FGM

Täglich 8.000 Mädchen genital verstümmelt

14. Juli 2009, 10:33

Derzeit gibt es etwa 150 Millionen weibliche Opfer weltweit

Genf - Weltweit leben mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, die an ihren Genitalien verstümmelt worden sind. Jedes Jahr werden nach Angaben der UNICEF etwa drei Millionen Mädchen Opfer dieser Praktik: Das sind 8.000 jeden Tag. Betroffen sind vor allem Frauen und Mädchen in afrikanischen und arabischen Ländern wie Ägypten, Äthiopien, Guinea, Mali, Sudan, Somalia und Sierra Leone.

FGM (female genital mutilation) gilt als alte patriarchale Tradition, die Mädchen auf ihre Rolle als "treue" Ehefrau und Mutter reduzieren soll. Oft wird sie mit dem Islam in Zusammenhang gebracht, aber der Koran schreibt sie nicht vor.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO unterscheidet vier Formen: Bei Typ 1 wird die Klitoris entfernt, bei Typ 2 zusätzlich auch die kleinen Schamlippen. Bei Typ 3, der "Pharaonischen Beschneidung", werden die Klitoris, die kleinen und die inneren Seiten der großen Schamlippen entfernt und die Seiten der Vulva zusammengenäht. Typ 4 fasst alle Eingriffe zusammen, welche die weiblichen Genitalien verletzen. (APA/dpa)

Kumpi
00
15.7.2009, 20:49

Als Mann gefragt:
Welche Auswirkung hat die Genitalverstümmelung? Schränkt das die Entwicklung der Sexualhormonproduktion ein oder geht es nur darum, die Frau vom freiwilligen Geschlechtsverkehr abzuhalten, weil jener dann Schmerzen bereiten würde (über den eheliche Verkehr dürfte sie ja nicht entscheiden dürfen)?

miranda7
00
29.7.2009, 14:27
Auswirkungen

Wenn das Mädchen den Eingriff überhaupt überlebt, folgt ein Leben mit Behinderung und lebenslangen Schmerzen, nicht nur beim Geschlechtsverkehr, sondern auch beim urinieren und - je nach Grad der Verstümmelung und Konstitution des Mädchens auch etwa Bewegungseinschränkung. Von den psychischen Auswirkungen und der lebenslangen Traumatisierung einmal abgesehen. Eines der Ziele dabei ist sicher, dass Frauen damit auf immer und todsicher die Lust auf Sex und/oder beim Sex genommen wird. Dazu kommen der Wunsch nach Aufrechterhaltung des männlichen Gewaltmonopols durch die Verstümmelung (Brandmarkung), des Besitzanspruches des Mannes an die Frau, möglicherweise auch die Lust an der Grausamkeit, der homo sapiens ist ja so einfallsreich.

leib yggdrasilovic
00
22.7.2009, 07:19
der koran schreibt die genitalverstümmelung bei mädchen

nicht vor; das ist richtig. es gibt aber in den hadith (sammlung von aussprüchen und handlungen muhammads) eine aussage, die beschneiderinnen sollten "leicht, nicht tief schneiden". und die hadith haben dieselbe normative kraft wie der koran.
das standardwerk "erlaubtes und verbotenes im islam" von scheich yussuf al-qaradawi bezieht sich auf diesen ausspruch muhammads und befürwortet daher die fgm massiv. daß die fgm in vielen islamischen ländern nicht durchgeführt wird, ist erfreulich, aber eigentlich unislamisch; andererseits gibt es fgm in afrika auch bei nicht-muslimen.

Thomas Felder
00
16.7.2009, 16:18

als mann geantwortet:

ziel ist dass die frau keine lust empfinden soll.

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