Nobelpreisträger fordert HPV-Impfung auch für Buben

2. Juli 2009, 12:46
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    foto: apa/epa/gero breloer

    Um eine Eindämmung des HPV-Virus' zu erreichen, müssen laut zur Hausen auch Buben geimpft werden, weil sie Virus-Überträger sind. Und HPV ist auch bei Männern an der Entstehung einer Reihe von Krebserkrankungen beteiligt.

Zur Hausen: "Nicht nur eine Frage der Geschlechtersolidarität, sondern auch wichtig, weil Männer das Virus übertragen"

Salzburg - Nicht nur Mädchen, sondern auch Buben sollten eine HPV-Impfung erhalten. Nur so lasse sich das Virus, das für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen mitverantwortlich ist, langfristig ausrotten, sagte der Nobelpreisträger Harald zur Hausen am Donnerstag am Rande des Kongresses "Kommunikation und Krebs" im Bildungszentrum St. Virgil in Salzburg.

Zur Hausen hatte 2008 den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung der Papilloma-Viren (HPV) als Verursacher von Gebärmutterhalskrebs erhalten. Diese Viren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Bisher wurden weltweit 40 Millionen Frauen geimpft, sagte zur Hausen. Die Durchseuchungsrate mit dem HPV-Virus liegt bei 70 bis 80 Prozent.

Für WHO-Programm

Um langfristig einen Ausrottungseffekt zu erreichen, müsse man auch die Buben impfen, sagte zur Hausen. Auch bei Männern sei HPV an der Entstehung einer Reihe von Krebserkrankungen beteiligt: Mundhöhlenkrebs, Anal- und Peniskrebs. "Die Impfung von Jungs ist nicht nur eine Frage der Geschlechtersolidarität, sondern sie ist auch wichtig, weil Männer das Virus übertragen", erklärte zur Hausen, der sich in diesem Zusammenhang ein langfristig koordiniertes Programm der WHO wünscht. 

Kaum Nebenwirkungen

Dass die heimischen Krankenkassen die Impfung nicht bezahlen, versteht zur Hausen nicht. "Das wäre ein wesentlicher Schritt für die Gesundheit der Frauen." In Österreich erkranken 550 Frauen pro Jahr an dieser Krebsart, etwa 180 sterben daran. Es gehe aber nicht nur um die Krebserkrankung selbst, sondern auch um die Vorstufe. Allein in Deutschland seien pro Jahr 140.000 Konisationen notwendig, sagte zur Hausen. Eine große Studie mit 300.000 Frauen in Australien habe gezeigt, dass die Impfung kaum Nebenwirkungen habe. Es habe kein Zusammenhang zwischen dem Tod einer jungen Frau in Österreich und der Impfung festgestellt werden können, sagte der Forscher. (APA)

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14 Postings
zwergleviathan
00
10.2.2010, 16:32
naja jetzt wo die Schweine-

-Grippe vorbei ist muss man neue Möglichkeiten finden die alten Schweine-Grippe-Vakzine unter die Schweine zu bringen.

Und den Rest wirft man den anderen Schweinen vor....

und die werfen keine Perlen vor die Säue, da kann man sich sicher sein....

Dein schönster Traum
00
3.10.2009, 10:53
Doppelter Umsatz!

Das ist eine kluge Idee! :-D

g.c.l.
00
30.9.2009, 09:29
Endlich!

Es war wirklich an der Zeit, daß einer der sogenannten 'Fachleute' auf die Idee kommt auch Burschen gegen HPV impfen zu lassen. Klar bekommen sie keinen Gebärmutterhalskrebs, aber Überträger des Virus' sind sie sehr wohl!
Weiters bin ich als Betroffene sehr froh, daß auf diesem Gebiet endlich geforscht wird und ein Arzneimittel entwickelt wurde. Für mich zwar zu spät, aber vielen Anderen bleibt vielleicht viel erspart. Auch wenn im Moment noch keine Langzeitstudien vorhanden sind, die alle Unklarheiten ausräumen, irgendwann muss man beginnen, einen Wirkstoff zu erforschen. Auch Aspirin wurde mal verabreicht, ohne zu wissen, ob das gut geht. Und heute wissen wir, daß dieses Präperat ein absoluter Segen für die Menschheit ist.

zwergleviathan
00
10.2.2010, 16:30
was zahlen die Pharmahersteller

so ungefähr für diese Aussagen von Ihnen?

Woher wissen Sie daß das "ein absoluter Segen für die Menschheit ist"?

