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Für unsere Familie kommt das einkommensabhängige Kindergeld zu spät - da ich als Akademikerin wesentlich mehr verdiene als mein Mann, hätten wir mit dieser Variante sicherstellen können, dass ich ein Jahr bei unserem derzeit vier Monate alten Sohn bleiben kann, was - solange ein Kind gestillt wird - aus meinem Bauchgefühl heraus sinnvoll ist.
So haben wir nun die kürzeste Variante gewählt und ich arbeite seit Ende des Mutterschutzes wieder für einen Tag in der Woche (unter der Zuverdienstgrenze), an dem mein Mann unseren Sohn allein versorgt und ihn mir auch regelmäßig zum Stillen in die Arbeit bringt (das Appumpen der Muttermilch funktioniert nicht optimal).
Mein Mann ist aufgrund seiner nicht sehr erfolgreichen Selbstständigkeit viel zu Hause und macht wie auch schon vor der Schwangerschaft einen (derzeit) Großteil der Hausarbeit. Gekocht wird meist gemeinsam und das Einkommen, das wir haben, wird als Familieneinkommen gesehen und deckt derzeit leider nicht mal die laufenden Kosten.
Für September 2010, wenn ich wieder voll ins Berufsleben einsteige, haben wir unseren Sohn auf der Warteliste einer Krabbelstube vormerken lassen. Wir wissen nicht, was wir tun, wenn wir keinen Krabbelstubenplatz bekommen oder wenn das Kind krank wird - andere Betreuungspersonen sind nicht greifbar.
Schade, dass sich unsere Politik so viel Zeit mit dem einkommensabhängigen Kindergeld läßt - ich glaube, dass wesentlich mehr Akademikerinnen sich mit dieser Variante für Kinder entscheiden würden. Ein zweites Kind werden wir uns nicht leisten können... (Lisa Z./dieStandard.at, 11.08.2009)
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