
Die britische Modeindustrie ist federführend im Kampf gegen magere Frauenbilder als Schönheitsstandard.
London - Die Londoner Modewoche hat eine Kampagne gegen das in der Branche etablierte Idealbild der untergewichtigen Models gestartet. Die InitiatorInnen des Projekts, unter ihnen das irische Model Erin O'Connor, wollen damit neue DesignerInnen ermutigen, bei der Präsentation ihrer Kollektionen verschiedene Konfektionsgrößen, Gestalten und Altersgruppen zu berücksichtigen. "Jede Größe, jede Hautfarbe - genau darum dreht es sich bei der Mode", sagte die Frau des britischen Premierministers, Sarah Brown.
Unter dem Motto "Alle Schichten jenseits des Laufstegs" wollen die InitiatorInnen auch über die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Folgen des derzeitigen Idealbildes aufklären. Die britische Modeindustrie setzt sich seit zwei Jahren für unterschiedliche Konfektionsgrößen ein, nachdem drei Models an Magersucht gestorben waren.
Photoshoppen mal anders
Die Chefin der britischen "Vogue" Alexandra Shulman hatte der Debatte um Magermodels im Sommer einen neuen Ruck gegeben. Auf Drängen führender DesignerInnen würden immer mehr spindeldürre Models in Modemagazinen landen - die Mädchen seien zuletzt noch dünner geworden, beschwerte sie sich und forderte ein Umdenken. Die "Vogue" bearbeite am Computer die Körperfülle der Mädchen auf zugesandten Fotoaufnahmen, damit sie dicker und gesünder aussehen. (APA/Ag.)
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