Frauenfußball hat in Österreich zwar keine lange Tradition, doch die Nachwuchskickerinnen werden immer mehr: Über 500 kamen ins Horr-Stadion in Wien
Wien - Mehr als 500 fußballbegeisterte Mädchen nutzten den 7. Wiener Tag des Mädchenfußballs, der am Donnerstag stattgefunden hat. Im Horr-Stadion standen ein Technikparcours und zahlreiche Mädchenfußballspiele am Programm.
"Fußball ist immer noch eine Sportart, die männlich dominiert ist", weiß Sportstadtrat Christian Oxonitsch, der sich deswegen umso erfreuter zeigte, dass so viele Kickerinnen gekommen sind. "Ich hoffe, dass einige der BesucherInnen auch künftig den Frauenfußball tatkräftig unterstützen werden und dabei mithelfen, dass Frauenfußball in Österreich mehr und mehr Beachtung findet", betonte Oxonitsch.
Ball-Boom
Frauenfußball hat in Österreich keine allzu lange Tradition. Nach einem Start mit dem Damenfußballverein "Diane" im Jahr 1924 und einem späteren Verbot, wurde hierzulande im Jahr 1973 die erste Frauenmeisterschaft abgehalten. Erst ganze neun Jahre später wurde die Sportart erst vom ÖFB anerkannt.
Besonders in Wien boomt der Mädchen- und Frauenfußball in den letzten Jahren. Waren es vor zehn Jahren noch vier "Mannschaften", kicken heute knapp 2.400 Frauen höchst erfolgreich in der Bundeshauptstadt - davon 916 Mädchen. (red)