
Die Siegerinnen - das BRG 22 Polgarstraße - beim 7. Wiener Tag des Mädchenfußballs.
Wien - Mehr als 500 fußballbegeisterte Mädchen nutzten den 7. Wiener Tag des Mädchenfußballs, der am Donnerstag stattgefunden hat. Im Horr-Stadion standen ein Technikparcours und zahlreiche Mädchenfußballspiele am Programm.
"Fußball ist immer noch eine Sportart, die männlich dominiert ist", weiß Sportstadtrat Christian Oxonitsch, der sich deswegen umso erfreuter zeigte, dass so viele Kickerinnen gekommen sind. "Ich hoffe, dass einige der BesucherInnen auch künftig den Frauenfußball tatkräftig unterstützen werden und dabei mithelfen, dass Frauenfußball in Österreich mehr und mehr Beachtung findet", betonte Oxonitsch.
Ball-Boom
Frauenfußball hat in Österreich keine allzu lange Tradition. Nach einem Start mit dem Damenfußballverein "Diane" im Jahr 1924 und einem späteren Verbot, wurde hierzulande im Jahr 1973 die erste Frauenmeisterschaft abgehalten. Erst ganze neun Jahre später wurde die Sportart erst vom ÖFB anerkannt.
Besonders in Wien boomt der Mädchen- und Frauenfußball in den letzten Jahren. Waren es vor zehn Jahren noch vier "Mannschaften", kicken heute knapp 2.400 Frauen höchst erfolgreich in der Bundeshauptstadt - davon 916 Mädchen. (red)
Hersteller argumentieren mit steigender Zahl weiblicher Fans - Präsentation im Frühjahr 2010
Amy Fearn schreibt drei Jahre nach ihrem Liga-Debüt Fußballgeschichte
Der Weltverband Fifa investiert fast ein Viertel seines Budgets in die Entwicklung des Fußballs. Vor der WM 2010 steht Afrika im Fokus der Bemühungen. Auch der Frauen-Fußball, ein Geschäft der Zukunft
"Die Zukunft des Fußballs ist weiblich" - Anteil von Frauen unter den Fußball-Interessierten in Deutschland liegt inzwischen bei 30,5 Prozent
T-Shirt-Aktion der SPÖ: Weibliche Fußballfans können Begeisterung für das Spiel und zugleich Forderung nach Gleichberechtigung zum Ausdruck bringen
Dass sie sehr wohl kicken können, hat Frauen im ugandischen Flüchtlingslager Paicho zu neuem Ansehen verholfen - und im ganzen Land ist dank Quote eine Verbesserung für die weibliche Bevölkerung spürbar
Von Groupies, Fans und Spielerinnen: Dresdner Sozialwissenschafterin ging Ursachen der scheinbaren Inkompatibilität von Frauen und Fußball auf den Grund
Österreichs Schulen ermitteln erstmals den Postliga-Bundesmeister im Mädchen-Fußball. Einige Spielerinnen träumen vom Nationalteam, von den Bayern und von Arsenal - Genau wie die Buben
Schülerinnen-Liga und "nationales Frauenzentrum"
Sexismus und Homophobie im "männlichen" Fußball und was dagegen getan werden kann: Ex-Profi Tanja Walther im dieStandard.at-Interview
Das Projekt "Mädchen am Ball" will Bewusstsein bei jungen Fußballerinnen schaffen. Die Projektleiterinnen im dieStandard.at-Interview
Nach der Weltmeisterschaft der Frauen 2011 in Deutschland soll sich Frauenfußball "wie ein Silvesterfeuerwerk" verbreiten
Mit "Diana" wurde 1924 der erste Frauen-Verein Österreichs gegründet - Ende kam 1938 - Unterdrückung des Frauensports unter den Nazis wirkte lange nach
War Fußball früher für Frauen als "nicht geeignet" eingestuft, zeigen heute vor allem Deutschland, die USA oder China, wo die Göttin des runden Leders wohnt
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.