Wien - Ein Gesetz gegen "zu Homosexualität anspornende Informationen für Minderjährige" nach Vorbild der litauischen Gesetzesinitiative (siehe hier) forderte der Klubobmann der FPÖ-Wien Eduard Schock am Donnerstag. Die "verherrlichende Darstellung von Homosexualität in Kinderbüchern" und die dadurch "vorangetriebene Zerstörung der Familie" müsse verboten werden.
Schon bei der Aufführung des Theaterstücks "König und König' im Museumsquartier in Wien im Februar 2008 hat die FPÖ Wien heftig protestiert und festgestellt, dass dadurch "quasi durch die Hintertür" suggeriert werde, "dass Homosexualität schick und förderungswürdig sei", heterosexuelle Menschen aber "falsch gepolt" seien.
"Statt sich ständig damit zu beschäftigen, wie man Kindern Homosexualität schmackhaft machen kann, sollte man sich lieber wieder mit wichtigeren Dingen, nämlich mit dem Schutz unserer Kinder vor sexueller Ausbeutung und der Förderung der Familien auseinandersetzen", forderte Schock. (red)
Nachlese
Ein Großaufgebot an PolizistInnen schützte Parade-TeilnehmerInnen vor GegendemonstrantInnen
Ein eigens eingerichtetes Büro für homosexuelle TouristInnen will die Gäste betreuen und vor Diskriminierung schützen
Lesben- und Schwulenverband resümiert über "unvollendetes Erfolgsmodell": Steuerliche Gleichstellung fehlt noch
Präsidentin Fernandez: "Heute sind wir eine Gesellschaft, die ein bisschen egalitärer ist als vergangene Woche"
"Wandel" des David Berger und seine "Auffassungen" wurden mit "tiefem Schmerz" aufgenommen - und er aus Lehrtätigkeiten entlassen
Nur zwei Prozent der Vorträge befassen sich mit Thema, obwohl HIV Männer, die Sex mit Männern haben, überproportional betrifft
Britische Studie besagt, dass Mehrheit Homophobie vom Platz stellen will und nicht den homosexuellen Profi - Outings dennoch von Seltenheitswert
Schulbehörde muss nun 35.000 Dollar Entschädigung zahlen
Teilnahme für alle offen: Im Zentrum steht nicht der sportliche Wettkampf, sondern der politische Hintergrund
Die TeilnehmerInnen der EuroPride mussten homophobe Parolen und Angriffe über sich ergehen lassen
Bis zu einer Millione Menschen werden zum Kulturfest erwartet - Nach der Love-Parade-Katastrophe wird die Sicherheit neu hinterfragt
Osteuropa: Diesen Sommer durchbrechen bunte Paraden das Schweigen zur Homosexualität
Queerer Kleinprojektetopf unterstützt Projekte aus dem Bereich Homosexualität und Transgender - Einreichfrist endet mit Juli
Teure Pentagon-Erhebung zu Befindlichkeiten der SoldatInnen über Zusammenleben mit Lesben und Schwulen ruft KritikerInnen auf den Plan
Bedingungen für Mitversicherung bis 2007 abhängig von der sexuellen Orientierung - Kläger erhält Schadenersatz
Rückwirkender Anspruch auf Hinterbliebenenrente kann laut Verfassungsgericht erst ab 2005 geltend gemacht werden
UN-Studie bestätigt massivste Diskriminierungen: 90 Prozent der homosexuellen PatientInnen in Asien erhalten keine Behandlung - Kriminalisierung erschwert Hilfe
Landtag verabschiedete neues Dienstrecht - SPD und Grüne kritisieren Gesamtpaket
"The Real L Word" über homosexuelle Frauen in Los Angeles will mit Stereotypen aufräumen und authentische Geschichten erzählen
In Wien wurde im letzten halben Jahr am öftesten verpartnert, zwei Drittel der neu Registrierten sind Männer
Vorreiter in Lateinamerika: Senat stimmte mit 33 zu 27 Stimmen für Einführung - Paket umfasst auch Recht auf Adoption
Ein US-Bundesgericht befindet das landesweite Verbot der Homosexuellen-Ehe als verfassungswidrig
Verfolgungen auf Grund der Sexualität in Herkunftsländern: Schwule bekommen vor Oberstem Gerichtshof Recht
Auch im zweiten Anlauf wurde Jeffrey John von der Nominierungskommission abgelehnt
Rechtskomitee Lambda zieht mit Klage vor Verfassungsgerichtshof
Gedenken an die Verfolgung sexueller Minderheiten im Dritten Reich - Temporäres Kunstprojekt im öffentlichen Raum
Homosexuellenfeindliche Aktivisten besprühten TeilnehmerInnen und ZuschauerInnen
Jede/r fünfte/r BürgerIn Serbiens ist zur Unterstützung von Gewalt gegen Homosexuelle bereit
Laut VeranstalterInnen rund 110.000 TeilnehmerInnen bei 15. Auflage des Menschenzuges gegen die Diskriminierung Homosexueller