Sie haben sicherlich Pharmakologie und/oder Medizin studiert und kennen daher die tatsächlichen Zusammenhänge und Zahlen nehme ich an....

und haben darum auch sicher diese Meinung auch schon vertreten BEVOR der nette Herr der mit seiner Entdeckung auch noch Kohle verdient diese hinausposaunt hat.....

da bin ich mir sicher

Andrei Moutchkine
 
00
1.10.2009, 07:56

Es wird höchste Zeit richtig zu forschen - und zwar für Impfungen mit geschwächten Versionen von echten Viren und nicht nur deren Segmenten wie hier. Die meisten durch Viren erregten Krankeiten könnten so schon längst besiegt werden...

J.Iber
00
15.8.2009, 09:24
Chocoholic
00
DANKE! Auch fuer die Buben!

emanze c
01

"Die Durchseuchungsrate mit dem HPV-Virus liegt bei 70 bis 80 Prozent."

D.h.? Schlecht formuliert. 70-80% der Frauen oder der Menschen tragen den Virus? Es bekommen wohl kaum 80% der Frauen G.m.h.krebs..

Im Übrigen sollte ein seriöser Artikel auch die schweren Nebenwirkungen (zB chronische Unterleibsentzündung bzw gehäufte ungeklärte Todesfälle in Europa und den USA) erwähnen.. gegeben die bisherige Faktenlage scheinen die Risken recht groß und der Nutzen recht wenig dargelegt zu sein. Auch ohne ein Natufreak und Pharmaindustrieverschwörungstheoretiker zu sein.

Andrei Moutchkine
 
00
1.10.2009, 08:06

Es heisst 70-80% aller Menschen haben Warzen auf irgendwelchen Schleimhäuten, auch wenn sie es meistens selbst nicht wissen.

Ich finde solange Leute die auf die Behadlung eingehen deren möglichen Nebeneffekten bewusst sind, ist das in Ordnung. Lassen Sie mich selbst entscheiden, gegen was ich impfe, OK?

Es gab wieviele mögliche Todesfälle per wieviele Impfungen? Es gibt keine 100% ungefährliche Arzneimitteln und wissenschaftlicher Progress in allgemeinen ist nicht ungefährlich. Es werden immer einige sterben müssen, damit das Leben anderer besser wird.

presonic
00

klar empfiehlt der herr patentinhaber einen mehrverkauf! :-D

Markus H.
 
03

"Dass die heimischen Krankenkassen die Impfung nicht bezahlen, versteht zur Hausen nicht."

Das ist leicht zu verstehen. Eine ueberteuerte Impfung bei der es bisher keinen Wirksamkeitsbeweis geben kann (Krebs tritt erst Jahrzehnte nach der (nicht)Impfung auf) ist zurecht nicht besonders weit oben fuer die maroden Krankenkassen! 500-600 Euro ist eigentlich nur als Wucherpreis zu bezeichnen!

g.c.l.
00
30.9.2009, 09:39

Ich verstehe nicht, warum sich jeder, aber speziell in einem reichen Land wie Österreich, aufregt, wenn er für seine Gesundheit Geld investieren soll.
Beinahe jeder in diesem Land gibt jährlich für Auto, Urlaub, Markenkleidung, etc. etliche tausend Euro aus, aber einmalig 200 Euro für eine Impfung sind nicht drinnen.
Weiters verstehe ich nicht, warum der Pharmaindustrie immer angekreidet wird, wenn sie aus ihren Forschungsergebnissen Gewinn zieht. Jeder anderer Industriezweig macht das auch! Warum soll das für die Pharmaindustrie also so verwerflich sein?!?!?!

zwergleviathan
00
10.2.2010, 16:40

1tens weil keiner wirklich weiss obs hilft, bis auf den Hersteller, aber daß der sich nicht selbst ins Knie schiesst is klar, oder?

2tens weil die Krankenkassen wenn sie auch net wissen obs hilft nix zahlen DÜRFEN, sonst würden sie ja ihre Beiträge sinnlos verprassen und davon gibts eh scho zu wenig.... zu wenig Leute zahlen noch netto ein in die GKKs, zu viele nehmen nur Geld raus...

der Impfstoff kostet !!!! 500 bis 600 !!!! Euro, und nicht lappische 200....
aber klar, wenn man mal a bissler polemisiert nimmt mans net so genau mit Zahlen (200? 500? wo is der Unterschied?)

Vielleicht kapieren sie das nicht, aber wollen sie nur dann gesund sein wenn eine Firma damit Geld verdienen kann?
wenns nicht rentabel ist bleibt man halt krank...

Andrei Moutchkine
 
00
1.10.2009, 08:15

Genau! Die meisten verwekseln dazu noch "von der Krankenkasse bezahlt" mit umsonst. Ist aber nicht so. Im Endeffekt haben Sie für alles bezahlt nur halt inderekt über Steurn. Dabei haben Sie höchstwahrscheinlich im Endeffekt mehr bezahlt durch den ganzen Verwaltungsaufwand. Ich würde liebend gerne die Pflichtversicherung ausschalten dürfen und selbst meine Versicherung aussuchen. So wie in der !*HORROR*! USA :)

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