Kambodscha: Anstieg von Zwangsprostitution

von Redaktion  |  07. Mai 2009, 13:25

Arbeitslosigkeit treibt mehr Frauen und Mädchen in "riskantere" Jobs

Singapur - Kambodschandische Behörden erwarten im Zusammenhang mit der in die Höhe kletternden Arbeitslosigkeit einen Anstieg von Zwangsprostitution und Frauenhandel. Außenminister Chou Bun Eng sagte bei einem Besuch in Singapur vor JournalistInnen, dass "rikantere Jobs" für immer mehr Frauen und Mädchen gangbare Wege in der Wirtschaftskrise darstelle, und sie sexuelle Ausbeutung erfahren würden.

Viele Kambodschanderinnen sind Fabriksarbeiterinnen; viele wurde entlassen oder können mit den geringen Löhnen ihre Familien nicht durchbringen. So seien sie gezwungen, sich Arbeiten, die mehr Geld versprechen, zuwenden, so Chou.

Chou betonte, dass 2008 unter zwanzig Fälle von Frauenhandel bekannt geworden sind, es wäre jedoch schwer abzuschätzen, wie viele Frauen "guten Jobangeboten" ins Ausland aus freien Stücken gefolgt wären. "Weil sich die Frauen selbst oft nicht als Opfer von Menschenhandel sehen, ist es schwer, diese Fälle zu kategorisieren", meinte Chou.

Von Seiten der UNO hieß es bereits im Februar, dass Frauenhandel zum Zwecke sexueller Ausbeutung oder Zwangsarbeit in anderen Branchen, meist Haushalt oder Pflege, bedenklich ansteigt. Viele Staaten würden das Problem ignorieren. (Reuters/red)

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