"Sei sexy, erzählt man den Frauen"

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"Frauen kauften umso seltener Kleidung, je selbstbewusster und emanzipierter sie wurden. Je mehr ihnen ihre Arbeit Spaß machte, desto weniger dachten sie über ihre Kleidung nach".

Susan Faludi
am. Journalistin

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mode-schönheits-sex-industrie / ein uralt-korsett-muster

gute zitate von starken feministinnen - heute in zeiten von mode-jugend-schönheitswahn so aktuell, siehe "McSex die pornofizierung unserer gesellschaft, sex. fastfood, in der sex zum medial inszenierten konsumartikel geworden ist" (Myrthe Hilkens) "sex- u. schönheitsindustrie zwingen besonders junge frauen i.e. korsett...pornos gehören z. freizeitgestaltung, in musikvideo-clips wird d. zuhälter- u. hurenkultur gepflegt, u.v. plakatenwänden lächeln `perfekte` frauen in push-up-bhs und stringtangas." das hat nichts mit sexueller befreiung zu tun.gerade feministinnen setzten sich immer kritisch m.d. gesellschaftl. gewünschten `frauenbild` auseinander , gingen auf distanz z. barbie-püppchentraum, blockierten i.d. 70er-jahren misswahlen ..

Mode und Schönzheitsidela werden nicht nur von Männern "gemacht"

sondern ebenso von den Konsumentinnen... und wenn diese mit den Konsequenzen ihres Kleidungsstils nicht leben können ist das bedauerlich, aber ein Zeichen für fehlende Reife.

Minirock bzw. Schminke der "Flappers" waren Zeichen der "Emanzipation" der Frau, kein Mann hat seine Frau zu solch ungehörigem Verhalten gezwungen.

dahingehend finde ich es inakzeptabel das Modediktat welches von den Kundinnen selbst erschaffen wird als Erklärung für diese "Selbstreduktion auf körperliche Reize" heranzuziehen.

wenn Frauen nur "schön" sein wollen ist das halt verdammt oberflächlich und unreif...

meine Partnerin ist kein Model, ich liebe Sie ob ihrer Person, nicht ihrer Oberfläche.

selbst schuld wer lieber oberflächlich sein will...

sexy anziehn würd bei denen auf den fotos eh auch nix mehr bringen - vielleicht sind sie drum so grantig?

Ganz knapp an den Vorstellungen: selbst Schuld, sie trug ja einen Minirock ....

Ist unnoetig.

Zwischen "nicht ernstgenommen werden" und "vergewaltigt werden" besteht allerdings ein entscheidender Unterschied.

Finden Sie nicht?

Naja.. nicht ernstgenommen -> kein richtiger mensch -> also ein objekt..
entspricht (imho) schon ziemlich den gedankengang hin zur vergewaltigung.

Nicht übertreiben bitte

Einen Zusammenhang zwischen "nicht ernst nehmen" und "nicht als richtigen Mensch sehen" streite ich ab. Es gibt viele Menschen, die ich nicht ernst nehmen kann (z.B. Kreationisten), aber deswegen sind sie nicht weniger Mensch.

Ja, du.. Ich auch.
Aber wir 2 sind auch keine Vergewaltiger.

Ich wollte darauf hinaus:
Es ist überhaupt nicht dasselbe, ob jemand sich denkt: "Naja, so wie die aufgetakelt ist, will die wohl eher durch Kurven und Haut als durch Persönlichkeit und Inhalte überzeugen. Wenn die sich selbst nicht ernst nimmt, warum sollte ich es?"
Oder ob der Gedankengang in diese Richtung geht:
"So wie die aufgetakelt ist, fordert sie mich ja praktisch heraus..."
Das erste ist das, vor dem Irmtaud Morgner (Bild 2) warnt - wie andere Personen eine Frau aufgrund ihrer Kleidung einschätzen. Das zweite ist etwas ganz anderes, nämlich dass sich manche zu Handlungen aufgefordert fühlen. Daher sehe ich den Zusammenhang nicht.

Hm.. eigentlich sagst du es richtig ziehst aber dann eine andere Schlussfolgerung (imho):

In beiden von dir genannten fällen geht es darum wie du die Frau aufgrund ihrer Kleidung einschätzt. Nur die Konsequenz oder der Schluss ist ein anderer.

Die Schlussfolgerung ist deshalb eine andere, weil die erste Interpretation die Frau im Zentrum der Betrachtung steht: "Was will sie mit dieser Aufmachung bezwecken? Was sagt das über sie aus?" Die Überlegung dient nur dazu, einen Kontext für die Beurteilung ihrer weiteren Handlungen aufzubauen.

