Deutschland

Bündnis gegen Homophobie

23. September 2009, 17:00

Homosexuellenfeindliche Übergriffe haben sich im vergangenen Jahr in Berlin gehäuft - 24 Organisationen setzten nun klares Zeichen

Berlin - Am Mittwoch ist im Roten Rathaus das Berliner "Bündnis gegen Homophobie" gegründet worden. Als Erstunterzeichner haben sich in dem Bündnis 24 relevante gesellschaftliche Organisationen, Institutionen und Unternehmen zusammengetan, um ein klares Zeichen zu setzen gegen Homosexuellenfeindlichkeit, Diskriminierung und Gewalt.

An der Gründungsveranstaltung nahmen neben Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit auch Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch, der Vorsitzende der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Michael Joachim, und der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, teil. Initiator des Bündnisses ist der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. Dem Bündnis gehören u. a. die Deutsche Bank und die SAP AG, die Akademie der Künste und die Deutsche Oper, der Deutsche Fußball-Bund e.V. und Hertha BSC, der Landessportbund und der Deutsche Gewerkschaftsbund an.

 

Homosexuellenfeindliche Übergriffe

Die Initiative für das Bündnis gegen Homophobie ging vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) aus. Hintergrund sind homosexuellenfeindliche Übergriffe, die sich im vergangenen Jahr in Berlin gehäuft haben. Mehrfach wurden Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Orientierung angegriffen und dabei zum Teil lebensgefährlich verletzt. Von einem hohen antihomosexuellen Gewaltpotential zeugt auch, dass auf das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen nach seiner Einweihung bereits drei Anschläge verübt wurden.

Ziel des Bündnisses gegen Homophobie ist es, gemeinsam jeglicher Form von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen für Anerkennung und Respekt gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Dies wird in einem gemeinsamen Aufruf unter dem Titel "Anerkennung und Respekt für gleichgeschlechtliche Lebensweisen" deutlich gemacht.

Als weitere Aktivitäten des Bündnisses sind die Einrichtung einer Internetseite, Veranstaltungen und eine Kampagne für Respekt und Anerkennung geplant. (red)

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Kubi80 
18.09.2009 16:42
Mehrfach wurden Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Orientierung angegriffen

wie erkennt man einen homosexuellen auf der strasse um ihn/sie dann zu verprügeln etc?

Timagoras 
21.09.2009 11:02

wenn man(n) z.b. gerade aus einer gaykneipe kommt, oder z.b. mit seinem partner hand in hand geht.
diese typen suchen ja gezielt danach, und - wie's so schön heißt - wer suchet, der findet .... :o(

Navajo
20.09.2009 11:26

Am Partner?

Alexx9009
18.09.2009 21:36

Stereotype Kleidung + Stereotype Gestik.

Die Angreifer lehnen sich eben gegen dieses Stereotyp auf

wunder mir
19.09.2009 10:07
oder

stereotype Begleitung? Oder gehen sie nie mit ihrer/ihrem Liebsten aus? So Lokal, Kino und so. Womöglich hie und da in ein stereotypes Lokal.

Timagoras 
18.09.2009 13:12
interessant:

dem bündnis gehören u.a. an:
Berliner Fußball-Verband
Berliner Polizei
DFB
Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg
Hertha BSC
Jüdische Gemeinde Berlin
Türkiyemspor Berlin
Verein Iranischer Flüchtlinge

und unter den gästen nimmt immerhin die Evangelische Kirche Berlin teil.

aber die katholische kirche oder andere relevante glaubensgemeinschaften haben's da wohl nicht so mit einem bündnis gegen homophobie .....


Dein schönster Traum 
20.09.2009 11:04
Mich wundert bei der Liste eigentlich nichts...

...das sind eben gesellschaftlich recht progressive Gruppen.

Go, go, go. Nieder mit der Homophobie!

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