Zitrone

Ein Stich unter die Gürtellinie

Tombor, 22. Juni 2009 18:12

Der Ex-Wimbledon-Sieger Michael Stich mag keine stöhnenden Tennisdamen, weil das Geächze deren eigentlicher Daseinsberechtigung am Court Abbruch tut: Sexy zu sein

Zu der Zeit, als mich Tennis interessierte, war Monica Seles noch aktiv. Die kam, sah, stöhnte und siegte. Was die Öffentlichkeit ebenso beschäftigte wie die Tatsache, dass sie weltklasse Tennis spielte, war ihr sich durch die Gehörgänge ins Gedächtnis schraubende Gestöhne bei jedem Ballkontakt. Jung, blond, laut - die Diskussion kam in Gang. Und weil sich in der Medienwelt irgendwie alles wiederholt, haben wir heute die selbe Diskussion nur mit anderen Protagonistinnen: Die sind ebenfalls jung, noch hübscher und noch intensiver unter medialer Beschau. Und laut.

Dass sie alle professionelles Tennis spielen, scheint Nebensache. So sieht das auch Ex-Wimbledon-Champ aus 1991 und jetziger BBC Radio 5 Live-Kommentator, Michael Stich. Der meinte anlässlich des montäglichen Wimbledon-Auftakts in einem "Mail on Sunday"-Bericht, dass die "Wimbledon-Mädchen" vor allem für eines gut seien: Ihren Sport mittels Sex zu verkaufen. Das Bild passt, aber der Soundtrack stört ihn. Denn das Gestöhne, mit dem vor allem Michelle Larner de Brito zur Zeit den anderen Tennisdamen den Rang abläuft, sei "abstoßend, häßlich und unsexy". Die britische Zeitung zitiert den Deutschen weiters mit einer Aussage, die nicht nur mehr herablassend sondern menschenverachtend ist: Die stöhnenden Spielerinnen sollte man am besten erschießen.

Von letzterer Aussage hat sich Stich distanziert, wobei die deutsche "Bild"-Zeitung dieses Zitat von Stich persönlich als aus dem Zusammenhang gerissen bestätigt bekommen haben will - was der Wahrheit nicht auf die Sprünge hilft. Ob nun konstruiert, misskolportiert oder nicht: Stichs Kritik am Stöhnen der weiblichen Spieler steht. Auch in einem größeren Zusammenhang: Denn Stich hat mit der Aussage eigentlich eine Kritik an der Obsession am Äußeren der Spielerinnen, die auf dem Tenniscourt Einzug gehalten hat, versucht. Die Zitrone verdient er sich nichtsdestotrotz: Er unterstellt den Sportlerinnen, sie würden mehr auf ihren Look, ihr Sexappeal Wert legen als auf ihr Spiel - aber vergisst auf diejenigen, die genau darauf abstellen und damit arbeiten: Die einschlägigen Medien. Sobald die Spielerinnen gut aussehen, gute Körper haben - wie Sportlerinnen ihn sich eben durchs Training erarbeiten -, werden sie für die nämlich erst interessant - im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, deren Leistung bei der Berichterstattung zählt. Aber der Konnex bei Frau - kurze Röckchen - gegebenenfalls Gestöhne - da schlagen diese Medien eben reflexartig die Schneise zum Boulevard. Und der liebt Sex, weil die LeserInnen drauf abfahren. Ja, das verkauft sich. Und das ganze Dilemma soll den Spielerinnen allein zur Last gelegt werden? So eindimensional ist die Sache dann doch nicht, wie Stich sie postuliert. Verpatzter Aufschlag! (bto/dieStandard.at, 23.6.2009)

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Ernesto Chavez
30.07.2009 16:05
Traurig, aber wahr!

