Pille und Kondom gegen Klimawandel

18. September 2009, 01:01

Überbevölkerung als Konsequenz fehlenden Zugangs zur Verhütung: MedizinerInnen fordern Einbindung des Themas in Klima-Diskussionen

London - Dass Verhütungsmittel die Folgen des Klimawandels für die Menschen in Entwicklungsländern abfedern können, konstatieren ForscherInnen nun im Medizinjournal "The Lancet".

Bevölkerungswachstum bremsen

Weltweit gebe es pro Jahr 76 Millionen ungewollte Schwangerschaften, weil mehr als 200 Millionen Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben, berichtet das Journal im Vorwort seiner neusten Ausgabe. Würde diese Nachfrage erfüllt und das Wachstum der Bevölkerung gebremst, wären die Auswirkungen des Klimawandels in diesen Regionen geringer, und auch die Umwelt würde entlastet. 

Aspekt miteinbeziehen

Obwohl die Entwicklungsländer die geringste Schuld am Ausstoß von Schadstoffen hätten, würden sie am stärksten unter des Auswirkungen der Erderwärmung leiden. Ein schneller Bevölkerungszuwachs verschärfe die Situation angesichts von Wasser- und Lebensmittelknappheit und Umweltzerstörung noch. Die MedizinerInnen bemängelten, dass das Thema Familienplanung noch zu selten in Klima-Diskussionen einfließe. (APA/dpa)

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epek
19.09.2009 10:47

"Familienplanung"... auch so ein Beispiel für schönes Neusprech.
Ein positiv behafteter Begriff "Planung" (impliziert: "im Griff haben") wird für eine negative Entwicklung (Nichtbekommen von Kindern).

...

Gefräßige Gebärmutter
25.09.2009 14:12
Nichtbekommen von Kindern ist also für dich negativ?


Sollen Frauen wie früher soviele und solange Kinder bekommen, bis sie daran verrecken?

Bitte nicht vergessen: Auch Frauen, die Kinder wollen/haben, müssen rund 20 Jahre ihres Lebens verhüten.

Träume sind Schäume
19.09.2009 17:45
Naja, das liegt daran das diese teils selbsterklärten "Intellektuellen"

mehr das grooooße Weltbild der Menschheit im Blick haben und nicht die Gesellschaft in der sie leben.
Ok, wenn man sich zwanghaft selbst für seine Herkunft hasst mag das zwar ein linkes psychologisches Problem sein aber in Bezug von Bevölkerung und Gesellschaft hier ein Aufklärungskurs:

Gesellschaften sind geografisch in Staaten unterteilt, EGAL wie "Internationalisten" kreischen.
Ist so, wird immer so sein.
JEDER beruft sich auf seine Herkunft weltweit.

Während in Afrika Überbevölkerung herrscht, schrumpft bei uns die Bevölkerung.
Zusammen mit dem kollektiv ausgerichteten Sozialstaat hat das katastrophale Folgen für die zukünftige Lebensqualität.

Ein Idiot versteht den Zusammenhang, bei "Intellektuellen" ist das allerdings schwieriger

spiralvoice
19.09.2009 12:46

Wenn in Afrika die Geburtenrate sinkt, ist das eine positive Entwicklung für die Afrikaner.

Träume sind Schäume
19.09.2009 05:44
Zeit mal Bilanz zu ziehen

CO2 Verbrauch/Mensch ist nicht überall gleich.
Europäer und Nordamerikaner verbrauchen im Schnitt so 100-150 mal MEHR CO2/Person als Afrikaner im Vergleichsrahmen.
Das summiert sich durch den Verbrauch von Konsumgüter, Dienstleistungen und technisierten Produktionsmethoden.

Also an alle diesbezüglichen "Umweltaktivisten".
Die Verhütung von 100 afrikanischen Kindern wiegt statistisch gerade mal den Tod eines Europäers auf.

Durch freiwillige Selbstauslöschung könntet ihr die Relation zu Zentausenden herstellen und zum Wohle von Mutter Erde abtreten.

Das ist Effizienz pur ;)

presonic
19.09.2009 14:44
danke!!!

schöner hätte man´s nicht sagen können!

Ingen Ting
19.09.2009 03:19
Wasser predigen, Wein trinken

Sorry, aber für mich hört sich das in etwa so an: Sollen doch bitte die Entwicklungsländer ihre Fortpflanzung gefälligst eindämmen, damit die uns die nicht unsere (Nahrungs)Ressourcen verknappen, damit wir in den "entwickelten"Ländern weiterhin in aller Ruhe so so "umweltschonend" wie bisher weiterleben können(Autoverkehr und Produktion, Städtereisen mit dem Flugzeug, Strom wann immer wir ihn wollen, Heizung, Nahrungsüberschuss, der in der Mülltonne entsorgt wird usw.)

fairytale
19.09.2009 10:56
Und wohin entwickel sich die Entwicklungsländer?

