Abtreibungsschiff läuft Chile an

von redaktion  |  28. Mai 2009, 14:10
  • Artikelbild: "Women on Waves" setzt sich
vehement für das Recht auf Abtreibung ein. Das Klinikschiff hatte
bereits andere streng katholische Länder besucht - 2001 Irland, zwei
Jahre später Polen und vor vier Jahren Portugal und letztes Jahr Spanien, das mittlerweile ein liberales Abtreibungsgesetz hat. - Foto: APA/EPA/EPA/JUAN CARLOS CARDENAS

    "Women on Waves" setzt sich vehement für das Recht auf Abtreibung ein. Das Klinikschiff hatte bereits andere streng katholische Länder besucht - 2001 Irland, zwei Jahre später Polen und vor vier Jahren Portugal und letztes Jahr Spanien, das mittlerweile ein liberales Abtreibungsgesetz hat.

  • Artikelbild: Auf hoher See unterliegt das Klinikschiff niederländischem Recht, in
dem es Frauen erlaubt ist, eine Abtreibungspille ohne Erlaubnis eines
Psychologen/einer Psychologin zu verwenden. - Foto: Women on Waves

    Auf hoher See unterliegt das Klinikschiff niederländischem Recht, in dem es Frauen erlaubt ist, eine Abtreibungspille ohne Erlaubnis eines Psychologen/einer Psychologin zu verwenden.

Gesetz verbietet Abbrüche ohne Ausnahme: "Women on Waves" plaziert Notrufnummer für Frauen in Notsituationen

In vielen Ländern der Welt gibt es nach wie vor keine mit der Fristenregelung vergleichbare Gesetzeslage, auf die sich Frauen in Notsituationen stützen können. So auch in Chile - eine Tatsache, die die niederländische Hilfsorganisation "Women on Waves" mit einer Kampagne nun kurzfristig geändert hat. Am Donnerstag haben die Aktivistinnen der Frauen auf Wellen mit ihrem Schiff pünktlich zum Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit die Küste vor Santiago angelaufen.

Am Plaza de la Constitución wurde ein Banner montiert, das die Telefonnummer für eine Info-Hotline zur Abbruchsmöglichkeit mittels Misoprostol zeigt (siehe Bild). An Bord des Schiffes können die Frauen diese Medikation erhalten. Das Chilenische Frauengesundheitsnetzwerk Red Salud Mujeres Chile unterstützt die niederländische Frauenorganisation dabei. In den Städten Temuco und Concepción wurden bereits ähnliche Aktionen veranstaltet. Die Hotline wird von den Women on Waves sowie der Jugendorganisation für Gleichberechtigung Coordinadora Juvenil aus Ecuador betrieben.

Hohe Abbruchsraten

Trotzdem Abtreibung in Chile ohne Ausnahme verboten ist, weist der Staat laut dem Alan Guttmacher Institute mit 120.000 bis 160.000 Abbrüchen pro Jahr eine der höchsten Abtreibungsraten in Lateinamerika auf: Eine von drei Schwangerschaften endet mit einer Abtreibung.  Frauen müssen nicht nur mit gesundheitlichen Risiken durch illegale Abtreibungen rechnen, sondern auch mit Inhaftierung. Das Frauengesundheitsnetzwerk Chile versucht deshalb, Frauen in Notsituationen Informationen zu vergleichsweise sicherer Abtreibung zukommen zu lassen. (red)

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10 Postings
Achtung Zensur
28.05.2009 21:08
Gewinn durch Verlust.....

bitte nicht falsch verstehen, der Gewinn ist nicht der Verlust (Tötung) des Kindes. Ein Paradigmenwechsel ist angesagt. Der Gewinn ist der Verlust (Untergang) des Schiffes. Keine noch so grosse Not einer Frau rechtfertigt die Tötung von menschlichen Lebewesen. Humanismus ohne den Respekt vor dem menschlichen Leben ist purer Egoismus und führt zur Bestialität.

A.B. Artig 
30.05.2009 18:31
Willkommen im Mittelalter

Jaaaaaa sicher. Machen wir einen neuen Luconafall, am besten sprengen? oder wie hätten Sies gern? Die Frauen verbrannt oder gehäckselt? Sind doch nur alle Hexen!Oder?

JOACHIM SCHREIBER  
29.05.2009 12:47
Solange ein Schwangerschaftsabbruch so früh vorgenommen wird, wie das der Fall ist...

hat niemend ausser der Frau bzw den Eltern zu bestimmen ob das sein soll und ob nicht.

Die religiös motivierte Hysterie ist völlig unbegründet.

Wieviele Eizellen verliert eine Frau durchschnittlich REGULÄR in ihrem Leben durch die Monatsblutung?

Es hat einen guten Grund wieso Selbstbestimmung gegen Kirchen erkämpft wurde. Und diese fndamentalistischen Versuche anderen die Entscheidung zu verbieten ist unsäglich und obszön.

Typisch Glaubensgemeinschaften eben.

Musiktip auf Youtube: Every Sperm is healthy, Monty Python

Black Widdow
29.05.2009 10:10
don't feed the trolls

Iwan_
29.05.2009 09:06

Husch husch zurück in den Bible Belt mit dir...

biggi729 
29.05.2009 08:09

und wenn die frau dran sterben würd oder das kind aus einer vergewaltigung ist (die mutter vielleicht selbst noch ein kind) - wurscht, gell?? versteh mich nicht falsch, ich steh selbst kurz vor der entbindung und für mich gibt es nur sehr wenige gründe, wann eine abtreibung in meinen augen gerechtfertigt wäre. aber man muß schon ein bissl differenzieren.

beispiel555
29.05.2009 08:07

ich wünsche ihnen dass sie in die situation kommen, schwanger zu sein bzw. jemanden geschwängert zu haben und genau zu wissen, dass Sie nicht für das kind sorgen werden können.

ich wünsche dass Sie sich dann sorgen und gedanken machen und nicht wissen was sie tun sollen aus verzweiflung.

ich wünsche Ihnen, dass sie einsehen, dass es nicht jedem so gut geht, wie Ihnen (offensichtlich, sonst hätten Sie nicht solche ansichten)!

gottisttot
29.05.2009 12:10

Na bitte, der/die soll sich nicht vermehren!

Christa27
29.05.2009 12:08
Warum...

darf "keine Zensur" nicht seine Meinung sagen zu dem Thema? Ich finde das sehr intolerant!!!
Ich z.B.bin froh, dass die Abtreibung straffrei ist. Zuviel Frauen sind infolge unerlaubter Eingriffe gestorben.
ABER: ich würde selbst niemals abtreiben das könnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Und werde ich jetzt für meine Meinung gesteinigt?

SophieZ
29.05.2009 11:52
Jemand was Schlechtes wünschen, ist nicht fein.

Ich wünsche der Person, die offentsichtlich sehr schnell ein Urteil gebildet hat ohne zu differenzieren, nichts Schlechtes.

Ich empfinde es als ungerechtfertigt wegen einer Meinung jemandem etwas Schlechtes zu wünschen.

Aber es stimmt: Ich finde es zwar schön, dass Achtung Zensur ein Kind als Geschenk betrachtet. Aber man muss auch die Folgen betrachten die für andere Personen in schlechteren Lagen mit einem Kind einhergeht.

mfg

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