Untersuchung

Konsumentscheidungen von Frauen prägen Wirtschaft

pte, 16. Oktober 2009, 17:11

Fraueneinkommen weltweit im Steigen, und so auch die Kaufkraft: Frauen als "boomendes Segment" für Unternehmen immer wichtiger

Boston/Ehekirchen/Wien - Unternehmen, allen voran Konsumgüterhersteller, sollten ihre Produkte künftig noch stärker auf die Bedürfnisse und Vorlieben von Frauen als wachsende Verbraucherinnenschicht ausrichten, unterstreichen aktuelle Untersuchungen.

"Immense Umsatzpotenziale" durch Kundinnen

Berechnungen der Managementberatung The Boston Consulting Group nach sind Frauen weltweit im Schnitt für 70 Prozent aller Konsumausgaben verantwortlich. Vor allem in westlichen Wirtschaftsnationen wie Österreich, Deutschland sowie den USA geben immer mehr Frauen konsumbezogen den Ton an.

Man geht davon aus, dass sich der jährliche Ausgabenwert von aktuell zwölf Bio. Dollar bis 2014 auf über 15 Bio. Dollar summiert - ein stark boomendes Segment für Unternehmen. "Produkte, die speziell auf Frauen zugeschnitten sind, kommen immer mehr in Mode. Je nach Branche lassen sich immense Umsatzpotenziale ausschöpfen. Die Pharmaindustrie hat bereits gezeigt, dass es spezifische Medikamente für Frauen, Männer und Kinder gibt. Erst so lassen sich Segmente kreieren, die im Aufbau zwar viel kosten, sich langfristig aber auszahlen", sagt Unternehmensberater Gerhard A. Kluge.

Fraueneinkommen steigen

Dass sich die spezifische Produktkonzentration auf Frauen lohnt, zeigt sich auch mit Blick auf die Einkommenssituation. Der Boston Consulting Group nach klettert das Fraueneinkommen bis 2014 auf 15,6 Bio. Dollar - im Vergleich zu heute sind dies um fünf Bio. Dollar mehr. Weil auch die Zahl der berufstätigen Frauen weltweit bereits auf eine Mrd. gestiegen ist und in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich auf 1,2 Mrd. steigen wird, bieten sich für viele Unternehmen lukrative Absatzchancen. "Segmentbezogene, eher kleinere Losgrößen in der Produktion sind ein nachhaltiger Trend. Obwohl vor allem Branchen wie die Lebensmittel-, Bekleidungs- und Kosmetikindustrie die Zeichen der Zeit erkannt haben, hinken andere noch immer hinterher", so Kluge. 

Ignorante Auto und Finanzbranche

Diese Einschätzung deckt sich auch mit den Ergebnissen der Boston-Consulting-Group-Erhebung, für die 12.000 Frauen aus 22 Ländern befragt wurden. Männerdomänen wie Versicherungen und Banken schneiden schlechter ab. Der Nachholbedarf in bestimmten Branchen wie der Automobilindustrie zeigt sich anhand der Antworten der Befragten. Knapp die Hälfte der interviewten Frauen gab an, von Unternehmen der Auto- und Finanz- sowie Versicherungsbranche sehr enttäuscht zu sein. 

Männliche Krise

Wer am Klischee festhält, dass sich Frauen nicht für Technik oder Geld interessieren, vergeudet Wachstum, heißt es in der Untersuchung. Um die KonsumentInnen der Zukunft zu gewinnen, komme es darauf an, die Werte, Wünsche und Aktivitäten ihres Alltagslebens im Zusammenhang zu sehen. Durch ein "eindimensionales Denken und schlichte Steigerungslogik" seien die Grundlagen gelegt, die in einer zunehmend von weiblichen Konsumentscheidungen geprägten Wirtschaftswelt (erneut) in eine männlich geprägte Krise führen, so das abschließende Untersuchungsfazit. (pte)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 32
1 2
lets rant a bit
00
24.10.2009, 01:53
ähm...

konsum war immer schon weiblich wenn man von den high-involvment produkten wie autos absieht...

schaun sie doch mal auf die mariahilferstr. -ich würde jetzt mal schätzen dass da gut 60%-70% der geschäfte auf frauen ausgelegt sind... auch die typischen frauenmagazine sind im endeffekt nur zielgruppenmarketing (was einem da an konsumvorgaben vorgesetzt wird ist erstaunlich)

leitfaden
45
18.10.2009, 12:17

hätt' frau sich denken können, dass die üblichen verdächtigen bei dem artikel wieder herumtrollen.

Centerfold (die)
54
17.10.2009, 15:19
Kontoeingang: Mann - Kontoausgang: Frau.

Wer hätte das gedacht!

her wig
03
18.10.2009, 20:21

Ein Mann der seiner Frau Geld zahlen muss, hat irgend etwas falsch gemacht.

Lectrice
02
18.10.2009, 23:22

*lol* Sie haben es erkannt!