Miles Edgeworth
19.09.2009 03:03

Diese malthusianistischen Argumentationslinien (exponentiell wachsende Bevölkerung, linear wachsende bzw. linear stagnierende Ressourcen) sind lächerlich überholt (ihnen kann systematisch auch cornucopianism/Füllhorngesellschaft argumentativ entgegengestellt werden, nicht minder gut empirisch belegt), genau wie der Begriff oder das Konzept der Überbevölkerung als globales - und nicht lediglich regionales - Problem.
Da bisher noch kein ökologischer Indikator (Stichwort CO2-Fußabdruck) existiert, der tatsächlich akkurat und nuanciert das Gewicht des Individuums ggnü. einer (ebenfalls nicht ermittelbaren) Tragekapazität der Welt existiert, sind auch ökologisch-malthusianistische Modelle nicht ernstzunehmen.

spiralvoice
19.09.2009 12:48

Malthus wurde durch die Erfindung des Kunstdüngers widerlegt, leider erfordert dessen Herstellung viel Energie, die z.Zt. aus fossilen Quellen erzeugt wird. Ein weiteres Anwachsen der Erdbevölkerung wird über kurz oder lang zum Kollaps führen, siehe das gleichnamige Werk Jared Diamonds.

Hannes M.1 
18.09.2009 14:52

eigentlich eine inkonsequente position: wenn der mensch per se als schädling den klimawandel verursacht, dann sollte man ihn doch am besten gleich komplett ausrotten, oder?

Träume sind Schäume
18.09.2009 17:47
Ah geh

Nur die "Aktivisten" dieser Idee.
Immer mit besten Vorbild voran ;)

Lego12  
18.09.2009 14:36
angeblch

wurde das schon versucht, auf nicht so nette art und weiße. mit "verseuchten" impfstoffen f die 3te welt...
und wird angeblich auch weiter gemacht. klare beweiße gibts keine...

Christian Mathias Sand  
18.09.2009 15:03

Wilde Verschwörungstheorien, darauf hat die Welt gewartet.

Sir Robin Hood
18.09.2009 13:53
Das müßte endlich auch bei den diversen Weltreligionen ankommen!

Immer noch wird gepredigt, daß Verhütung was verwerfliches sei - soweit mir bekannt in sämtlichen Religionen.

Leider ist die Fläche auf unserer schönen Erde begrenzt und je mehr Menschen drauf leben, desto weniger Fläche steht für den einzelnen zur Verfügung - Schlagwort 'Global Hectar' und 'ökologischer Fußabdruck'.

Verteilungskämpfe und Kriege um Land und Rohstoffe ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit!

Liebe Religionsführer! Redet doch mal mit Eueren div. Herren da oben, ob sie das wirklich so geplant haben!

spiralvoice
19.09.2009 12:49

"Verteilungskämpfe und Kriege um Land und Rohstoffe ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit! "

In Darfur schon Realität zwischen schwarz-afrikanischen Bauern und arabischen Kamelzüchtern.

mikkki 
18.09.2009 13:24
na wird ja auch zeit,

dass man das Bevölkerungswachstum weltweit als "Problem" ansieht - interessant, das es über die klimawandelschiene daherkommt ;)
Auch interessant dazu ein Feldversuch. Durchgeführt mit nicht so unglaublich intelligenten Wesen wie dem Menschen, aber imho trotzdem aussagekräftig.
http://dieoff.org/page80.htm
Rentierpopulation auf einer Insel mit hervorragenden Entwicklungsbedingungen. Verlauf: exponentieller anstieg, danach scharfer cut und abfall auf nahe der Anfangspopulation.

Mal schaun obs der Mensch besser hinbekommt mit seiner Insel Erde...

cya

p.s. wahrsch. müssen wir dazu erst mal erkennen, das unser Wirtschaftssystem auch exponentielles Wachstum FORDERT(sic!) und dadurch der dominierende Faktor unserer Gesellschaft ist.

hexe caracas
18.09.2009 11:59
jetzt beginnts

ein heißes Thema - endlich am Tisch - am besten freiwillig verhüten, bevor es zu anderen "Methoden" kommt...

Evelyne R.
18.09.2009 11:57
Jetzt haben wir endlich die Lösung!

Großartig, wirklich großartig diese Lösung. - Aber was machen wir jetzt mit all den gewollten Kindern, die ja auch schuld sind am "Klimawandel"?

Calvin Coolidge, born on the 4th of July 
18.09.2009 11:22
Perverse Logik


Mit der gleichen Argumentationslinie könnte man auch Kriegen etc. etwas Gutes abgewinnen...


spiralvoice
19.09.2009 12:52

Neben den anderen bereits vorgebrachten Argumenten bedeutet ein Krieg heute eine starke Belastung der Biosphäre, z.B. durch den Einsatz von Atomwaffen, und ist deshalb abzulehnen.

kann man Glück shorten?
18.09.2009 11:59
KÖNNTE man!

Nur sollte jeder Mensch, mit Ausnahme des Papstes, den Unterschied zwischen töten und nicht gebären kennen.

Nur das Problem in der 3. Welt liegt aber auch daran, dass in diesen Ländern die Kinder die Pension der Eltern sind. Deshalb sollten nicht die ärmsten sondern die reichsten Länder etwas an der Geburtenschraube drehen.

Gefräßige Gebärmutter
25.09.2009 14:16
"dass in diesen Ländern die Kinder die Pension der Eltern sind"


Ach, und bei uns ist das anders ...?

kann man Glück shorten?
27.09.2009 07:13

ja, bei uns ist es anders.

Bei uns gibt es eine Pensionsversicherungsanstalt, in der 3. Welt müssen die Jüngeren die Älteren direkt versorgen.

Gefräßige Gebärmutter
28.09.2009 12:33
So what?


Schneidet bei uns eben die PVA noch mit ;)

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