Hilfe aus der Natur

3. Juni 2009, 10:36
  • Artikelbild
    foto: ap

    Rotklee als wirksame Alternative zum Hormonersatz

Rotklee soll aufgrund seiner Isoflavone Hitzewallungen lindern

Wien - Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Herz-Kreislauferkrankungen - diesen Beschwerden, die Frauen in den Wechseljahren plagen, soll eine Behandlung mit Rotklee auf natürliche Weise ein Ende setzen. Forschungsergebnissen zufolge soll der Extrakt der Pflanze Brustkrebszellen beeinflussen und deshalb für die Anwendung bei Wechselbeschwerden ohne gefährliche Nebenwirkungen geeignet sein. Das teilte die "Forschungsgemeinschaft Rotklee" am Dienstag in einer Aussendung mit.

Östrogenhaltige Substanzen

"Die im Rotklee enthaltenen Isoflavone sind östrogenhaltige Substanzen, die, ähnlich den weiblichen Östrogenen aufbauende und schützende Funktionen für die Zelle erfüllen. Sie haben einen direkten Einfluss auf hormonabhängige Karzinome, wie zum Beispiel Brust- oder Gebärmutterkrebs", erklärte Univ.-Prof. Johannes Huber. Gleichzeitig könnten die Isoflavone des Rotklees bei Wechselbeschwerden eine wertvolle Hilfe sein.

Natürliche Wirksamkeit

Wie die WissenschafterInnen betonten, scheinen die protektiven Eigenschaften nur auf die natürliche Zusammensetzung der im Rotklee enthaltenen vier Isoflavonen zurückzuführen zu sein. Unter der Gabe von künstlich isolierten Isoflavon-Kombinationen (zum Beispiel Genistein oder Daidzein) war diese Wirkung nicht nachzuweisen. Rotklee-Produkte seien als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken frei erhältlich, sollten jedoch nicht ohne Rücksprache mit ÄrztInnen eingenommen werden, rieten die WissenschafterInnen. (APA)

Monika V.
11
10.6.2009, 16:39
Kein Anlass für kritiklosen Jubel über Isoflavone

Für kritikloses Jubeln über Isoflavone besteht wenig Anlass.
Schade finde ich, wenn Herstellerinformationen einfach übernommen werden.
Eine verpasste Chance für fundierte wissensbasierte Informationen. Nachdem nachgewiesen ist, dass Östrogen krebserregend ist und eine Hormonbehandlung in und nach dem Wechsel vielen Frauen zu riskant ist, setzen Frauen Hoffnung auf „natürliche“ Mittel. Leider ist die Hoffnung unberechtigt.
Informationen finden Interessierte unter: http://www.fgz.co.at/Wechselja... 194.0.html

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.