Im letzteren Fall fühlt sich der Betrachter persönlich angesprochen, obwohl die eingebildeten Signale auf die gesamte Umwelt wirken - es geht um "Was will sie MIR damit sagen? Wozu fordert sie MICH damit auf?" Es steht also der Betrachter im Zentrum seiner Überlegungen.

Ich hoffe, ich konnte den Unterschied jetzt deutlicher darstellen.

Naja, du kannst es ja auch so sehen das "Ah die will mich nur mit ihren rundungen beeindrucken, deshalb nehm ich sie nicht ernst". Und der Vergewaltiger könnte hingegen auch denken "Ah die will alle scharf machen, die will das jeder drüberfährt" (ohmann mir rinnts schon kalt in buckl runter wenn ich solche gedanken nur schreib).

Es ist eins zu eins die selbe Überlegung nur bei den vergewaltigern tickt eben 1, 2, oder mehr neuroenverbindung anders und führt dann zu der schrecklichen tat bzw. dem gedanken davor.

Man kann es so drehen, und die erste Variante kann sogar zutreffen, z.B. bei einem Bewerbungsgespräch, wo der Betrachter davon ausgehen kann, dass tatsächlich er gemeint ist - allerdings in seiner Rolle als Personalchef, nicht als Person. Und auch in diesem Fall geht es darum, die Frau selbst einzuschätzen, d.h. sich in sie hineinzuversetzen und nachzuvollziehen, was sie zu dem Outfit bewogen hat.

Die zweite Variante halte ich aber für eher unwahrscheinlich - um ein Vergewaltiger werden zu können, muss das Einfühlungsvermögen stark eingeschränkt sein, das Ich steht im Mittelpunkt aller Betrachtungen. Es geht nicht darum, was die Frau will - denn das ist ziemlich klar wenn sie sich wehrt - sondern um eine "Rechtfertigung" für den Angriff.

Egozentrik ist nicht nur auf Vergewaltiger beschränkt.

Ich glaub wir reden von 2 unterschiedlichen dinge.
Ich vom rein abstrakten Gedankenweg, du vom ergebnis, welches natürlich unterschiedlich ist.

"Egozentrik ist nicht nur auf Vergewaltiger beschränkt" - natürlich nicht, es gibt auch wesentlich harmlosere Erscheinungsformen des gleichen Gedankengangs: Nachpfeifen und anzügliche Bemerkungen / Angebote zum Beispiel. Das ist mMn ebenfalls meist dadurch motiviert, dass man sich persönlich durch das sexy Erscheinungsbild einer Frau direkt angesprochen fühlt.

Personen anhand ihres Äußeren zu beurteilen ist nicht auf "sexy" beschränkt und für einen Ersteindruck auch äußerst sinnvoll - schließlich kann man seine Frisur, Haare, Kleidung etc. selbst bestimmen und damit z.B. Zugehörigkeit zu einer Subkultur ausdrücken; sich persönlich angesprochen zu fühlen ist aber nicht rational - der ORF strahlt ja auch nicht nur für mich aus.

Ja eh ;) Von rational haben wir ja auch nie gesprochen.

Auch der Zusammenhang Minirock ...

... also sexy/freizügiges outfit => nicht ernstgenommen, stimmt so nicht.

Was nicht ernstgenommen wird, ist die Erklärung, frau würde sich nur so kleiden, weil sie sich selbst so gefällt.

Dazu würde es ja reichen wenn sie es Daheim vorm Spiegel trägt.

Dass es ihnen gesagt wird, ist das eine

Aber warum pilgern zB 20jährige zu Abertausenden wie die Lemminge zu Castingformaten wie 'Germanys next Topmodel', um dort wissbegierig von 50-, 60-, 70jährigen Modeschöpfern zu erfahren, "wie man sich sexy bewegt" ?

weil sie gut in das korsett hineingewachsen sind, das man ihnen von klein auf angelegt hat.

Ach, die armen Frauen..

Gott sei Dank ist ja das ideale Männerbild überhaupt nicht durch die Medien und Typen wie Brad Pitt oder den jungen Arnold Schwarzenegger geprägt.
Gott sei Dank gibt es darum keine jungen Männer die Unsummen für schwindlige Nahrungsergänzungsmittel ausgeben, oder gar ihre Gesundheit mit Steroiden aufs Spiel setzen.

Naja, mir kanns eh egal sein. Ich bin zum Glück ein spitzenverdienender, eloquenter Kabarettist mit dem Körper von Michelangelos David. Nur mit größerem Gemächt, versteht sich..

du sagst es. männer haben andere problem als die mit der kleidung.

Auf den letzten Absatz stoß ich jetzt an!

Wohl bekomm's!

Bin ich froh, dass morgen Dienstag ist.

Was ist am Dienstag?

Erfahren Sie in 2 1/2 Stunden hier.

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