Nicht-natürliche Menopause erhöht Lungenkrebs-Gefahr

25. Juli 2009, 10:00

Kanadische Studie sieht Risiko um fast das Doppelte erhöht

New York - Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken steigt deutlich, wenn Frauen wegen einer medizinischen Behandlung früher in die Wechseljahre kommen. In einer kanadischen Studie nahm die Gefährdung jener Frauen, bei denen die Regelblutung nach Entnahme von Gebärmutter, Eierstöcken oder nach einer Strahlen- oder Chemotherapie früher aussetzte, um fast das Doppelte zu.

Die MedizinerInnen der Universität Montreal verglichen rund 420 Lungenkrebs-Patientinnen mit etwa 580 vergleichbaren Frauen. "Das erhöhte Lungenkrebs-Risiko wurde vor allem bei jenen Frauen gefunden, die eine nicht-natürliche Menopause hatten, weil ihnen beide Eierstöcke entnommen worden waren", sagt Anita Koushik.

Hormonelle Faktoren

Bei natürlichem Verlauf trat die Menopause durchschnittlich im Alter von 50 Jahren auf, nach den medizinischen Eingriffen dagegen sieben Jahre früher. Als Ursache für die erhöhte Lungenkrebs-Gefährdung vermuten die ForscherInnen im "International Journal of Cancer" hormonelle Faktoren. Möglicherweise habe die Behandlung zu einem frühen und plötzlichen Abfall der Östrogen-Konzentration geführt oder die Frauen hätten sich eher über lange Zeit der Hormonersatztherapie unterzogen. Dies müsse nun geprüft werden. (APA)

presonic
11
wen genau verwundert es....

.... dass man früher stirbt, wenn man den körper systematisch vergiftet?

presonic
01
wie kommt der mensch überhaupt auf den gedanken, die natur habe alles schlecht gemacht, und ER sei in der lage, was zu verbessern?

organe rausoperieren ist nichts, was ohne folgen bleibt.

trace route
01
27.7.2009, 11:03
Sorry, Leute. Aber wie wär's mit folgender Alternativ-Interpretation:

Frauen denen beide Eierstöcke entnommen wurden, hatten unter den Folgen der verfrühten Menopause zu leiden, und griffen daher eher zu einem Beruhigungs-Zigaretterl als andere Frauen. Das würde den beobachteten Effekt genauso erklären, und daher wurde diese Studie auch in einem Journal mit nicht allzu hohem impact factor veröffentlicht...

Colette
01
27.7.2009, 16:56

glaube ich eigentlich nicht in dem Fall ...
Falls es hier einen Zusammenhang mit dem Rauchen gibt - den man in einer seriösen Studie allerdings sicher eingerechnet hat - ist es vmtl. eher ein schichtspezifischer: Sozial niedriger gestellte Menschen rauchen (seit ein paar Jahren, früher war's umgekehrt) mehr, und die Eierstöcke werden ihnen, weil sie sich nicht so gut wehren können, auch leichter rausgeschnitten...

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