Kosovo

Angriffe gegen kritische Redakteurin

05. Juni 2009 11:23

Schutz von NGOs nach Angriff auf kritische Journalistin - Boulevardblatt bezeichnete Jeta Xharra als serbische "Spionin"

Pristina - Nachdem die Redakteurin Jeta Xharra von einem regierungsnahen Boulevardblatt wiederholt als serbische "Spionin" bezeichnet wurde, nahmen neun nichtstaatliche kosovarische Organisationen die Redakteurin einer kritischen wöchentlichen TV-Sendung in Pristina in Schutz. Jeta Xharra, die auch schon direkte Morddrohungen erhielt, leitet im staatlichen TV-Sender RTK die vom BIRN (Balkan Investigative Reporting Network) vorbereitete Sendung "Jeta ne Kosova" (Leben im Kosovo), die sich auch mit zahlreichen Tabu-Themen befasst. Sie reichen von der Homosexualität bis hin zur Korruption der Staatsbeamten, aber auch den von der "Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK) während des Krieges (1998-99) angerichteten Verbrechen.

"Jeta hat selbst entschlossen, ein kurzes Leben zu führen", berichtete das von der Regierung des Premiers Hashim Thaci breitestens gesponsorte Blatt "Infopress" am Donnerstag. "Jeta ne Kosova" brachte kürzlich einen von BIRN und dem britischen TV-Netz BBC gemeinsam vorbereiteten Bericht über die mutmaßliche Misshandlung festgenommener kosovarischer Zivilisten in Albanien seitens der UCK. Letzte Woche brachte sie auch einen Bericht über Drenica, die ärmliche Region des Zentral-Kosovo. Das BIRN-Journalistenteam, das die Drenica-Ortschaft Srbica (albanisch Skenderaj) besuchte, wurde von einem bewaffneten Mann gezwungen, sie wieder zu verlassen. Infopress griff die Sendungsredakteurin Xharra an, mit dem Bericht die Drenica-Region erniedrigen zu wollen.

Medienkampagne gegen Xharra

Die Praxis, Menschen, die mit den Machthabern nicht übereinstimmten, als VerräterInnen und serbische SpionInnen zu bezeichnen, existiere seit den 90-er Jahren, stellten die NGOs in ihrem öffentlichen Schreiben fest. Die Medienkampagne gegen Xharra kann nach Meinung der nichtstaatlichen Organisationen auch als ein Angriff der Regierung angesehen werden, die bemüht sei, die populäre Sendung abzuschaffen.

"Jeta ne Kosova" sei bemüht, im Einklang mit den professionellen Normen des Journalismus die Fakten wichtiger Geschichten zu enthüllen, die das Leben aller BürgerInnen des Kosovo beträfen, unterstrichen die NGOs. Das Schreiben wurde unter anderem vom Kosovarischen Rechtsinstitut, der Jugendinitiative für Menschenrechte, dem Kosovarischen Frauen-Netz, der Anti-Korruptions-Initiative COHU und anderen nicht staatlichen Organisationen unterzeichnet. (APA)

 

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15 Postings
Erwin Wolfram
07.06.2009 00:21

aber geh eine journalistin kritisieren? nein sowas? wo die journaillisten im krieg doch so unabhaengig und ausdauernd berichtet haben (3 jahre verspaetung, kurzbesuche an der front so 3 minuten, ohne front). klar, dass man von den soldaten verlangt ihr leben zu riskieren aber journalisten zu diesen zeitpnkten nicht anwesend sind, spaeter aber ihre demokratische rolle ploetzlich wiederfinden, wenn das boese bereits jahrelang passiert ist.

AlBundyFan
 
08.06.2009 15:58
und du?

findest du deine demokratische rolle überhaupt jemals bzw. suchst danach?

und ich sehe zb. bei cnn oder anderen nachrichtensendern/-blättern dauernd berichte direkt vor ort wenn irgendwo krieg ist(solang es die menschen intressiert - wenn nicht,dann gibts kein geld für die reise dorthin vom medienkonzern)

zb.kannst du auch den bericht über 2 journalistinnen lesen,die in nordkorea 12 jahre gefangenschaften entgegensehen.

Alenko B.
06.06.2009 23:25
Es ist gut

das endlich mal eine Zeitung auch solche Themen über Albaner anschneidet damit sich die Menschen ausserhalb Kosovos bzw in Europa auch ein Bild über die Albaner machen können und nicht nur immer über die bösen Serben! Denn leider gottes werden die Albaner in den Zeitungen immer als die armen unterdrückten dargestellt die versuchen wollen friedlich mit den Serben zu leben. Immerhin wird eine Reporterin gleich als Böse Serben Spionin dargestellt weil Sie etwas kritisches über das Land berrichtet!

Liberalix
05.06.2009 14:09
Regierungsnahes Boulevardblatt

Gibts die Kronenzeitung im Kosovo auch schon?

Balkanexperte
05.06.2009 11:47
serben versuchen

dan legitimen albanischen befreungskampf mit allen mitteln zu verschmutzen dazu gehören söldner wie die jounalistin .

Yossarian
05.06.2009 13:13

Was soll am albanischen Terror legitim gewesen sein?

kruja
05.06.2009 17:41
@ yossarian

1. was ist an serbischen genozidtaten legitim bzw legal (falls du den unterschied kennst - "sie" impliziert respekt, den ich für dich nicht habe)

2. wer hat "banane" gerufen, dass ausgerechnet du dich meldest?

Netter Chef
06.06.2009 09:33
Zorgaj hat auch niemand gerufen

kruja
06.06.2009 15:41
@ "netter chef" (was DAS da wohl sein mag???)

1. du wartest (wegen duzen, siehe oben), bis ich das wort an dich richte!

2. themenverfehlung - daher "nicht genügend"-setzen - du kennst das aus deiner schulischen "karriere" (8 jahre lang 1. kl. vs+1 volkstanzkurs bei der trattnig, oder wie die national-tussi heisst)

3. wieder ein "nicht genügend" - diesmal wegen falscher namensschreibung. das mädchen und die familie heisst ZOGAJ! für dich heisst das ferner, dass du ab nun von der FRAU zogaj sprichst, das solltest selbst du dir merken können!!!

4. anstatt hier zerebrale diarrhoe zu praktizieren, solltest du lieber dein biotop, das krone-forum, aufsuchen - dort findest du deinesgleichen....pfui!!!

5. was suchst du überhaupt hier, unter menschen...???...

Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n
07.06.2009 02:57
Warum sind die eigentlich immer noch im Lande, die Zorgajs?

Netter Chef
07.06.2009 08:37
Weil sie Duzfreunde haben?

Netter Chef
06.06.2009 16:51
Auch an Sie eine Verwarnung: beim nächsten mal werden Sie entlassen!

kruja
07.06.2009 00:39
@ an das schäfchen (chef ist sein rechtschreibfehler)

ach kuck mal, ist DAS da putzig.....klingt nach verzweifeltem minderwertigkeitskomplex.

hilfsarbeiter deines zuschnitts haben niemanden, den sie entlassen können, sie selbst werden entlassen.

und jetzt herrscht ruhe auf den billigen plätzen und ab mit dir unter den tisch.

Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n
07.06.2009 15:11
Ich glaub' ich kenn' Sie.

Sie sind doch die aus der Werbung - "RUF! MICH! AN!"

Laufen die Geschäfte so schlecht daß Sie sogar hier anbahnen müßen?

Netter Chef
07.06.2009 10:23
Darum wohl, braucht man Quoten für Frauen in Führungspositionen :-))

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