9 von 10 Gesprächen über Damentennis haben die engen Röckchen oder die sekundären Geschlechtsmerkmale diverser Russinen zum Thema.
Die Marketingstrategen wissen dass, und vor allem wissen sie eins: Sex sells, Damentennis wouldn't without Sex.

ps: worum's im 10. von 10 Gesprächen geht? Na, dass Damentennis eigentlich nix is, man solle gleich besser Herrentennis schaun...es ist trurig, meine Damen, aber wahr...

WunzelPunzel
30.07.2009 15:36

hatt da vielleicht ein gewisser hr. stich bei den jungen tennisdamen keinen selbigen gemacht????

Leech
30.07.2009 14:15
gestöne bitte nur im schlafzimmer

Also mal ehrlich, was die Tennis damen da aufführen ist ja nichtmehr normal.

Seit langem wieder mal Damentennis geguckt (was ja kein Sport ist, aber es sieht halt einfach gut aus) und was die zusammenstöhnen is nima normal.

Ich mein Gottes lieblingsschöpfung schreit ja auch am platz aber halt nicht so als würd ihm gleich einer abgehen.

Und dann erst wie die angezogen sind...
Gerade das der kleine stoffetzen überhaupt noch über den hintern reicht. wiso spielen die nicht gleich im Bikini? wär auch besser würd man wenigstens wirklcih was sehen.

eine Zitrone dafür pffff.... typisch.... wer die wahrheit spricht bekommt eine rein....

gut man gewöhnt sich daran ist ja seit dem Beginn des "Emanzipierens um jeden Preis" der standard

Jasper Perky
30.07.2009 08:19
Liebe Radaktion...

...wenn ihr schon eure Geschlechtsgenossinnen verteidigt, sollte man/frau ihre Namen auch richtig schreiben.

Die Frau heißt: Michelle Larcher de Brito

1000 Kopfläuse können nicht irren
22.07.2009 10:06
Das besonders laute Gestöhne einiger Tennisdamen...

... verleidet mir tatsächlich das ZuSCHAUEN. Eine Williams (weiß gerade nicht welche) und die Scharapowa fallen mir da sofort ein. Manche scheinen das Gestöhne auch bewusst einzusetzen um die Gegnerin zu irritieren, die stöhnen auch noch, wenn die Gegnerin bereits zum Rückschlag ansetzt.

Auf Sex beziehe ich dieses Stöhnen jedoch nicht. Wenn eine Frau im Bett derart stöhnt wie Scharapowa auf dem Tennisplatz, so wirkt das für mich nicht natürlich sondern wie eine Performance. Und eine Performance im Bett ist eigentlich schade. Dort zumindest sollte man sich nicht verstellen, dann haben beide mehr davon! (C:

das ende des tages
11.07.2009 16:27

also ich muss sagen - ich verbring schon über 2 stunden eines extrem faden arbeitstages auf diestandard und diese aussendungen der Anti-Sex-Liga finde ich echt leiwand...

Chocoholic
09.07.2009 21:53
er kann es immer noch nicht verwinden, dass sogar die schlechter spielenden Damen hoehere Werbegagen hatten als er....

so muss er halt seinen Frust jetzt auch noch an seinem neuen Arbeitsplatz raus lassen.

deiml
09.07.2009 16:45
dabei kann ich mich noch gut an

thomas öööööuuuhhhh muster erinnern.

wobei das mit der verbindung zwischen damensport+sex wurde schon ein paar mal diskutiert.

wir haben ob des gestöhnes von thomas muster auch köstlich gelacht und witze darüber gerissen nur wäre nie jemand auf die idee gekommen das als erotische Komponente zur steigerung des werbewerts auszulegen.

Wie kam ich bloß durch die Zensur?
 
29.06.2009 09:53
Jaja, die Herren vom Spitzensport....