Little Willy
42
18.10.2009, 21:47
Nö, heißt Unterhaltspflicht und ist so üblich

her wig
24
19.10.2009, 07:49

Das hat Sinn solange bzw in dem Ausmass wie Frauen gesellschaftlich benachteiligt sind.

# it's all in mr. magic's wand #
31
21.10.2009, 13:17
Sich mit 30% weniger Einkommen (Lohnschere) 70% vom Konsumgüterumsatz leisten können.


Also diese Benachteiligung muss ja enorm sein.

Centerfold (die)
20
19.10.2009, 21:32
Wo sind Frauen benachteiligt?

Little Willy
42
19.10.2009, 08:02
Und wo wären sie benachteiligt?

her wig
03
19.10.2009, 09:40

Zu den Zeiten als Frauen gewisser Gesellschaftsschichten keinen Zugang zum Arbeitsmarkt bekamen, war es verpflichtend, den betroffenen Frauen Unterhalt zu zahlen. Zeiten ändern sich, Gesetze auch - wenn auch nicht immer gleichzeitig.

Little Willy
41
19.10.2009, 10:59
Die Unterhaltspflicht ist geblieben

http://tinyurl.com/yht358p

Also keine Ausreden, wo sind Frauen benachteiligt?

her wig
01
19.10.2009, 17:53

Ich vertrete nicht die Position, den Status Qou des Gesetzes ewig beizubehalten. Ganz im Gegenteil, wenn's nicht mehr der aktuellen Situation entspricht, gehört es angepasst. Wer betroffen ist muss Klage erheben, oder eine politische Partei auf das Wählergewinnungspotential aufmerksam machen.

Little Willy
12
18.10.2009, 10:43
"Boston/Ehekirchen/Wien"

caranx
00
16.10.2009, 22:09
Konsumentscheidungen von Frauen prägen Wirtschaft

Wenn ich den Standard bisher richtig verstanden habe, sind das die gierigen Banker.

Das Konsumverhalten der Frauen wird in der Tat sträflich unterschätzt.

# it's all in mr. magic's wand #
45
17.10.2009, 15:35
Das Konsumverhalten der Frauen

kann bestenfalls von Frauen selbst oder von ledigen Männern unterschätzt werden.

Little Willy
77
16.10.2009, 19:58
Frauen haben ihre eigenen Konten und Kreditkarten

Das macht sie unabhängig und selbstbewusst. Zumindest solange bis die Überweisungen des Holden ausbleiben.

G. B. Corner
43
18.10.2009, 11:10

"Someone stole my credit card, but I won't be reporting it. The thief spends less than my wife did."

Lectrice
28
16.10.2009, 22:17

Das tut Ihnen bor-Multinicker-natürlich sehr weh, dass die Zukunft nicht bei mieselsüchtigen, konservativen Grantscherbn liegt, wie sie immer wieder rauszustreichen versuchen.

Wo sind denn all die Frauen, die sich in die Abhängigkeit eines Ernährers begeben wollen, die Sie angeblich eh so leicht finden??? Werden zunehmend rar - gelle?

Die Realität spricht - wie sie hier wieder mal lesen könnten, und an anderen Stellen schon oft lesen hätte können - mehr als dagegen.

# it's all in mr. magic's wand #
54
18.10.2009, 01:46
Wohl eher nur Ihre Realität, bzw eine wie feministinnen sie gerne hätten. ;-)


http://tinyurl.com/ygjztbq

Jede vierte Frau will, dass der Partner mehr verdient.
Aber nur jeder zehnte Mann sieht das so, den restliche 90% ist es einfach nur egal.

Also immer noch genug Auswahl da. ;-)

Somit können Frauen mit ihrem Einkommen oder ihrem beruflichen Status bei Männern auch nicht punkten.

Pech für die möchtegern Managerinnen. ;-)

Lectrice
04
18.10.2009, 23:25

Glück für Managerinnen - die von vornherein nicht in Frage kommenden brauch'ma demnach net mal "testen" und ersparen und so einigen Ärger!

Und den Rest überlassen wir gerne den anderen - die sollen sich damit rumschlagen - kein Problem.

Centerfold (die)
42
19.10.2009, 21:39
"Wir"?

Sie sind doch nur eine Lehrerin...

Lectrice
01
22.10.2009, 00:21

Glauben Sie - nun ja, ich belasse Sie darin!

Centerfold (die)
31
22.10.2009, 00:39
Das muss Ihnen nicht peinlich sein - ist ein ehrenwerter Beruf!

Sagen wir halt SchülerInnen-Managerin, wenn Sie sich dann geachteter fühlen...gerne.

Little Willy
41
21.10.2009, 12:57
Eine Mädchenbevorzugerin also :-)


Und das desaströse Abschneiden der jungen Frauen bei den Aufnahmetests zum Medizinstudium bringt dann die Bildungsmisere ans Licht.

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