Gedächtnisleistung lässt nach

7. Juni 2009, 09:30

US-Studie bestätigt vorübergehenden Effekt von Lernschwäche bei Übergang in Menopause

New York - Während des Übergangs zur Menopause leidet bei Frauen das Lernvermögen. Eine kalifornische Studie liefert Hinweise darauf, dass verschiedene Hirnleistungen mit dem Einsetzen der Wechseljahre regelrecht einbrechen.

"Die gute Nachricht ist, dass dieser Effekt auf das Lernen scheinbar nur vorübergehend ist", betont Studienleiterin Gail Greendale von der Universität von Kalifornien in Los Angeles.

Verbales sowie Arbeitsgedächtnis betroffen

Die ForscherInnen untersuchten das Lernvermögen von fast 2.400 Frauen zwischen 42 und 52 Jahren, bei denen die Menopause anfangs noch nicht eingesetzt hatte. Während der vierjährigen Studie schnitten die Frauen in den Tests bei sämtlichen geprüften Fähigkeiten mit jedem Mal besser ab. Aber mit zunehmendem Ausbleiben der Regelblutung fielen diese Verbesserungen deutlich schwächer aus: In dieser Zeit litten sowohl das verbale Gedächtnis als auch das Arbeitsgedächtnis und die Verarbeitungsgeschwindigkeit, wie Greendale in der Fachzeitschrift "Neurology" berichtet.

"Diese Ergebnisse stimmen mit früheren selbstberichteten Gedächtnisproblemen überein", sagt Greendale. "60 Prozent der Frauen sagen, das sie während des Übergangs zu Menopause Gedächtnisprobleme haben." (APA/AP)

witchdoctor
00
Cognitive Beeinträchtigungen durch Stress

Zusätzlich steht noch in der Studie, dass Hormontherapie nach der Menopause die Gedächtnisleistung nicht verbesserte!

Andererseits ist längst bekannt, dass depressive Verstimmungen und Belastungssituationen unabhängig vom Alter zu cognitiver Beeinträchigung führen - das dürfte viel eher der Grund sein als Hormonveränderungen!

Schleichendes Gift
00

Dem stimme ich dahingehend zu, dass depressive Verstimmungen die kognitiven Leistungen negativ beeinflussen können.
Hormonschwankungen können jedoch auch zu depressiven Verstimmungen führen, weshalb sich die Frage stellt, ob die verminderten Gedächtnisleistungen mit der Verstimmung zu tun haben.

witchdoctor
00

PMS und Baby-Blues sind wohl die bekanntesten hormonell beeinflussten depressiven Verstimmungen bei Frauen.
Ohne cognitive Vergleichsstudie mit PMS-Patientinnen während der diversen Zyklusstadien und Männern in der umstrittenen Andropause traue ich mir keine Bewertung des Ergebnisses dieser Studie zu.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.