesetze/e... Artikel_9.
Aber das weißt du - du willst ja bloß polemisieren ...
Falsch. Mit ´Nonnentracht werde ich nicht Bankangestellte werden können. Und wenn ich Sonntags unbedingt in die Messe gehen will, dann muss ich mir einen Job suchen, in dem ich am Sonntag frei habe. Wenn ich täglich pünktlich das Angelus-Gebet beten will, dann brauch ich einen Job, indem ich zumindest pünktlich dreimal täglichalles fallen lassen kann....
Wenn ich verpflichtet bin, das Stundengebet zu beten, brauch ich einen Job, der mir das erlaubt...
und sehe das als eine Religion an!
1. natürlichst (wie sonst nix)
2. gleichheit, Brüderlichkeit auf den Punkt gebracht
3. psychische Reinigung von Komplexen
4. physische Durchlüftung ansonsten windstiller Regionen
Wenn ich in der öffentlichkeit meiner Religion fröne werde ich einfach so verhaftet!
Ich nenne das staatliche Verfolgung einer religiösen Minderheit.
feministinnen, die sich keine alternative zu ihrer festgehfahrenen weltanschauung vorstellen können.
sie glauben durch uniformiertes haare-zeigen würde frau frei und sei vorher gefangen.
dürfen frauen mit kopftuch da mitreden?
nein, natürlich nicht, was sie zu denken haben, bestimmen schlaffer und fr. bernard.
solange aber junge frauen,wenn sie das kopftuch nicht tragen, fürchten müssen:
- aus der familie ausgeschlossen zu werden
- psychischer druck ausgeübt wird
- sie als schlampe angsehen wird von allen verwandten, freunden und bekannten der familie
- sie vielleicht sogar verprügelt wird vom vater/geschwistern
dann ist ein kopftuch abzulehnen und zu bekämpfen.
erst wenn eine junge 18jährige moslemische frau zu ihrem vater sagen kann:"du papa-ich will kein kopftuch tragen"
und er antwortet mit:"okay,das ist deine entscheidung" und andere verhaltensweisen die ausnahme sind,muß das kopftuchtragen bekämpft werden.
...Kopftücher sind ein politisches Symbol, ein Symbol das die Frau ein "Ding" ist. welches zur freien Verfügung für alle Notgeilen Männer steht wenn sie kein Kopftuch hat.
Oder glaubens Allah is gekommen und hat gesagt die sollen sich bedecken? Nein, Das Kopftuch gibts schon länger und kommt aus einer Zeit wo Frauen als Sklavin gehalten wurdenund Eigentum des Mannes waren. Man(n) will daran festhalten udn versucht es mit "Religionsfreiheit" zu rechtfertigen aber es ist nichts anderes als Denunzierung der Frau.
"Terres des Femmes" will also Frauen, die aus religiöser Überzeugung freiwillig das Kopftuch tragen wollen, dieses verbieten. Das ist 1. gegen die Religionsfreiheit und 2. gegen das Recht der Frau auf Selbstbestimmung.
"Human Rights Watch" verteidigt die Menschenrechte - und "Terres des Femmes"??
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