Sollte eigentlich klar sein, dass man bei einem derart exzessiven körperlichen Training geistig ein wenig nachsteht.

werwolfi
25.06.2009 01:44

ich bin mal vor etlichen jahren im burgtheater (keine ahnung mehr bei was für einer verantstaltung) am pausenbuffet neben ihm plus freundin "jessica" zu stehen gekommen - und der herr stich wirkte daselbst schlicht und ergreifend in jeder hinsicht strunzdumm...
würde mich daher nicht wundern, wenn er solche meldungen scheibt ;oP

überbezahlter quotenmann mit viiiel freizeit :-)
25.06.2009 00:06
org

http://www.youtube.com/watch?v=4Gs6WTJExYg
eigentlich könnte man den damen das netz wegnehmen und sie plärren sich einfach gegenseitig nieder.
wär unterhaltsamer

Chocoholic
09.07.2009 21:52
This video has been removed due to terms of use violation.

bixente uhudla
 
05.07.2009 14:06

also das wirkt tatsächlich nur mehr bescheuert....danke für den link....LOL!!!

Helmut Mayer
24.06.2009 19:29
Wir vertauschen...

...wieder einmal Ursache und Wirkung. Wenn eine Sharapova, die zweifellos eine sehr gute Spielerin ist, immer in ihren Nachthemdchen am Platz herumhuepft, dann wird sie nicht reduziert, sondern sie reduziert sich selbst. Und leider gibt es viele, die mehr am richtigen Sitz ihrer Modeaccessoires interessiert sind, als einem Lob hinterherzulaufen.
Es gibt aber auch welche, die tragen sportadaequate Kleidung ganz ohne Haarschleifen, Ohrringe, Goldketten und Armreifen und laufen bedingungslos jedem Ball nach...letztere sind mir die liebsten..;-)

Chocoholic
09.07.2009 21:53
was soll sie tragen? Maennershorts?

das ende des tages
11.07.2009 16:44

in wimbledon wird das nicht durchgehen, glaub ich.

achtung - zitronenalarm ^^

Helmut Mayer
24.06.2009 19:17
Rein sportlich gesehen...

...habe ich noch nie verstanden, warum das Gestoehne ueberhaupt erlaubt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht eine Regel im Tennis gibt, die in die Richtung "unsportliches Verhalten" geht. Es muesste sich dann nur ein Umpire finden, der das auch exekutiert. Ja, und bei den Damen ist es schlimmer als bei den Herren (rein objektiv von der Lautstaerke her).

überbezahlter quotenmann mit viiiel freizeit :-)
25.06.2009 07:26
abwarten

dauert nicht lang und die damen am golfplatz schreien auch so rum, ganz spannend wirds dann bei der damen schach WM ;-)

16erblech
24.06.2009 14:22
stich hat absolut recht!

diese stöhn und heulboje ist echt nicht aushaltbar.

marty fink
24.06.2009 17:05
Stimmt!

Im Gegensatz zu Seles tut die richtig weh im Ohr!

Feindbild
24.06.2009 14:17
Verdammt, ich hätt eine Wette gewonne, als ich die Aussage von Herrn Stich gelesen habe...

...mir war nämlich sofort bewusst: Die Zitronenrumpelstilzchen werden wieder zuschlagen ;-)

Lila Strumpf
24.06.2009 15:31
blitzkneisser, was?

Feindbild
24.06.2009 16:51
Die Aussage wurde auch anderswo bereits veröffentlicht, oder warauf spielen Sie an?

Das geläuterte gesuderte Übliche
24.06.2009 13:16
Na ja!

Oben angesprochene Frau Larner de Brito wurde ja einmal mit 109 Dezibel gemessen, ein Wert der Hörschäden verursachen kann. Insofern ist die Kritik schon ein bißchen gerechtfertigt, wenn man sich auch irgendeinen Querverweis auf die Rolle von Tennisspielerinnen sparen könnte

Kubi80
 
24.06.2009 13:10
ich kann den stich nicht ausstehen

aber mit einem hat er recht.
viele der damen wollen als symbol gesehen werden.
gibt es sonst einen grund warum sie nicht wie männer in normales shirts und shorts spielen sondern die immer kürzer werdenden röckchen in die kamera halten?

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