Olympiateilnahme 2010

Skispringerinnen geben nicht auf

17. Juli 2009, 11:06

Nach Abweisung der Sammelklage legt die Gruppe von 15 Sportlerinnen Widerspruch ein

Vancouver - Die mit ihrem Antrag auf Aufnahme ins Programm der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver und Whistler gescheiterte Gruppe von 15 Skispringerinnen wird das Urteil anfechten und am Freitag Widerspruch einlegen.

"Es ist noch nicht vorbei", sagte Deedee Corradini, Sprecherin der Gruppe und Präsidentin von "Womens Ski Jump USA", am Donnerstag. "Wir haben ein paar Tage mit unseren Anwälten beraten und uns bei den Athletinnen nach deren Meinung umgehört. Jetzt sind wir bereit, den Kampf für die Aufnahme ins Olympia-Programm fortzusetzen."

Anwalt Ross Clark erklärte, der Einspruch basiere auf der Argumentation, die Olympia-Organisatoren müssten die Winterspiele in Einklang mit der kanadischen "Charta der Rechte und Freiheiten" veranstalten. "Sie können auf kanadischem Boden keine Veranstaltung abhalten, die Diskriminierung umsetzt."

Diskriminierung ohne Konsequenzen

Das Oberste Gericht der kanadischen Provinz British Columbia hatte in der vergangenen Woche den Antrag der Ski-Adlerinnen abgelehnt. Richterin Lauri Ann Fenlon hatte zwar eine Diskriminierung der Sportlerinnen allein wegen ihres Geschlechtes anerkannt. Dennoch hätte das kanadische Organisationskomitee VANOC keinen Bruch der kanadischen "Charta der Rechte und Freiheiten" begangen, wie von den Klägerinnen geltend gemacht. Weder VANOC noch die kanadische Regierung hätten Kontrolle über olympische Veranstaltungen, erkannte Richterin Fenlon. (APA)

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19 Postings
BK W. Shoyssel
06
19.7.2009, 12:38
Antidiskriminierung muss vollständig sein

ich seh schon skispringende Afghaninnen in der speziell beschichteten Wing-Suit-Burka.

Spinndoktor
05
18.7.2009, 22:37
Is halt fad, den Mäusen zuzusehen.

Und Synchronschwimmen und rhytmische Gymnastikk gehören nach meiner Ansicht raus aus dem Programm. Desgleichen Beachvolleyball, Snowboarden, Super-G, Biathlon und dergleichen Anlassportarten. Synchronschwimmen ist überhaupt das Allerletzte. Die Hybris kommt vor dem Zusammenbruch!

The Man With the Plan
211
17.7.2009, 23:52
Na und...?

Gibt ja auch keine Rhythmische Sportgymnastik oder Synchronschwimmen für Männer.

Eine gewisse Mindestverbreitung der Sportart sollte es schon geben, sonst sind die vergebenen Medaillen ja überhaupt nichts wert. Außer vielleicht ein Almosen für die Frauen.

mrsoul
92
18.7.2009, 12:57
was für ein blödes argument

wenn es männer gäbe, die rhythmische sportgymnastik und synchronschwimmem ,achen wollten, hätten sie auch die möglichkeit es zu verlangen - und wahrscheinlich wäre das ioc da viel lernfähiger. vielleicht bekommen sie ja dort als almosen eine blecherne...

LL MM
03
20.7.2009, 13:50

Kennen Sie Bill May? Der wollte nämlich bei den Damen mitmachen, aber man ließ ihn nicht. Er hätte im übrigen die Qualifikationskriterien geschafft.

ravenna
01
18.7.2009, 23:32
Klar gibt es die Möglichkeit

Nur sind die männlichen Beschwerden - völlig zu Recht - eben auch nicht erfolgreich. Die gibt es nämlich sehr wohl. Ein paar Deppen finden sich schließlich immer, so wie auch in diesem Fall.

Wieviel Demokratie ist es bitte?
22
18.7.2009, 11:52
Dafür gibt es aber jetzt schon länger

synchrones vom K2 abstürzen für Frauen und kollektives in einer Nanga-Parbat-Spalte erfrieren für Überfrauen.

Das ist zwar nicht olympisch, aber verbreitet.