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger initiiert die Aktion "Liebe hat viele Gesichter"
Unter dem Motto "We are family" wurde bei der Regenbogenparade in Wien für die Gleichstellung schwuler und lesbischer Familien demonstriert
Homo- und transsexuelle PolizistInnen aus ganz Europa tagen - Wiener Polizei startet Kampagne
Gefeiert wurde vor allem die historische Entscheidung der Stadtverwaltung, die Ehe für Homosexuelle zu erlauben
Schwuler Mann verklagt Blutspende-Einrichtung, nachdem diese ihn als Spender abgelehnt hat
Gleich am ersten Tag des neuen Gesetzes zur Homosexuellen-Ehe hat Jóhanna Sigurdardóttir geheiratet
Während die Vorbereitungen für die Parade am 3. Juli in die Schlussphase gehen, erinnern die InitiatorInnen an politische Anliegen
Rechtskomitee freut sich über Beschlüsse des Wiener Landtags und fordert Bund zur Umsetzung auf
Klage eines schwulen Paares, das standesamtlich heiraten wollte, in Straßburg gescheitert - HOSI Wien enttäuscht
Der Gender-Theoretikerin Judith Butler ist der Christopher Street Day zu wenig antirassistisch: "Von dieser rassistischen Komplizenschaft muss ich mich distanzieren"
Etwa einhundert homo- und heterosexuelle Pärchen küssten im MQ, um ein Zeichen zu setzen: Gegen Homophobie und für Solidarität für das Opfer eines gewaltsamen Übergriffs
Anwalt der GegnerInnen meinte, er brauche gar keine Beweise zum Zweck der traditionellen Ehe vorlegen - Urteil wird in den nächsten Wochen erwartet
"... als siebenmal mit den Zwergen" - Statements zum Lesbianismus von berühmten Frauen in einer Zitate-Diashow
Durch ein Fundraising-Projekt sollen Handys gesammelt und neue Büroräume adaptiert werden
Wiener Antidiskriminierungsstelle arbeitet an Projekt zum Thema
Neu im Netz: LAMBDA-Zeitschrift für gleichgeschlechtliche Liebe und Recht
Was hat der Kampf um Frauenrechte mit Homosexuellen-Aktivismus zu tun? Eine ganze Menge, weil die Ablehnung gegenüber Frauen und Homosexuellen dieselben Wurzeln hat
Mit "Lesben am Werk" gibt es in Österreich erstmals eine Studie zur Situation lesbischer Frauen im Erwerbsleben
Eine gesammelte Nachschau
http://tinyurl.com/faktor30
Das wäre doch auch den Kindern und Jugendlichen gegenüber wichtig.
die gesunde Entwicklung von Kindern, denn so erlernen sie Toleranz und das Bewusstsein, dass Heterosexualität nicht die einzige Form des menschlichen Zusammenlebens ist. Heterosexuell orientierte Jugendliche würden ihren homosexuellen SchulkollegInnen gegenüber mit Respekt, Toleranz und Akzeptanz auftreten und diese nicht mit untergriffiger, verbaler und zum Teil auch körperlicher Gewalt begegnen.
????
Wer würde versuchen, wen ins Bett zu kriegen?
Die homosexuellen Schüler die heterosexuellen?
Oder umgekehrt?
Weiß nicht, auf welcher Schule sie waren, aber meine Schule hat da anders funktioniert. Da wurde der einzig geoutete Schwule skeptisch beäugt bzw. mit blöden Kommentaren übersät. Und die Lehrer wirkten da irgendwie hilflos und haben sich komplett ausgeklinkt.
Daher finde ich es sinnvoll, hier zur Toleranz aufzurufen. Für den schwulen Teenager war die Schulzeit nämlich ganz gewiß ein Horror.
... keine Angst, eine Lesbierin tut Ihnen eh nix. Denn sie sehnt sich lediglich nach einer Partnerin statt eines Partners, wie Sie es vielleicht gewohnt sind. Damit tut sie Ihnen ja wohl kaum weh! Und wenn doch, dann sollten Sie sich ernsthaft fragen, warum das so ist...
(C;
interessant ist, dass bei solchen meldungen von einer 'natürlichen norm' gesprochen wird, wobei nur geschlechtsverkehr zwischen mann und frau als 'normal' gilt, da dadurch kinder gezeugt werden - homosexualität ist dadurch per se unnatürlich.
ich würde gerne mal erfahren, wer diese 'natürliche norm' definiert hat - die natur? wahrscheinlich nicht, denn in der natur gibt es genug beispiele von homosexualität, sex zw. verschiedenen tierarten, polygamie etc. die alle nicht mit diesem bild der 'familie' zusammenpassen.
weiters versteht sich der mensch als ein wesen, dass wegen intelligenz, kultur, etc. sich von der tierwelt abgrenzt. warum kommen dann immer diese vergleiche mit der natur, also der tierwelt?
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.