Gewinnspiel

Peace Please

18. August 2009 18:25
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    Portraitheater

    "Wir sind von dem Leben der Bertha von Suttner ganz fasziniert und tief beeindruckt", so Regisseurin Brigitte Pointner.

Das Leben der außergewöhnlichen Friedensaktivistin Bertha von Suttner bringt das Portraittheater auf die Bühne - dieStandard.at verlost 3x2 Karten

Früher war sie auf dem 1.000 Schilling-Schein, jetzt ist Bertha von Suttner auf den 2 Euro-Münzen zu sehen. Davon abgesehen gehört Bertha von Suttner (1843 - 1914) allerdings nicht gerade zu den prominentesten NobelpreisträgerInnen. Das Portraittheater möchte nun mit dem Stück "Peace Please. Ein Bertha von Suttner Journal" auf die imposante Frau aufmerksam machen. Das lebendige Porträt wird ab 28. August unter anderem an dem Originalschauplatz in Schloss Harmannsdorf, dem ehemaligen Familiensitz der Suttners, aufgeführt. Entsprechend dem künstlerischen Leitbild des Portaittheaters beschränkt sich das Stück auf eine Schauspielerin. Anita Zieher spielt die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, die in einem fiktiven Radiointerview über die wichtigsten Ereignisse in ihrem Leben spricht.

Kein Heldenpathos mehr

"Wir sind von dem Leben der Bertha von Suttner ganz fasziniert und tief beeindruckt", berichtet Regisseurin Brigitte Pointner von den Probearbeiten in Harmannsdorf dieStandard.at. Den Roman "Die Waffen nieder!" hat die Pazifistin Suttner in Harmannsdorf verfasst, wo auch die Premiere von "Peace Please" stattfinden wird. In "Die Waffen nieder!" bricht Suttner mit dem bisherigen dominanten Stil von Kriegsromanen und beschreibt die Schrecken des Krieges ohne jeglichen Heldenpathos. Und das auch noch aus der Perspektive einer Frau, "zu einer Zeit, in der Frauen noch keinerlei Rechte hatten", so Pointner. "Suttner war die erste Frau, die den Krieg so beschrieben hat, wie er wirklich war."

Nur auf den ersten Blick behandelt "Die Waffen nieder!" die damaligen beschränkten Handlungsmöglichkeiten von Frauen, gegen den Krieg einzutreten. Vielmehr verdeutlichte Suttner Möglichkeiten des Widerstandes von Frauen, die nur im privaten Raum agieren konnten. So sollten etwa die Ehemänner, Söhne und Väter nicht mehr zu Helden stilisiert werden. Suttner wollte eine Veränderung des Wertesystems auch innerhalb des privaten Bereichs erreichen, wo Frauen die Aufgabe hatten, Männer zu bewundern und geduldvoll darauf zu warten, bis sie aus dem Krieg heimkehrten. Suttner wollte zeigen, dass auch die Erfüllung dieser den Frauen zugeschriebenen Rolle Kriege unterstützt.

Ungewöhnlich für ihre Zeit

"Die Waffen nieder!" war das erste Buch (Suttner hatte zuvor unter den Pseudonymen "B. Oulet" oder "Jemand" erfolgreich publiziert), das Suttner unter ihrem richtigen Namen veröffentlicht hat,  was für Frauen in der damaligen Zeit ungewöhnlich war. Drei Verlobungen zu lösen - wie es Suttner tat - war auch nicht unbedingt Usus. Gegen den Willen seiner Eltern heiratete sie schließlich Arthur Gundaccar von Suttner. Mit dem nunmehr enterbten Arthur zog die Schriftstellerin für mehr als acht Jahre in den Kaukasus, "wo das Paar ein sehr bescheidenes Leben geführt hat und Bertha von Suttner auch Hunger kennengelernt hat", so Pointner.

Zuvor war sie auch für kurze Zeit bei Alfred Nobel Sekretärin. Durch ihr Engagement ist der Nobelpreis für Frieden entstanden, den sie selbst nach der fünften Preisrunde für ihr friedenspolitisches Engagement 1905 bekommen hat. Sie war die erste Frau, die den Friedensnobelpreis bekommen hat.

Pointner: "Wir haben versucht die wichtigsten Fragen ihres Lebens zu behandeln: Ihr politisches Engagement, Ihre Niederlagen oder auch ihr Leben in Harmannsdorf. Eigentlich hätten wir aus über das Leben der Bertha von Suttner ein 9-Stunden-Theater machen können." (beaha, dieStandard.at, 18.08.2009)

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Wir verlosen je 1x2 Karten für folgende Termine:

24. September um 20 Uhr im Theater Drachengasse in Wien


Weitere Termine in Schloss Harmannsdorf und Wien unter portraittheater

Termine in der Drachengasse (Fleischmarkt 22, 1010 Wien): 21., 22., 24., 25., 26. September jeweils 20 Uhr

ARO5
19.08.2009 10:02
Eine mehr als außergewöhnliche Frau

Als Leser und Kenner von Nobel Biographien bekommt man zusätzlich noch ein wenig Info: Zu der Zeit als von Suttner (damals hatte sie noch ihren Mädchennamen) mit A. Nobel gearbeitet hat, hat Alfred mehrmals um ihre Hand angehalten. Der arme mußt immer einen abschlägigen Bescheid hinnehmen. In einer Nacht und Nebelaktion ist Frau von Suttner dann von dannen gezogen, um ihre eigentliche Liebe, eben jenen Graf von Suttner zu ehelichen. Damit hat sie sich aber keine Freunde im eigen Bekannten- und Familienkreis gemacht.
Allein: Es war ihr scheißegal.
Was für eine Frau, chapeau.

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