Seit es aber olympische Weit - und Hochspringerinnen gibt, dazu Ab - und Slalomfahrerinnen, sowie Schieß-, Judo-, Weightlifter Ma'm's, inclusive nichtolympische Rallye-Düsen, etc., ist es relativ logisch, daß sie auch Brettln-hupfn.

Befinde mich dieses Mal auf Seiten der Schnuckelchen.

Immerhin schrauben ihre Genossinnen derweil an der ISS herum.

Die alten Säcke des IOC haben also kein Argument.

Silvio Lackner
05
19.7.2009, 01:06
Es gibt auch Nasen-blutig-Drescherinnen.

Frauen imitieren mit mehr oder weniger Erfolg so ziemlich alles, was Männer schon lang machen.

K.O. hab ich persönlich bei weiblichen Boxkämpfen noch keines gesehen. Sie haun zwar aufeinander ein, aber es kippt nie eine bewusstlos aus den Latschen.

Es fehlt der "killer-Punch" im Vergleich zu einem Männerkampf.

sekir 09
42
17.7.2009, 20:18

ride on. die sollen selbstverständlich auch springen dürfen

byron sully
36
18.7.2009, 03:28
ganz meine meinung,

aber was soll man tun, wenn im IOC hauptsächlich alte männer sitzen, die schon von paavo nurmi bis karl schranz schachsinnige einsprüche erhoben haben? jetzt halten sie halt frauen für minderwertig (was in der olympischen geschichte kein novum ist, sondern seit 1896 strukturell passiert). ich kann nur wirklich hoffen, daß das frauen-schispringen gerichtlich durchgesetzt wird, wenn das ioc keinerlei bereitschaft zum einlenken zeigt...

Dimple
01
20.7.2009, 15:36
Es geht IMHO nicht darum, daß Frauen-Ski-Springen nie olympisch sein soll

sondern daß ein Sport eine gewisse Reichweite haben sollte, bevor er olympisch ist. Und wenn man weltweit nur 15 StarterInnen bei einem Sport zusammenbringt, weil es nicht mehr gibt, so ist ein olympischer Skisprung-Wettbewerb für Frauen (in diesem Fall) nicht zu befürworten.

lg
Dimple

Litschi Monster
06
18.7.2009, 15:35

Der Gerechtigkeit halber sollten die getrennten Bewerbe überhaupt abgeschafft werden, und die Frauen bei den Männern mitmachen. Interessant ist nun mal, wer am weitesten springt und nicht, wer mit einem gewissen Chromosomensatz am weitesten springt. Getrennte Frauenbewerbe kann man dann ja auf Regionalliga-Niveau betreiben.

Shiraneko
00
18.7.2009, 21:59
Voll dafür!

Alle sagen, Frauen müssen sich niemals hinter Männern verstecken - sind ja alle gleich.

ravenna
24
17.7.2009, 22:25
Na klar

Und Fitschigoggerln machen wir auch olympisch.

PegasusNbW
018
17.7.2009, 14:45
die lösung des problems ist doch einfach

machen wir skispringen "koedukativ" - einen gemeinsamen bewerb für männer und frauen. wenn die frauen die nötige qualifikation erreichen, warum sollen sie dann nicht mit den männern mitspringen.

das ganze sollte natürlich nicht nur auf skispringen bezogen werden, sondern auch auf die leichtathletik, den schwimmsport (inklusive synchronschwimmen) und überhaupt auf alle sportarten. bereiten wir der zwei-klassen-gesellschaft im sport endlich ein ende...

Mac Smith
01
22.7.2009, 03:50
Zu weit gedacht..

Schon wenn beim Schach die Geschlächtergrenzen fallen würden, hätten die Damen keine chance mehr.

Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n
00
22.7.2009, 12:12
Das würde ja bedeuten dass es den Damen nicht

nur an Muskelmasse fehlt...hmmm...

Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n
18
18.7.2009, 11:25
Da muss man dann aber auch eine Stockerlquote

einführen. Sonst wäre das ja "ungerecht". :-)

miguelito
04
17.7.2009, 12:41
WC

als richtige Skispringerin, muss man dann aber auch so ein Klo haben - sonst hilft das ganze Training nichts...

http://tinyurl.com/mwr49b

:-)

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