Fortpflanzung Todesursache Nummer eins bei Frauen

11. September 2009, 01:01

2,6 Millionen Todesfälle untersucht: Schwangerschaft, Entbindung und Abtreibung häufigste Gründe bei Frauen, Verkehrsunfälle bei Männern

Genf - Schwangerschaft, Entbindung und Abtreibung ("maternal conditions") sind weltweit die häufigsten Todesursachen bei jungen Frauen. 15 Prozent der Todesfälle entfallen auf diese Ursachen, geht aus einer Studie hervor, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf vorlegte. Untersucht wurden dabei die jährlich 2,6 Millionen Todesfälle von Menschen im Alter von zehn bis 24 Jahren, wobei sich die WHO auf eine Erhebung aus dem Jahr 2004 stützte. Bei jungen Männern sind Verkehrsunfälle (14 Prozent) die häufigste Todesursache, fünf Prozent junger Frauen kommen im Verkehr um. Selbstmord ist nach Mutterschaft der zweithäufigste Sterbegrund, gefolgt von Aids und Tuberkulose mit jeweils rund sechs Prozent. Bei den Männern fallen noch Todesursachen wie Gewalt (zwölf Prozent) und Selbstmord (sechs Prozent) ins Gewicht.

97 Prozent der Todesfälle junger Menschen wurden nach diesen Daten in armen Ländern registriert, davon fast zwei Drittel in Schwarzafrika und Südostasien. In der Studie wurden keine einzelnen Länder, sondern Kontinente und Regionen verglichen.  (APA/dpa)

Kommentar posten
14 Postings
Man sollte halt dazusagen, dass NICHT

der körperliche Vorgang "Schwangerschaft und Geburt" gefährlich ist.
Das ist was völlig normales und gefährdet eine Frau nicht.

Gefährlich wird es durch sozioökonomische Probleme.
Dreckiges Trinkwasser und dadurch häufige Infektionen, Mangel- und Unterernährung, kein sauberes und trockenes Dach über dem Kopf, null allgemeine medizinische Vorsorge, Hunger, Vertreibung und Krieg, schwere Arbeit bis zur Geburt, Kinderehen und somit schwangere Teenager ...

Das muss bedacht werden.
Sonst tragen solche Artikel nur dazu bei, dass der Aberglaube, Geburt sei soooo gefährlich, weiter aufrecht bleibt.

Und Abtreibung natürlich, weil illegal.

Jein

Schwangerschaft und Geburt sind die Fälle in denen die aufgezählten Umstände besonders stark Wirkung zeigen. Sie sind damit aber natürlich nicht Ursache, sondern Anlassfall.

nichts Anderes sage ich.

im artikel klingt es so, als wäre schlicht der faktor "geburt" der massenmörder.

und das ich falsch und trägt aber nur weiter dazu bei, dass manche ungestraft weiter behaupten dürfen, die geburt wäre der gefährlichste lebensabschnitt.

"The first study of global patterns of death among people aged between 10-24 years of age has found that road traffic accidents, complications during pregnancy and child birth, suicide, violence, HIV/AIDS and tuberculosis (TB) are the major causes of mortality."

darf ich höflichst um die quelle der hier erwähnten gender-entschlüßelung bitten? ich finde nichts derartiges.

studien sind mehr als ihr executive summary...

hier: http://www.thelancet.com/journals/... 8/abstract

unter findings: "Pronounced rises in mortality rates were recorded from early adolescence (10—14 years) to young adulthood (20—24 years), but reasons varied by region and sex. Maternal conditions were a leading cause of female deaths at 15%. HIV/AIDS and tuberculosis contributed to 11% of deaths. Traffic accidents were the largest cause and accounted for 14% of male and 5% of female deaths. Other prominent causes included violence (12% of male deaths) and suicide (6% of all deaths)."

die studie

ist mit garantie ein paar hundert seiten lang, und nicht nur die kurze zusammenfassung auf der webseite der who. muss man halt auch die ganze lesen...

Und überhaupt, das Leben an sich ist ganz gefährlich!

Endet zu 100% mit dem Tod!

quellenangabe bitte, bevor hier mit zahlen herumgeworfen wird! ;)

Angeblich gibts irgendwo im Osten noch 8 Unsterbliche, finde jetzt aber auf die Schnelle keine Quelle ;-)

"97 Prozent der Todesfälle junger Menschen wurden nach diesen Daten in armen Ländern registriert, davon fast zwei Drittel in Schwarzafrika und Südostasien. In der Studie wurden keine einzelnen Länder, sondern Kontinente und Regionen verglichen. "

Ich muß sagen das es mich überascht das gerade Verkehrsunfälle als todesursache Nr.1 bei jungen Männern ermittelt wurde, wenn mann bedenkt wie viele Bürgerkriege es in Afrika gibt, und wie wenige Autos.

sind bestimmt nicht wenige

meine familie allein hat schon 3 schrottreife autos rübergeschickt.

wenn ich so drüber nachdenke, sollten wir keine mehr schicken.

wenig autos?

das ist ein irrtum. und der zustand der gefährte ist abenteuerlich. fast jeder unfall endet dort mit toten. die zig millionen autos holen die paar kriegerischen metzeleien hoffentlich nie mehr ein.

ist auch für mich nicht ganz nachvollziehbar...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.